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Künstler
Le Corbusier
Werk
Collage "Taureau"
Inventar-Nr.
AD-0015
Datierung
1959/62
Format
100 x 70 cm
Material
Zeitung und Tempera auf Papier
Merkmale
Unten in der Mitte signiert mit Bleistift
Provenienz
1959/62 Galerie Denise René
1989 Privatsammlung Andreas Deilmann
2017 Deilmann Stiftung
Über das Werk
Die Collage "Le Taureau" („Der Stier“) stammt von dem weltberühmten Architekten und Künstler Le Corbusier (1887–1965). Nur entfernt erinnert die Darstellung an einen Stier: Lediglich die an Hörner erinnernden Linien auf der rechten Bildseite verweisen auf das titelgebende Motiv. Diese sind eingebettet in ein freies Spiel schwarzer Tuschelinien, die farbig akzentuierte Zeitungsausschnitte in Grün, Rot und Gelb überlagern.
Aus dem Zusammenspiel von Farben, Formen und Linien entsteht eine ausgewogene, harmonische Gesamtkomposition. Trotz der ausgeprägten Flächigkeit der Collage vermittelt das Werk zugleich die Andeutung eines Raumes. Der Stier als Motiv diente Le Corbusier insbesondere in seinem malerischen Spätwerk immer wieder als Ausgangspunkt bildnerischer „Erforschungen“.
Ursprünglich absolvierte Le Corbusier eine Ausbildung in der Zeichenlehre, bevor er sich autodidaktisch zu einem der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts entwickelte. Zeichnung und Malerei blieben für ihn zeitlebens von zentraler Bedeutung. Sein künstlerisches Ziel war die Synthese von Malerei, Skulptur und Architektur. Während seine Architektur von Pragmatismus und Rationalität geprägt ist, dienten ihm Malerei und Zeichnung als Mittel des ästhetischen Erlebens und der Erforschung eines „plastischen Universums“.
Diese sogenannten „Recherchen“ bildeten die Grundlage seines künstlerischen Schaffens. Die Bedeutung von Malerei und Zeichnung für sein Lebenswerk brachte Le Corbusier selbst mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Jeder Tag meines Lebens war ein Stück weit dem Zeichnen gewidmet. Ich habe nie aufgehört zu malen, auf der Suche nach den Geheimnissen der Form, wo immer ich sie finden konnte. Der Schlüssel zu meinem Schaffen und meiner Forschung liegt nirgendwo anders […].“ (Le Corbusier in Jean Petit: Le Corbusier. Dessins, Genf 1968, o. S.).
Über das Werk - in kindgerechter Sprache
Diese Collage stammt von dem berühmten Architekten und Künstler Le Corbusier (1887–1965). Sie trägt den Titel "Le Taureau", das ist französisch und bedeutet „Der Stier“. Einen Stier erkennt man aber erst bei genauem Hinsehen und mit ein bisschen Fantasie. In der Collage finden sich immer mal wieder Hinweise, die auf einen Stier hindeuten. Rechts im Bild lassen sich zum Beispiel die Hörner entdecken. Schau dir die Collage mal ganz genau an. Erkennst du weitere Hinweise auf den hier verborgenen Stier?
Das Bild besteht aus vielen schwarzen Linien, die mit Tusche gezeichnet wurden. Dahinter hat Le Corbusier Zeitungsausschnitte geklebt und sie mit grüner, roter und gelber Farbe bemalt. So entsteht ein spannendes Zusammenspiel aus Farben, Formen und Linien. Obwohl das Bild flach ist, wirkt es fast so, als gäbe es darin einen Raum.
Stiere tauchen in vielen Bildern von Le Corbusier auf, besonders in seinen späteren Werken. Für ihn waren sie ein wichtiges Thema, mit dem er neue Formen und Ideen erforschte.
Bevor Le Corbusier Architekt wurde, lernte er zuerst das Zeichnen. Auch später hörte er nie damit auf. Zeichnen und Malen waren für ihn genauso wichtig wie das Bauen von Häusern. Er wollte Malerei, Skulptur und Architektur miteinander verbinden. Während seine Gebäude oft klar und praktisch sind, konnte er in seinen Zeichnungen und Bildern frei experimentieren und seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Le Corbusier selbst sagte einmal, dass er fast jeden Tag gezeichnet hat, um die Geheimnisse der Formen zu entdecken.
Über das Werk - in einfacher Sprache
Dieses Bild ist von einem Le Corbusier. Er war nicht nur Künstler. Er war auch Architekt. Er hat also nicht nur Bilder gemalt. Er hat auch viele Häuser gebaut. Le Corbusier lebt schon lange nicht mehr. Seine Häuser stehen aber noch heute.
Das Bild heißt "Le Taureau". Das ist Französisch. Auf Deutsch heißt das: Der Stier.
Man sieht viele schwarze Linien. Die Linien sind mit Tusche gemalt.
Man sieht auch Zeitungsausschnitte. Manche sind angemalt.
Die Farben sind: Grün. Rot. Gelb.
Rechts im Bild sind besondere Linien. Sie sehen aus wie Hörner. Darum denkt man an einen Stier. Erinnern dich auch andere Linien an den Stier? Sieh genau hin!
Das Bild ist flach. Trotzdem wirkt es so, als gäbe es einen Raum im Bild. Die Farben und Linien passen gut zusammen. Das Bild wirkt ruhig und harmonisch.
Le Corbusier malte oft Stiere. Der Stier war für ihn eine Idee. Mit dieser Idee probierte er neue Formen aus.
Le Corbusier lernte zuerst das Zeichnen. Später wurde er Architekt. Er zeichnete fast jeden Tag. Das war ihm sehr wichtig. Er wollte drei Dinge verbinden: Malerei. Skulptur. Architektur.
Das Zeichnen half ihm, neue Formen zu entdecken.

Le Corbusier
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