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- YVES KLEIN
KLEIN Victoire de Samothrace Künstler Yves Klein Werk Victoire de Samothrace Inventar-Nr. AD-0031 Datierung 1962 Format 50 x 26 x 25 cm Material Synthetischer Harz, Pigment, Gips auf einer Basis aus Stein und Metall Merkmale Auflage 175 Provenienz 2018 Deilmann Stiftung Über das Werk Yves Kleins (1928-1962) „Victoire de Samothrace“ von 1962 zeigt eine verkleinerte Gipsnachbildung einer nur teilweise erhaltenen antiken griechischen Statue, die im 19. Jahrhundert auf der griechischen Insel Samothrake gefunden wurde. Sie stellt die Siegesgöttin Nike dar, die vermutlich anlässlich eines Seesieges von rhodischen Bildhauern geschaffen wurde. Prominent ausgestellt im Louvre, Paris, besitzt die Skulptur in Frankreich eine große Bedeutung und symbolisiert Frankreichs Selbstverständnis als Kultur- und Siegesnation. Yves Klein färbte die Replik in seinem patentierten International Klein Blue (IKB). Klein experimentierte bereits zu Beginn der 1950er Jahre mit Pigmenten und versuchte ihre Leuchtkraft hervorzulocken. 1956 entwickelte er sein durchdringendes Ultramarin als den „vollkommendsten Ausdruck von Blau“, das zum Markenzeichen seiner Monochromien wurde. Die kleine Skulptur verdeutlicht eindringlich die Wirkung des Klein-Blaus auf den Betrachter: Trotz ihrer greifbaren, objektgebundenen Präsenz wirkt sie entrückt und unendlich. Der schwere Stein, von dem sie sich mittels eines Metallstabs erhebt, verstärkt den Eindruck des Schwebens der Figur zusätzlich. Die Arbeit spiegelt Yves Kleins künstlerische Haltung, der sein Leben lang dem Spirituellen und der Philosophie zugeneigt war und versuchte, das Immaterielle sichtbar zu machen und das Sichtbare zu hinterfragen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Yves Klein (1928–1962) hat 1962 eine kleine Nachbildung einer sehr alten griechischen Statue gemacht. Das Original wurde im 19. Jahrhundert auf der Insel Samothrake gefunden. Die Statue zeigt die Göttin Nike, die als Siegesgöttin galt. Sie wurde wahrscheinlich geschaffen, um an einen Sieg auf dem Meer zu erinnern. Heute steht das berühmte Original in einem berühmten Museum in Paris und ist in Frankreich sehr wichtig. Für viele Menschen steht sie dort als Zeichen für Kunst, Kultur und für Siege. Yves Klein bemalte seine kleine Statue mit einer ganz besonderen blauen Farbe, die er selbst erfunden und schützen lassen hat: dem International Klein Blue (IKB). Schon in den 1950er Jahren macht er Experimente mit Farben und wollte, dass sie ganz besonders kräftig leuchten. 1956 entwickelte er schließlich sein tiefes Ultramarinblau, das typisch für viele seiner Kunstwerke wurde. Die kleine Statue zeigt sehr gut, wie stark dieses besondere Blau auf Menschen wirkt: Obwohl die Figur klein und greifbar ist, wirkt sie gleichzeitig geheimnisvoll und fast unendlich weit weg. Sie scheint zu schweben, besonders weil sie mit einem Metallstab auf einem schweren Stein befestigt ist. Das passt gut zu Yves Kleins Art zu denken und zu arbeiten: Er interessierte sich sehr für das Geistige und für die Philosophie. In seiner Kunst wollte er das Unsichtbare sichtbar machen. Über das Werk - in einfacher Sprache Yves Klein war ein Künstler. Er hat vor über 50 Jahren gelebt. Er wurde nicht sehr alt. Einmal machte er eine kleine Figur. Die Figur ist eine Kopie einer alten Statue aus Griechenland. Die Statue zeigt die Sieges-Göttin Nike. Das Original steht heute im Museum Louvre in der Stadt Paris in Frankreich. Sie ist dort sehr bekannt. Yves Klein bemalte seine Figur mit einer besonderen blauen Farbe. Die Farbe nennt man überall "Klein Blue". Diese Farbe hat er selbst erfunden. Sie leuchtet sehr stark. Die kleine Figur wirkt geheimnisvoll. Sie sieht aus, als würde sie schweben. Das passt zu Yves Kleins Kunst. Er wollte Dinge zeigen, die man sonst nicht sehen kann. Yves Klein Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- JULIAN CHARRIÈRE
CHARRIERE Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Künstler Julian Charrière Werk Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Inventar-Nr. AD-0013 Datierung 2023 Format 231 x 231 x 4 cm Material Heliografie auf hochglanzpolierter Edelstahlplatte, Edelstahlrahmen, in neun Teilen Merkmale 9 Einzelbilder á 75 x 75 x 4 cm Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Über das Werk Burried Sunshine Burns von Julian Charrière zeigt ein Ölbohrfeld in Los Angeles aus der Vogelperspektive. Das Motiv ist auf neun Edelstahlplatten mit der Heliographie geätzt – einem Verfahren, bei dem Licht und teerhaltige Substanzen die Bildoberfläche prägen. Besonders bemerkenswert ist, dass Charrière für die Belichtung Teer verwendet, der aus dem Öl der dargestellten Felder stammt. So reflektiert das Werk die menschlichen Eingriffe in die Natur und die Folgen unseres Ressourcenverbrauchs, während es zugleich das Material einsetzt, dessen Gewinnung problematisch ist. Charrière untersucht in seinen Arbeiten natürliche Prozesse, geologische Formationen und fossile Spuren und stellt damit Fragen nach der Zeit und der Rolle des Menschen in der Welt. In Burried Sunshine Burns verbindet er visuelle Intensität mit kritischer Reflexion: Das Werk zeigt nicht nur ein industrielles Landschaftsbild, sondern regt dazu an, über die Folgen menschlicher Eingriffe auf die Erde und die Verantwortung der Menschheit für die Zukunft nachzudenken. Charrière nutzt Materialien und Orte als Ausdrucksmittel, um die Vergänglichkeit menschlicher Aktivitäten und ihre Spuren in einem größeren geologischen und zeitlichen Kontext sichtbar zu machen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Burried Sunshine Burns ist ein Kunstwerk von Julian Charrière. Es zeigt ein Ölbohrfeld in Los Angeles, so als würde man es aus der Luft sehen. Das Bild besteht aus neun Edelstahlplatten, auf die das Motiv mit einem besonderen Verfahren geätzt wurde. Dabei benutzt Charrière Teer, der aus dem Öl der gezeigten Felder stammt. Dadurch zeigt das Werk auf besondere Weise, wie Menschen die Natur verändern und wie schwierig es ist, mit den Ressourcen der Erde umzugehen. Julian Charrière findet spannend, wie die Natur sich verändert und welche Spuren Menschen hinterlassen. Mit Burried Sunshine Burns möchte er uns zum Nachdenken bringen: Über die Erde, die Umwelt und wie wichtig es ist, sorgsam mit ihr umzugehen. Das Kunstwerk zeigt, dass unsere Handlungen sichtbar bleiben und dass wir Verantwortung für die Zukunft übernehmen sollten Über das Werk - in einfacher Sprache "Burried Sunshine Burns" ist ein Kunstwerk von Julian Charrière. Es zeigt ein Ölbohrfeld in der Stadt Los Angeles. Man schaut aus der Luft auf das Bohrfeld. Das Bild besteht aus neun Edelstahlplatten. Das Motiv ist mit einem besonderen Verfahren in die Platten geätzt. Dafür benutzt der Künstler Teer. Der Teer wurde aus dem Öl der gezeigten Felder gemacht. Das Werk zeigt, wie Menschen die Natur verändern. Der Künstler will uns sagen, dass wir die Erde beschützen müssen. Wir verletzen die Erde und hinterlassen Narben. Irgendwann geht sie dadurch kaputt. Julian Charrière Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- Kunstfuehrung (List) | Sammlung Deilmann
Polymorph Yaacov Agam Polyesterharz und Metallteile Arman Ohne Titel Arman Tableau Clous Bernard Aubertin Uncertain Theme – and therefore Abstract Rosa Barba Der singende Mann Ernst Barlach Willi Baumeister X Warden of the North Lars Beusker Talking to Thunder Julius von Bismarck Bäume ohne Grenzen Julius von Bismarck Römischer Kopf Hede Bühl 76 / Ap3 Rolf Cavael Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Julian Charrière Harald Deilmann James Collins Collage "Taureau" Le Corbusier Twister Boris Doempke Weiblicher Torso sitzend Joachim Dunkel Vincent and Truck in New York Reiner Fetting Tor der Freude Eberhard Fiebig Über den Wolken – Himmel in Gelting Klaus Fußmann Klaus Fußmann Klaus Fußmann Rotes Rund Rupprecht Geiger Kissenbild: Farbraumkissen Gotthard Graubner Ohne Titel I Johannes Grützke Ohne Titel I Johannes Grützke Caroline Johannes Grützke Nike Bernhard Heiliger Transluzide 1/20 Margareta Hesse Love Robert Indiana Victoire de Samothrace Yves Klein ATAAAA Imi Knoebel X Imi Knöbel Raumplastik Norbert Kricke Chi Norbert Kricke X Norbert Kricke Meta Meter Alicja Kwade 2 Bilder Käseberg Modell für Große Flora D, Fritz König Ohne Titel Fritz König Flat top pyramid with colors superimposed Sol LeWitt Two Cubes with Colors Superimposed (red) Sol LeWitt Edith Ella Littwitz Linsenobjekt Adolf Luther X Adolf Luther Ohne Titel Markus Lüpertz Lichtflügel Heinz Mack Cavallo Marino Marini Big Nude No. One, Paris Helmut Newton Ohne Titel Carsten Nicolai Giant Pool Balls Claes Oldenburg Infection Tobias Rehberger Ever After Paradise III Claudia Rogge Seerosen Salomé Big Four Colours Kai Schiemenz Erdrutsch – welche Folgen Bernard Schultze Best Stamina Henning Strassburger Jeder Gedanke ist ein Würfelwurf - Hommage á Mallarme Walter Stöhrer Werra Werner Stötzer Hermaphrodite Norbert Tadeusz Zwei Grazien Norbert Tadeusz Informelle Komposition Fred Thieler Informelle Komposition II Fred Thieler Ohne Titel Wolfgang Troschke Poesie der Destruktion Günther Uecker Der Nagel Günther Uecker Nagelwürfel Günther Uecker Pulli VIII Cornelius Völker Blüten Cornelius Völker Stolen Andy Andy Warhol Harald Deilmann Andy Warhol Grüne Schlange Norbert Wolf
- Alle Künstler der Sammlung Deilmann
Yaacov Agam Arman Bernard Aubertin Rosa Barba Ernst Barlach Willi Baumeister Lars Beusker Julius von Bismarck Hede Bühl Rolf Cavael Julian Charrière James Collins Le Corbusier Boris Doempke Joachim Dunkel Rainer Fetting Eberhard Fiebig Klaus Fußmann Rupprecht Geiger Gotthard Graubner Johannes Grützke Bernhard Heiliger Margareta Hesse Robert Indiana Yves Klein Imi Knoebel Fritz Koenig Norbert Kricke Alicja Kwade Sol LeWitt Ella Littwitz Adolf Luther Markus Lüpertz Heinz Mack Marino Marini Helmut Newton Carsten Nicolai Claes Oldenburg Tobias Rehberger Claudia Rogge Salomé Kai Schiemenz Bernard Schultze Henning Strassburger Walter Stöhrer Werner Stötzer Norbert Tadeusz Fred Thieler Wolfgang Troschke Günther Uecker Cornelius Völker Andy Warhol Norbert Wolf Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden
- Ausstellung | Sammlung Deilmann
Entdecken Sie die Künstler der Sammlung Deilmann: Eine Auswahl nationaler und internationaler Künstler der modernen und zeitgenössischen Kunst von 1928 bis heute. Willkommen in der neuen Ausstellung #3 – Diskurse der Malerei Dezember 2025 - Juni 2026 Im Mittelpunkt von #3 steht die Vielfalt der Malerei: die unterschiedlichen Handschriften, Zugänge und Eindrücke, die sie bei jedem von uns hinterlassen kann. Den Auftakt übernimmt der Maler Cornelius Völker, dem wir bis Ende Februar 2026 einen eigenen Raum widmen. Anschließend werden dort in fortlaufenden Wechseln verschiedene Positionen der Malerei ihren Platz finden. #3 November 2024 - Frühjahr 2025 Ausstellung #2 Im Mittelpunkt von #3 steht die Vielfalt der Malerei: die unterschiedlichen Handschriften, Zugänge und Eindrücke, die sie bei jedem von uns hinterlassen kann. Den Auftakt übernimmt der Maler Cornelius Völker, dem wir bis Ende Februar 2026 einen eigenen Raum widmen. Anschließend werden dort in fortlaufenden Wechseln verschiedene Positionen der Malerei ihren Platz finden. Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden
- Re+Aktion | Sammlung Deilmann
Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Re+Aktion Mehr zum Projekt Re+Aktion – Ein Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Münster Mit dem Projekt Re+Aktion öffnet die Sammlung Deilmann ihre Ausstellungsräume für junge künstlerische Positionen und lädt Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums Münster dazu ein, sich aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt ist die direkte Begegnung mit den Werken der Sammlung: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit einzelnen Arbeiten auseinander, beobachten, analysieren und entwickeln darauf aufbauend eigene künstlerische Reaktionen. So entstehen vielseitige Arbeiten, die bestehende Motive aufgreifen, weiterdenken oder bewusst neue Perspektiven eröffnen. Re+Aktion versteht sich dabei als offener Denk- und Experimentierraum. Die entstandenen Werke treten in einen Dialog mit den Originalen – mal nah dran, mal als bewusster Gegenentwurf. Genau in diesem Spannungsfeld liegt der Reiz des Projekts: Es geht nicht nur um fertige Ergebnisse, sondern vor allem um den Prozess des Wahrnehmens, Hinterfragens und Weiterentwickelns. Die Ausstellung macht diese individuellen Zugänge sichtbar und lädt dazu ein, die Vielfalt der entstandenen Arbeiten zu entdecken. Alessandro o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier In meiner Arbeit habe ich bewusst mit symbolischen Elementen gearbeitet. Das Werk „Edith“ bezieht sich auf die biblische Erzählung von Sodom und Gomorra: Lots Frau blickt trotz des Verbots auf die brennende Stadt zurück und erstarrt zur Salzsäule. Diese Szene habe ich zeichnerisch umgesetzt. Auf DIN-A2-Papier habe ich die Komposition zunächst mit Bleistift angelegt und anschließend mit Kohle ausgearbeitet und schattiert. Durch die reduzierte, kontrastreiche Darstellung versuche ich, den Moment des Innehaltens und der Konsequenz sichtbar zu machen. Emil o. T. 24 x 43 x 25 cm Draht Für meine künstlerische Reaktion habe ich die Skulptur „Chi“ von Norbert Kricke gewählt, da mich insbesondere ihre Dynamik und Leichtigkeit angesprochen haben. Die filigrane, beinahe skizzenhafte Linienführung des Metalls vermittelt ein Gefühl von Bewegung und Freiheit, das ich in meiner Arbeit aufgreifen wollte. Ich habe Figuren aus dünnem Draht geformt, die sich in ihren Haltungen ineinander verschränken. Sie stehen dicht beieinander, ohne sich gegenseitig einzuschränken, und bleiben dabei in ihrer Bewegung frei. Meine Skulptur soll so ein Spannungsfeld zwischen Nähe, Bewegung und individueller Freiheit erzeugen. Philip & Konrad Die endlose Sucht 40 x 50 x 30 cm Smartphone, Holz, Textil Unser Kunstwerk ist inspiriert von Rosa Barbas Arbeit „Uncertain Theme“, in der mechanische Bewegung und Licht zentrale Gestaltungselemente sind. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung ist die alltägliche Gewohnheit des endlosen Scrollens auf Social-Media-Plattformen wie TikTok. Für unsere Umsetzung haben wir eine Vorrichtung entwickelt, in der ein Smartphone fixiert ist und kontinuierlich Scrollbewegungen in einer Dauerschleife zeigt. Das Gerät wird so zu einer Art Maschine, die das repetitive Wischen automatisiert und sichtbar macht. Ähnlich wie bei Rosa Barba wird die Technik selbst zum Bestandteil des Kunstwerks. Die gleichförmige Bewegung erzeugt einen beinahe hypnotischen Rhythmus und verweist auf die Monotonie digitaler Nutzung. In der abgedunkelten Box fungiert das leuchtende Display als einzige Lichtquelle und zieht den Blick der Betrachtenden gezielt an. Unsere Arbeit macht die mechanischen und sich wiederholenden Abläufe hinter der Nutzung sozialer Medien sichtbar und hinterfragt die Selbstverständlichkeit, mit der diese in den Alltag integriert sind. Brandon o. T. 70 x 50 cm Fotodruck auf Papier In meiner Arbeit verwende ich echte Zeitungen als künstlerisches Material. Sie fungieren nicht mehr nur als alltägliche Objekte, sondern als Zeitdokumente und Träger politischer Inhalte. Die Zeitungen werden gestapelt und aneinandergereiht, bis ein Moment der Instabilität entsteht und eine einzelne Zeitung aus dem System herausfällt. Auf dieser ist ein politisches Thema abgebildet – in meinem Fall Donald Trump. Die Szene halte ich fotografisch fest. Der dunkle Hintergrund lenkt den Fokus auf das Geschehen und schafft eine ruhige, konzentrierte Bildwirkung. Der fallende Teil des Stapels steht sinnbildlich dafür, wie Krisen aus scheinbar stabilen Systemen hervortreten und plötzlich sichtbar werden. Lotte o. T. 12 x 16 x 9 (Figur); 14 x 15 x 13 (Sockel) Ton, Acryl Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Werk „Lichtflügel“ von Heinz Mack, dessen kühle, metallische Form mich besonders beeindruckt hat. Mein Ziel war es, ein bewusstes Gegenbild zu schaffen. Statt einer schützenden Hülle zeige ich einen fragmentierten, nackten Oberkörper aus Ton. Der Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem, organischem Material steht im Zentrum meiner Überlegungen. Der Körper ruht auf einem mehrschichtigen Sockel aus organischen Formen, der Wachstum und Natürlichkeit symbolisiert. Die ausgearbeiteten Muskeln verweisen auf gesellschaftliche Ideale von Stärke, wirken durch die Unvollständigkeit jedoch zugleich verletzlich. Nadia & Anna o. T. 100 x 47 cm Spiegel, Federn, Karton, Papier, Acryl Unser Kunstobjekt zeigt Engelsflügel, die mit zahlreichen Spiegelsteinen besetzt sind. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit den „Lichtflügeln“ von Adolf Luther, der Licht als eigenständiges künstlerisches Material verstand. Ähnlich wie bei Luther wird Licht auch in unserer Arbeit aktiv einbezogen: Die Spiegelsteine reflektieren das Umgebungslicht und werfen es in den Raum zurück. Dadurch entstehen wechselnde Lichtprojektionen, die das Werk je nach Perspektive verändern. Der Betrachter wird Teil der Installation, da sich das Erscheinungsbild durch Bewegung und Lichtverhältnisse ständig wandelt. Juliette & Anni o. T. 23 x 32 x 11 cm Ton, Acryl Wir haben uns für „Talking to Thunder“ von Julius von Bismarck entschieden, da uns die zunächst unscheinbare, aber inhaltlich vielschichtige Arbeit besonders angesprochen hat. Der Künstler setzt sich mit Naturgewalten auseinander und macht Blitze mithilfe technischer Mittel sichtbar. Ausgangspunkt war unter anderem eine Rentierherde, die durch einen Blitzeinschlag ums Leben kam. Unsere Reaktion greift diesen Zusammenhang auf: Wir haben ein Rentier modelliert, dessen Geweih aus Blitzen besteht. Die aufrechte Haltung symbolisiert die Kraft der Natur, die oft unterschätzt wird, während die ungewöhnliche Verbindung die verborgene Geschichte hinter dem Werk sichtbar macht. Diyar & Mohammed o. T. 40 x 41 x 25 cm Stein, Draht, Federn In Krickes Werk haben wir Formen erkannt, die uns an Federn erinnerten – insbesondere an die Spuren eines Kampfes zwischen Vögeln. Auch die Schattenwirkung der Skulptur haben wir in unsere Überlegungen einbezogen. Unsere Arbeit besteht aus schwarzen und weißen Federn, die mit Draht befestigt und geformt wurden. Die schwarzen Federn stehen für Zerstörung und Kampf, während die weißen einen Kontrast bilden und Aspekte von Freiheit und Leichtigkeit aufgreifen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Gewalt und Freiheit. Agata & Diana o. T. 70 x 50 cm Wolle, Acryl, Metall Wir haben uns mit dem Werk von Arman auseinandergesetzt, insbesondere mit seinem Umgang mit Alltagsgegenständen und den Themen Konsum und Akkumulation. Diese Aspekte übertragen wir auf den Überkonsum von Kleidung. Rote Wolle steht dabei symbolisch für textile Materialien. Durch das Anhäufen der Fäden machen wir Überfluss sichtbar. Die Arbeit überschreitet bewusst die Fläche und greift in den Raum aus, um zu zeigen, dass Konsum kein klares Ende kennt. Unterschiedliche Rottöne nehmen Bezug auf Armans Farbwelt. Mona Blüten auf der Wasseroberfläche 70 x 50 cm Aquarell, Kunststoff Das Werk zeigt Blüten, die auf einer Wasseroberfläche treiben und sich darin spiegeln. Die Spiegelung ist jedoch irritierend, da sie mehr Blüten zeigt, als tatsächlich vorhanden sind. So entsteht ein Spiel zwischen Realität und Illusion. Während der Hintergrund in weichen Aquarellverläufen gehalten ist, treten die Blüten plastisch hervor. Die Arbeit thematisiert Wahrnehmung und die Frage, inwieweit das Gesehene ein Abbild der Realität oder ein Produkt der Vorstellung ist. Elisabeth & Taiyaba o. T. 22 x 17 x 9 cm Ton, Acryl Unsere Arbeit setzt sich mit der „Victoire de Samothrace“ von Yves Klein auseinander, die für uns Stärke, Bewegung und Triumph verkörpert. Wir entwickeln bewusst eine Gegenposition: Statt Sieg und Erhabenheit thematisieren wir Scheitern und Fall. Unsere Figur – ein kniender Teufel mit gebrochenen Flügeln – steht im Kontrast zur aufrechten Göttin. Der fehlende Kopf verbindet beide Darstellungen und verstärkt die Symbolik. Die Materialwahl (Ton und rote Farbe) unterstreicht Körperlichkeit und Dramatik. Roman & Henri o. T. 21 x 30 cm Papier, Acryl Unser Kunstwerk bezieht sich auf das Gemälde „Blüten“ von Cornelius Völker. Besonders inspiriert hat uns die Farbigkeit und die ruhige, reflektierende Wasseroberfläche. Wir haben das Motiv als Paper Art umgesetzt: Gerollte Papierstreifen bilden die Wasserstruktur, während gefaltete Origami-Blüten eine zweite, plastische Ebene schaffen. Der entstehende 3D-Effekt verstärkt die Wirkung der Blüten. Inhaltlich stehen sie für Gedanken und Gefühle, die auftauchen und wieder vergehen. Jule o. T. 80 x 100 cm (Spiegel); 80 x 200 cm (Holzbrett) Glas, Papier, Acryl, Holz Ich habe mich mit Adolf Luthers „Lichtflügeln“ auseinandergesetzt, insbesondere mit ihrer Offenheit und Unbegrenztheit. Ausgehend vom Titel entwickelte ich eine Gegenposition: Statt Licht und Ordnung thematisiere ich Schatten und Auflösung. Motten dienen dabei als Symbol, da sie vom Licht angezogen werden. Die geordnete Spiegelstruktur Luthers wird in meiner Arbeit bewusst gebrochen und fragmentiert. Janek o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier Ich habe mich für den „Römischen Kopf“ entschieden, da mich seine inhaltliche Tiefe beeindruckt hat. In meiner Arbeit zeige ich eine Person mit einer Maske, die Glücklichkeit suggeriert, während das eigentliche Gesicht Traurigkeit ausdrückt. Die Zeichnung entstand auf DIN-A2-Papier: Die Figur wurde mit Bleistift ausgearbeitet, der Hintergrund mit Kohle gestaltet. So entsteht ein Kontrast zwischen äußerer Fassade und innerem Zustand. Takeshi & Leander Takt der Vernunft 50 x 70 cm Acryl auf Leinwand Die Grundlage unserer Arbeit bildet die Skulptur „Der singende Mann“. Der geöffnete Mund, die gespannte Körperhaltung und die geschlossene Sitzposition lassen eine Figur erkennen, die kraftvoll singt. Der Gesang wirkt emotional und dynamisch, wodurch eine Spannung zwischen äußerer Ruhe und innerer Energie entsteht. Diese Spannung diente als Ausgangspunkt für unsere Neuinterpretation in einem antiken Kontext. In der Antike spielte Musik eine bedeutende Rolle – auch im Zusammenhang mit Krieg, da sie Gemeinschaft stärkte, Mut vermittelte und Helden verherrlichte. Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns für Alexander den Großen als Motiv. Seine Persönlichkeit vereinte Bildung, strategische Intelligenz und militärische Stärke. Die Harfe steht in unserer Darstellung sowohl für Kultur und Harmonie als auch für die antreibende Kraft der Musik. Alexanders Gesang kann so als antiker Kriegsgesang verstanden werden. Paul Poesie der Hoffnung 50 x 70 cm Bleistift auf Papier Im Zentrum des Bildes steht eine angekettete Figur, aus deren Rücken weitere Gestalten hervorgehen. Zu ihren Füßen breiten sich chaotische, unstrukturierte Muster aus, während sich nach oben hin ein geordnetes, zentriertes System entwickelt, das aus einem Punkt zu entspringen scheint. Kontraste bilden das zentrale Gestaltungselement: Licht und Schatten, Ordnung und Chaos, Struktur und Auflösung, Gebundenheit und Wille. Trotz ihrer Fesselung strebt die Figur nach Freiheit. Zwischen Chaos und Ordnung bewegt sich ihr Zustand – zugleich tragisch und hoffnungsvoll. Alina Schuhstapel 40 x 50 cm Acryl auf Leinwand Ausgangspunkt meiner Arbeit war das Motiv eines Zeitungsstapels, wie er in den Werken von Cornelius Völker erscheint. Besonders beeindruckt hat mich seine farbintensive Darstellung eines eigentlich unscheinbaren Alltagsgegenstands. Während ich mir zum Original eine ruhige, isolierte Situation vorstellte – eine Person, die allein Zeit mit dem Lesen von Zeitungen verbringt –, wollte ich in meiner Arbeit bewusst das Gegenteil zeigen: gemeinsam verbrachte Zeit mit nahestehenden Menschen. Die dargestellten Schuhe fungieren dabei als indirekter Hinweis auf Anwesenheit und Begegnung – als Spuren eines sozialen Moments. Gavin o. T. 50 x 70 cm Buntstift, Bleistift, Papier, Acryl auf Karton Mein Werk bezieht sich auf ein unbetiteltes Bild von Markus Lüpertz, das eine schwer erkennbare Gesichtssilhouette vor einer strukturierten Hintergrundfläche zeigt. Die Darstellung wirkt, als sei das Gesicht im Bild eingeschlossen. Diesen Ansatz habe ich aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt: In meiner Arbeit scheint das Gesicht mit Ausdruck von Wut aus dem Bild auszubrechen. Ein Komplementärkontrast verstärkt diese Wirkung – Grün steht für das Gefangensein, Rot für Emotion, Energie und Ausbruch. Ergänzt wird die Darstellung durch eine Hand, die als Symbol für Handlung und aktive Teilhabe gelesen werden kann – auch im Sinne demokratischer Freiheit. Selina & Minoo Freiheit im Wandel 33 x 17 x 17,5 cm Ton, Acryl, Draht, Karton Unser Konzept orientiert sich an Yves Kleins Idee, Kunst aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und neu erfahrbar zu machen. Statt einer historischen Figur zeigen wir den Kreislauf der Natur. Im Mittelpunkt steht die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Sie verdeutlicht, dass Freiheit ein Prozess ist, der mit Veränderung einhergeht. Der blaue Schmetterling symbolisiert Unendlichkeit und das Überwinden von Grenzen. Die Arbeit wurde aus Ton modelliert und greift durch das Material bewusst die Tradition klassischer Skulptur auf. Felix & Felix o. T. 12 x 21 cm Getönte Folie Unsere Arbeit basiert auf dem Bild „ATAAA“ von Imi Knoebel. Wir haben das Motiv in transparente Streifen zerlegt und diese untereinander angeordnet. Die Installation ist so konzipiert, dass sie frei im Raum hängt und von Licht durchstrahlt wird. Durch die Überlagerung der transparenten Elemente entstehen neue Farbwirkungen und optische Effekte. Das Erscheinungsbild verändert sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall. Ziel war es, Farbe, Raum und Transparenz miteinander zu verbinden und das zweidimensionale Bild in eine räumliche Erfahrung zu überführen. Anna & Frieda Beauty to Beast 42 x 69 cm Acryl auf Karton Unser Werk „Beauty to Beast“ setzt sich mit der ambivalenten Wahrnehmung von Natur auseinander. Ausgangspunkt war die Arbeit „Talking to Thunder“, in der ein Blitz zunächst ruhig und beinahe friedlich erscheint. Diesen Eindruck haben wir bewusst umgekehrt: In unserer Darstellung steht der Blitz für Energie, Unkontrollierbarkeit und Zerstörungskraft. Intensive Farben im Zentrum treffen auf einen dunklen Hintergrund und erzeugen einen starken Hell-Dunkel-Kontrast. Die dynamischen Linien vermitteln Bewegung und Spannung, während das leuchtende Zentrum geballte Energie symbolisiert. Das Werk thematisiert die Nähe von Faszination und Gefahr und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur. Hannes & Moritz o. T. 75 x 110 cm Acryl auf Karton Ausgehend von der Form der „grünen Schlange“ entwickelten wir die Idee einer Rennbahn. Die geschwungene Linienführung erinnerte uns an eine Strecke, sodass sich diese Assoziation weiterentwickelte. Auch der Titel inspirierte uns: „Grüne Schlange“ kann, ähnlich wie bekannte Rennstrecken, als prägnanter Name verstanden werden. Im Arbeitsprozess haben wir verschiedene Ansätze geprüft und verworfen, bis wir mit der Rennbahn eine überzeugende und eigenständige Umsetzung gefunden haben. Halaz & Sevda o. T. 52,5 x 53,5 (Papier); 40 x 25,5 x 25,5 (Karton) Acryl, Papier, Ton, Karton Unsere Arbeit besteht aus zwei eigenständigen Teilen. Das erste Werk thematisiert Frauenrechte und zeigt einen weiblichen Körper ohne klar definiertes Gesicht. Dadurch entsteht Raum für Identifikation und individuelle Projektion. Die intime Darstellung nimmt Bezug auf das Werk „Zwei Grazien“. Das zweite Werk besteht aus einer schwarzen Kartonbox, deren Innenraum mit Zeitungsausschnitten gestaltet ist. Mehrere Öffnungen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel. Das zentrale Objekt aus Ton befindet sich im Inneren. Die bewusste Unperfektion verweist auf die Idee, dass auch Unvollkommenheit eine eigene Form von Ästhetik und Wahrheit besitzen kann. Leonard & Simon Sachlichkeit der Konstruktion 25 x 26 cm Metall, Holz Unser Werk versteht sich als Gegenentwurf zu Günther Ueckers „Poesie der Konstruktion“. Während Ueckers Arbeiten von Bewegung und Dynamik geprägt sind, setzen wir auf Ruhe und Struktur. Die Nägel sind in einer gleichmäßigen, kontrollierten Form angeordnet, wodurch eine ruhigere Wellenbewegung entsteht. Die handwerkliche Umsetzung stellte eine Herausforderung dar, da Präzision erforderlich war. Kleine Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar, beeinträchtigen jedoch nicht die Gesamtwirkung, sondern unterstreichen den manuellen Prozess. Dilav & Anna Im Dazwischen 70 x 50 cm Acryl, Karton auf Leinwand Das Werk zeigt eine Leinwand mit einem vielschichtigen blauen Hintergrund, der durch unterschiedliche Farbnuancen und sichtbare Pinselspuren lebendig wirkt. Darauf sind plastische Schmetterlinge angeordnet, die sich in Größe und Farbigkeit unterscheiden. Ihre dreidimensionale Gestaltung lässt sie deutlich hervortreten. So entsteht eine Komposition, die Bewegung, Leichtigkeit und Vielfalt vermittelt. Wadim & Adam o. T. 42 x 30 cm Fotodruck auf Papier In unserem Projekt haben wir den Effekt des Siebdrucks digital umgesetzt, um die Möglichkeiten digitaler Gestaltung zu untersuchen. Ausgangspunkt war ein fotografisches Selbstporträt, dessen Konturen wir digital nachgezeichnet und bewusst verschoben haben. Dadurch entsteht der charakteristische Versatz des Siebdrucks. Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß und die Ergänzung intensiver Farbflächen entwickelt sich eine klare, plakative Bildsprache. Diese orientiert sich an der Pop Art, insbesondere an den Arbeiten von Andy Warhol. Unser Ziel war es, analoge Druckästhetik in ein digitales Verfahren zu übertragen. Neuerwerbung
- CORNELIUS VÖLKER
Cornelius Völker Völker in der Sammlung DEILMANN Cornelius Völkers Malerei macht Alltägliches wie Teebeutel oder Schokoladentafeln zum Schauplatz intensiver Farbspiele. Seine Werke hinterfragen Wahrnehmung und Wertschätzung des Gewöhnlichen und setzen spannende Kontraste zur Realität. Cornelius Völker Cornelius Völker (*1965 in Kronach) zählt zu den einflussreichen zeitgenössischen Malern Deutschlands. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (1989–1995) bei A. R. Penck und Dieter Krieg, bei dem er 1994 zum Meisterschüler wurde, entwickelte er eine unverkennbare künstlerische Handschrift. Neben seiner Malerei widmete er sich experimentellen Projekten, wie dem Spielfilm Die Hermannsschlacht (1993–1995), der in deutschen Programmkinos und auf Filmfestivals gezeigt wurde. Heute lebt und arbeitet Völker in Düsseldorf und ist seit 2005 Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster. Seine Mitgliedschaft in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste unterstreicht seine Bedeutung im kulturellen Diskurs. Völkers Werke zeichnen sich durch eine virtuose Maltechnik und eine Faszination für die Banalität des Alltags aus. Ob Handtaschen, Butterbrote, Feinrippunterwäsche oder Schwimmer in ungewöhnlichen Posen – Völker hebt das Alltägliche in eine künstlerische Sphäre, in der Inhalt und Form sich gegenseitig bedingen. Der pastose Farbauftrag, geprägt von Verwischungen, Schlieren und Farbverläufen, macht die Dynamik und Materialität der Objekte greifbar. Dabei verleiht er selbst dem Gewöhnlichsten eine unerwartete Tiefe und Ästhetik. •1991–1992: Paris-Stipendium, Cité Internationale des Arts Paris Ermöglichte Cornelius Völker einen mehrmonatigen Aufenthalt in der renommierten Künstlerresidenz in Paris, die für internationalen Austausch und kreatives Schaffen bekannt ist. •1996–1998: Graduiertenstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen Unterstützte Völker nach seinem Studium bei der Weiterentwicklung seiner künstlerischen Praxis und Forschung. •1996: Cinarchea, Special Award of the Jury, Kiel Auszeichnung für seinen künstlerischen Beitrag bei Cinarchea, einem internationalen Wettbewerb für archäologische Filmproduktionen. •1997: Max-Ernst-Stipendium der Stadt Brühl Ein nach dem berühmten Surrealisten Max Ernst benanntes Stipendium, das junge Künstler fördert, deren Arbeiten neue künstlerische Perspektiven eröffnen. •1997: Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf Anerkennung für herausragende künstlerische Leistungen und Unterstützung von aufstrebenden Talenten in Düsseldorf. •1998: Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen Finanzielle Unterstützung für die Realisierung künstlerischer Projekte und Vertiefung seiner Werkentwicklung. •1999: Bergischer Kunstpreis, Museum Baden, Solingen Würdigung eines herausragenden Beitrags zur zeitgenössischen Kunst in der Region Bergisches Land, verbunden mit einer Ausstellung im Museum Baden. •2004: Lingener Kunstpreis Eine der bedeutendsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Niedersachsen, die innovative und herausragende künstlerische Positionen ehrt. Auszeichnungen Geboren: 1965 in Kronach, Deutschland Ausbildung: •1989–1995: Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei A. R. Penck und Dieter Krieg •1994: Meisterschüler bei Dieter Krieg Künstlerische Projekte: •1993–1995: Regie, Drehbuch und Produktion des Spielfilms Die Hermannsschlacht (zusammen mit Christian Deckert, Hartmut Kiesel, Christoph Köster und Stefan Mischer), aufgeführt in deutschen Programmkinos und auf Filmfestivals Akademische Tätigkeit: •Seit 2005: Professor für Malerei an der Kunstakademie Münster Mitgliedschaften: •Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste Lebt und arbeitet: In Düsseldorf, Deutschland Werk: •Thematisierung von Alltagsobjekten in figurativer Malerei, z. B. Handtaschen, Butterbrote, Feinrippunterwäsche, Schwimmer, Hunde, Teebeutel •Verwendung pastoser Ölfarbe mit visueller Betonung von Bewegung und Materialität Vita •Guter Stoff Herausgegeben von Christiane Heuwinkel Texte von Christiane Heuwinkel und Andrea Wandschneider Schirmer/Mosel Verlag, München, 2024 ISBN: 978-3-8296-1022-3 •Things You Shouldn’t Paint Herausgegeben von Maite van Dijk und Kay Heymer Texte von Maite van Dijk, Kay Heymer und Felix Krämer Schirmer/Mosel Verlag, München, 2023 ISBN: 978-3-8296-0995-1 •Vom Erscheinen und Verschwinden der Dinge Herausgegeben von Maite van Dijk und Kay Heymer Texte von Maite van Dijk, Kay Heymer, Felix Krämer und Thomas A. Lange Schirmer/Mosel Verlag, München, 2023 ISBN: 978-3-8296-0990-6 •Verflüchtigungen Herausgegeben von Oliver Zybok Texte von Andrea Wandschneider und Oliver Zybok Schirmer/Mosel Verlag, München, 2021 ISBN: 978-3-8296-0940-1 •Nur auf dem Papier. On Paper Only Herausgegeben von der Akademie der Wissenschaften und der Künste Texte von Claudia Blümle, Reinhard Spieler und Hans Peter Thurn Schirmer/Mosel Verlag, München, 2020 ISBN: 978-3-8296-0899-2 Publikationen in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1997: Cornelius Völker, Städtische Galerie am Schloß, Brühl •2000: Cornelius Völker, Kunstmuseum Kastrupgard-Sammlungen, Kopenhagen, Dänemark •2000: Beine, Kunstverein Leipzig •2000: Cornelius Völker, Kunstverein Freiburg •2001: Malerei, Museum Baden, Solingen (Kat.) •2001: Hülle, Museum Katharinenhof, Kranenburg •2002: Malerei, Edwin Scharff Museum, Neu-Ulm •2003: Hunde, Museum Morsbroich, Leverkusen •2004: Kunstpreis 2004: Cornelius Völker, Kunsthalle Lingen •2004: Badewannen, Kunstverein Bochum •2006: Cornelius Völker, Forum Kunst Rottweil •2009: Cornelius Völker, Kunsthalle Göppingen •2010: Cornelius Völker, Kunst aus NRW, Aachen •2011: Malerei, Fotografie, Zeichnung 1990–2010, Mönchehaus Museum Goslar •2011: Malerei, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen •2011: Cornelius Völker, 1990–2010, Museum Villa Stuck, München •2012: Cornelius Völker, Von der Heydt Kunsthalle, Wuppertal •2014: High Power Mark II, Kunstmuseum Celle •2014: Just the way it is, Esbjerg Kunstmuseum, Esbjerg, Dänemark •2015: Kronkorken, Sprotten und eine Schachtel Aspirin, Kunsthalle Emden •2016: About Painting, Kunsthalle Münster •2018: "Principles of Arrangement", Hosfelt Gallery, San Francisco •2019: Nur auf dem Papier, Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf •2020: "On Paper Only", Galerie Klaus Gerrit Friese, Berlin •2021: Verflüchtigungen, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck •2021: "Nachtschatten", Neue Galerie Gladbeck •2022: "In the Last Light", Hosfelt Gallery, San Francisco •2023: "Cornelius Völker", Kunstpalast, Düsseldorf, 2023 •2023: "So Sweet, So Dead", Galerie Klaus Gerrit Friese, Berlin •2024: "Guter Stoff", Kunstforum Hermann Stenner, Bielefeld •2025: "Von A - Z", Galerie Friese, Berlin Ausstellungen •2000: One of those days, Mannheimer Kunstverein •2003: Passion – The Rokkedal Collection, Museum Sophienholm, Kopenhagen, Dänemark •2005: Zur Kasse, bitte!, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen •2005: Kinderszenen – Child’s Play, XII. Rohkunstbau, Schloss Groß Leuthen, Spreewald •2005: About Painting, The Tang Teaching Museum and Art Gallery, Saratoga Springs, USA •2006: Figuracion alemana actual, MACUF Museo de Arte Contemporaneo Union Fenosa, La Coruña, Spanien •2006: Malerei der Gegenwart, Hypo-Kunsthalle, München •2007: Frisch gestrichen, Museum Franz Gertsch, Burgdorf, Schweiz •2007: Zurück zur Figur – Malerei der Gegenwart, Kunsthaus Wien, Österreich •2007: Baby Body, Kunsthalle Darmstadt •2007: Die Kunst zu Sammeln, Museum Kunstpalast, Düsseldorf •2007: Leve de Schilderkunst! Terug naar de figuur, Kunsthalle Rotterdam, Rotterdam, Niederlande •2010: Echo: Michael Kvium – Cornelius Völker, Esbjerg Kunstmuseum, Esbjerg, Dänemark •2011: Ojenabner, Fyns Kunstmuseum, Odense, Dänemark •2011: Litos Grafera, Stavanger Kunstmuseum, Stavanger, Norwegen •2012: Private Art Collectors – Director’s Choice, Kunsthalle Münster •2012: Wonders – Masterpieces from Private Collections in Denmark, Kunsten Museum of Modern Art, Aalborg, Dänemark •2013: Give me five! Neuerwerbungen der Graphischen Sammlung, Städel-Museum, Frankfurt am Main •2014: Von 1900 bis heute, Von der Heydt-Museum, Wuppertal •2015: Reife Früchte – Junges Gemüse, Stillleben im Dialog, Kurpfälzisches Museum, Heidelberg •2015: Tiere schauen – Looking at Animals Looking at Us, Hegenbarth Sammlung, Berlin •2015: Die Beiläufigkeit der Dinge, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck •2016: Vor/Nach-Bild oder: Wie wollte ich werden, als ich jung war?, Morat Institut für Kunst- und Kunstwissenschaft, Freiburg •2016: Lasst Blumen sprechen! Blumen und künstliche Natur seit 1960, Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau •2016: Experience 21 Plan, ESMoA Museum, El Segundo, USA •2017: Luther und die Avantgarde, Zeitgenössische Kunst in Wittenberg, Berlin und Kassel •2017: Tierisch Beste Freunde. Über Haustiere und ihre Menschen, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden •2019: What is Love? Nähe, Begehren und Beziehungen, Kallmann Museum, Ismaning Gruppenausstellungen Seit 2005 ist Cornelius Völker Professor für Malerei an der renommierten Kunstakademie Münster. In dieser Rolle prägt er nicht nur die nächste Generation von Künstlerinnen und Künstlern, sondern auch den Diskurs über die zeitgenössische Malerei. Sein Ansatz verbindet eine tiefe Wertschätzung für traditionelle Techniken mit einer offenen Haltung gegenüber innovativen und experimentellen Ansätzen in der Kunst. Sein Unterricht ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Materialität, Farbwirkung und der Frage, wie alltägliche Motive in der Malerei eine neue Bedeutung erhalten können. Durch seine eigene künstlerische Praxis inspiriert, ermutigt er seine Studierenden, die Grenzen zwischen Realismus und Abstraktion auszuloten und ihren individuellen Stil zu entwickeln. Cornelius Völker ist dafür bekannt, dass er praxisnahe Projekte mit seinen Studierenden initiiert, die oft über den klassischen Akademiebetrieb hinausgehen. Diese umfassen gemeinsame Ausstellungen, interdisziplinäre Workshops und Kooperationen mit anderen Institutionen, die den Studierenden eine Plattform bieten, ihre Werke einem größeren Publikum zu präsentieren. Solche Projekte stärken nicht nur das Selbstbewusstsein der angehenden Künstlerinnen und Künstler, sondern fördern auch ihren professionellen Einstieg in die Kunstszene. Sein Einfluss reicht über die Akademie hinaus: Viele seiner ehemaligen Studierenden haben sich erfolgreich in der nationalen und internationalen Kunstszene etabliert. Völkers Fähigkeit, individuelle Talente zu erkennen und gezielt zu fördern, hat dazu beigetragen, die Kunstakademie Münster zu einem bedeutenden Zentrum für zeitgenössische Malerei in Deutschland zu machen. Lehrtätigkeit
- HEINZ MACK
Heinz Mack Mack in der Sammlung DEILMANN Mack bringt das Licht in Form – seine Werke gehen über bloße Skulpturen hinaus und eröffnen neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens. Wir haben ihn in unsere Sammlung aufgenommen, weil seine Kunst wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft wirkt: Sie fordert, sie fasziniert und öffnet die Augen für das, was im Verborgenen liegt. Heinz Mack – Atelier Mack - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Licht, Bewegung und Raum – diese Elemente prägen das Werk von Heinz Mack, einem Pionier der ZERO-Gruppe und einem der führenden Künstler der kinetischen Kunst. 1931 in Lollar geboren, studierte er zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf und fand seinen künstlerischen Weg in der Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung. In den späten 1950er Jahren gründete er gemeinsam mit Otto Piene die ZERO-Gruppe, die mit Lichtreliefs und kinetischen Skulpturen eine neue utopistische und puristische Kunst erschuf. Mack setzte sich mit Licht und Raum auf neuartige Weise auseinander und schuf Werke, welche die Grenze zwischen Kunst und Natur verwischten. Besonders in seinen „Gärten der Wüste“, die er in den 1960er Jahren in Afrika installierte, verband er Kunst mit der Natur, indem er Sand, Spiegel und Kuben zu lebendigen Skulpturen machte. Diese Arbeiten gehörten zu den ersten Beispielen von Land Art. Seine Werke, wie der berühmte „Lichtpfeiler“ in Berlin, setzten neue Maßstäbe für die Kunst im öffentlichen Raum. Mack verstand Kunst als ein Mittel, das Unsichtbare sichtbar zu machen, und beeinflusste eine ganze Generation von Künstlern. Heute sind seine Skulpturen und Installationen weltweit in öffentlichen Sammlungen und im urbanen Raum zu finden und zeigen, wie Kunst den Raum transformieren kann. Mit der Transformation von Licht in greifbare Skulpturen überschritt Mack die Grenzen des traditionellen Kunstbegriffs. In seinen Arbeiten wird Licht nicht einfach verwendet, um etwas zu beleuchten oder darzustellen – es rückt selbst ins Zentrum der Gestaltung. Indem er mit Licht als physisches Material arbeitet, veränderte er die Art und Weise der Wahrnehmung von Skulptur und Raum. Macks Werke sind mehr als nur visuelle Erlebnisse; sie fordern den Betrachter dazu auf, das Licht nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben und zu spüren. Besonders seine Lichtreliefs und bewegten Installationen, die in ständiger Interaktion mit ihrer Umgebung stehen, bezeugen, wie er das Unsichtbare in eine sichtbare, formbare Realität verwandelte. Licht wird in seinen Arbeiten zu einer skulpturalen Sprache, die sich je nach Tageszeit und Umgebung verändert, wodurch die Werke zu lebendigen Objekten zu werden scheinen. Licht als Skulptur Mit seinen visionären Projekten in der Sahara und Arktis überschritt Mack die Grenzen konventioneller Kunst, indem er Landschaften nicht nur als Kulisse, sondern als aktiven Teil in sein Werk integrierte. In der Wüste installierte er monumentale Lichtskulpturen und Sandreliefs, die im intensiven Sonnenlicht strahlten und das raue, unendliche Terrain mit einer poetischen, fast metaphysischen Dimension erfüllten. Die Natur wurde für ihn zur Bühne, auf der Kunst nicht nur existierte, sondern auch in einen Dialog mit der unberührten Wildnis trat. In der Arktis fügte Mack der kargen Landschaft prismatische Pyramiden und Eiskristalle hinzu, die mit dem schneebedeckten, weiten Raum verschmolzen und das fragile Gleichgewicht zwischen Kunst und Natur visualisierten. Diese Projekte sind mehr als nur Land Art – sie sind Versuche, das Verhältnis zwischen menschlicher Schöpfung und der natürlichen Welt auf eine tiefgründige, fast spirituelle Weise zu hinterfragen. Mack machte das Unvorstellbare greifbar und die Natur selbst zu einem aktiven, dynamischen Bestandteil seiner künstlerischen Vision. Wüstenpoesie und Land Art Mack betrachtete Licht nicht nur als physisches Medium, sondern als eine symbolische Metapher für die Zeit selbst. In seinen monumentalen Arbeiten verband er Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer visuellen Erzählung. Mit der Kraft von Licht und Bewegung schuf er Werke, die eine Art Prisma bildeten, welche das fließende, übergangslose Wesen der Zeit reflektierten. Seine Skulpturen, ob in der Wüste oder im urbanen Raum, changieren mit der Tageszeit und verändern sich je nach Lichtverhältnissen, sodass die Kunstwerke ständig im Wandel sind, wie die Zeit selbst. Durch das Wechselspiel von Licht und Schatten stellte Mack eine dynamische, fast spirituelle Verbindung zwischen verschiedenen Zeitebenen her. In seiner Arbeit wurde Licht zur Quelle der Erkenntnis, die nicht nur das Sichtbare offenbart, sondern auch das Unsichtbare. Mack lädt den Betrachter ein, die Zeit durch das Prisma seines künstlerischen Schaffens neu zu erfahren und in ihr eine unaufhörliche Reise zwischen den Zeiten zu entdecken. Prisma der Zeit in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler • 1957 Galerie Schmela, Düsseldorf (mit Peter Royen) • 1965 Kestner-Gesellschaft, Hannover (zusammen mit Otto Piene und Günther Uecker) • 1972 Musée d’art moderne de la Ville de Paris • 1973 Stedelijk van Abbemuseum, Eindhoven • 1977 Kunsthalle, Düsseldorf • 1978 Galerie Unac, Tokio • 1981, 1985 und 1992 Galerie Lauter, Mannheim • 1998 Liechtensteinische Staatliche Kunstsammlung, Vaduz • 2002 Museo Nacional de Cerámica, Valencia • 2006 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2006 Museum für Islamische Kunst im Pergamon-Museum, Berlin • 2009 Ludwig Museum Koblenz • 2009 Stadtmuseum, Hofheim am Taunus • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld • 2011 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2011 Museum Abteiberg, Mönchengladbach • 2012 Museum Ostwall, Dortmund • 2015 Museum Frieder Burda, Baden-Baden • 2015 Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg • • 201414. Architektur-Biennale von Venedig, Isola San Giorgio Maggiore, Venedig • 2019 Musée Théodore Monod d’art africain, Dakar, Senegal • 2019 Galerie Geiger, Konstanz • 2021 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2021 Museum Ritter, Waldenbuch • 2021 Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal • 2022 59. Biennale di Venezia, Biblioteca Nazionale Marciana, Museo Correr, Venedig • 2023 Osthaus Museum, Hagen • 2023 Galerie Beck & Eggeling, Düsseldorf • 2023 ZKM, Karlsruhe Ausstellungen • 1958 Kunstpreis der Stadt Krefeld • 1963 Premio Marzotto • 1965 1. Prix des arts plastiques der 4. Biennale de Paris • 1970 Ehrende Anerkennung der Jury Allgemeine Programme beim Adolf-Grimme-Preis (zusammen mit Hans Emmerling und Edwin K. Braun) • 1979 1. Preis des internationalen Wettbewerbs Licht 79 der Niederlande • 1987 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen • 1992 Großer Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland • 2004 Großes Bundes-Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland • 2009 Ehrenring der Stadt Mönchengladbach • 2011 Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland • 2012 Kunstpreis der Kulturstiftung Dortmund • 2016 Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf • 2017 Moses Mendelssohn Medaille Auszeichnungen Licht, Bewegung, Geometrie – das sind die Zutaten, die Heinz Mack in seinen monumentalen Skulpturen miteinander verschmelzen lässt. Seine Werke fordern nicht nur den Raum heraus, sondern auch das Verständnis von Kunst und ihrer Verbindung zur Natur und Technik. Macks „Skulptur für den Himmel“ (1976), die sich an der Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr in München erhebt, scheint den Betrachter direkt in den Himmel zu ziehen – eine unaufdringliche, aber unmissverständliche Einladung zur Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit. Ähnlich wirkt die „Wasserplastik“ (1977) in Münster, deren Lamellen sich dem Himmel entgegenzustrecken scheinen und von deren Spitze Wasser in einer gegenläufigen Bewegung herabläuft und mit seinen Reflexionen und Bewegungen eine neue Dimension der Wahrnehmung erzeugt. In der Osnabrücker „Identifikationsplastik“ (1979) geht Mack einen Schritt weiter, indem er die Frage nach dem Selbst aufwirft: Wie identifizieren wir uns mit der Kunst, dem Raum, der Form? Ein Werk, das in seiner klaren Struktur gleichzeitig ein Spiegelbild des Betrachters wird. Ähnlich funktioniert auch „Columne pro Caelo“ (1984) in Köln: Es handelt sich um eine gewaltige Säule, die den Blick zum Himmel öffnet, mit ihrer monolithischen Präsenz und Schwere allerdings gleichzeitig ihr zur Erde strebendes unfassbares Gewicht offenbart. Der „Lichtpfeiler (1983–1987)“ am Berliner Europa-Center ist ein Meisterwerk der Kinetischen Kunst: Er zeigt vertikale Strukturen, die das Licht in den Raum tragen und eine Brücke zwischen Architektur und Kunst schlagen. Die „Große Stele“ (1990) vor dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, entfaltet in ihrer Einfachheit und Präzision eine Monumentalität, die ebenso stil- wie kraftvoll ist und mit der reflektierenden Oberfläche aus Edelstahl in einen facettenreichen Dialog mit der Umgebung tritt. Macks „Formen des Wachsens (1993)“ vor dem Kreisständehaus in Grevenbroich symbolisieren das stetige Streben nach Entwicklung – wie Pflanzen, die aus der Erde wachsen, so schießen diese Skulpturen in den Raum und spielen mit der Idee des organischen Wachstums in einem modernen Kontext. Während die „Lichtstele in der arabischen Wüste“ (1997) das Element Licht mit der weiten Wüste vereint und das Werk in den natürlichen Raum integriert, werden Macks „Sieben Stelen“ (2000) in Essen zu einer stillen Erinnerung an die ewige Verbindung zwischen Mensch und Architektur. Die „Wandgestaltung für die Bertelsmann Kommandantur“ (2003) in Berlin verbindet das Historische mit dem Zeitgenössischen – ein eindringliches Spiel aus Farbe, Licht und Linien. Der „Große Vertikale Rhythmus“ (2008) in Langenfeld, dominiert mit seiner klaren geometrischen Struktur nicht nur den Raum, sondern macht auch den Puls der Stadt fühlbar. Jedes dieser Werke fordert nicht nur den Raum, in dem sie stehen, sondern auch die Zeit heraus. Sie fungieren wie dynamische Markierungen, die Macks Faszination für das Wechselspiel zwischen Kunst, Licht und der Bewegung des Lebens widerspiegeln – ein unermüdlicher Dialog zwischen Statik und Bewegung. Öffentlicher Raum




