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  • Ausschreibung | Sammlung Deilmann

    Ausschreibung Diskurse der Malerei Jetzt bewerben AUFRUF ZU POSITIONEN Malerei ist ein Gespräch, das nie aufhört und an dem alle teilhaben sollen! Ein Pinselstrich antwortet dem nächsten, eine Farbe ruft eine Erinnerung wach, ein Motiv erzählt von seiner Entstehung. Mit unserer Ausstellungsreihe "Diskurse der Malerei" möchten wir zeigen, wie viele Wege es gibt, sich malerisch auszudrücken – und wie unterschiedlich Malerei auf ganz persönliche Weise ihren Weg in die Leben der Menschen findet. Die Ausstellungsreihe widmet sich zeitgenössischen malerischen Positionen und versteht Malerei als offenes Feld künstlerischer Auseinandersetzung. In wechselnden Präsentationen treten Werke, Raum und Betrachter:innen in einen fortlaufenden Dialog. Der Ausstellungsraum wird von Juni bis September für Kunststudierende aus Münster geöffnet. Ziel ist es, aktuelle malerische Positionen in einen kuratierten Ausstellungskontext einzubinden und Malerei als Medium, Haltung und Fragestellung sichtbar zu machen. Die Stiftung Die gemeinnützige Deilmann Stiftung engagiert sich in den Bereichen Kunst, Kultur und gesellschaftliche Bildung . Ein zentraler Bestandteil der Stiftungsarbeit ist die Sammlung Deilmann , die sich der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst widmet. Teilnahmeberechtigt sind Studierende , die zum Zeitpunkt der Bewerbung an der Kunstakademie Münster eingeschrieben sind. Zugelassen sind ausschließlich Arbeiten, die der Malerei zuzuordnen sind. Ein erweiterter Malereibegriff ist möglich, sofern dieser im Portfolio nachvollziehbar begründet wird. Pro Bewerbung können bis zu 10 Werke vorgestellt werden. Bewerbung Teilnahmebedingungen Die Bewerbung erfolgt per E-Mail in Form eines Portfolios. Nutze dafür gerne den oben stehenden Button! Bis spätestens zum Tagesende des 24. Mai 2026 kannst du uns deine Bewerbung einreichen. Checkliste zum Portfolio: PDF-Format (max. 20MB) enthält aussagekräftige Fotografien der eingereichten Werke enthält eine kurze Vita & eine Immatrikulationsbescheinigung Zu jedem Werk: Titel; Maße, Material & Technik; Gewicht (falls >10kg) Erläuterungen zur Arbeitsweise oder zu einzelnen Werken sind nicht erforderlich, können dem Portfolio aber beigefügt werden. Portfolio Werkauswahl Die Auswahl der Werke erfolgt durch eine Fachjury bestehend aus: Andreas Deilmann (Vorstandsvorsitzender der Deilmann Stiftung) Anna Deilmann (Kuratoin) Dr. Ludwika Lengert (Kunsthistorikerin) Justin Schwirz (Kulturbeauftragter der Deilmann Stiftung) Je nach Größe und Eignung können mehrere Arbeiten pro Bewerber:in ausgewählt werden. Ausstellungsdauer: Mitte Juni bis Ende September 2026 Versicherungsschutz der Werke über die Deilmann Stiftung Sammeltransport der Werke durch die Deilmann Stiftung Art- und fachgerechte Verpackung der Werke liegt bei den Studierenden. Ein Ausstellungshonorar kann nicht gezahlt werden. Hard Facts Kontakt Kontaktiere uns gerne über contact@sammlungdeilmann.de oder komm direkt bei uns vorbei: Sammlung Deilmann | Deilmannhof | Rothenburg 14 - 16 | 48143 Münster Rechts siehst du einen Grundriss des Ausstellungsraums. Fotos des Ausstellungsraums findest du weiter unten. Jetzt bewerben

  • Startseite | Sammlung Deilmann | Zeitgenössische Kunst | Rothenburg 16, Münster, Germany

    Willkommen in der Sammlung Deilmann im Deilmannhof Münster – erleben Sie moderne und zeitgenössische Kunst in einzigartigen Räumen. Entdecken Sie bedeutende Werke internationaler Künstler, visionäre Kunst-am-Bau-Projekte und spannende Ausstellungen. Informieren Sie sich über Besuchsmöglichkeiten und aktuelle Veranstaltungen. Fortsetzung der Reihe "Diskurse der Malerei" Ausschreibung Weitere Infos Willkommen in der neuen Ausstellung #3 – Diskurse der Malerei. Im Mittelpunkt von #3 steht die Vielfalt der Malerei: die unterschiedlichen Handschriften, Zugänge und Eindrücke, die sie bei jedem von uns hinterlassen kann. Den Auftakt hat der Maler Cornelius Völker übernommen. Nun öffnen wir den Raum für Kunststudierende aus Münster. Bewirb dich bis zum 24. Mai! Cornelius Völker "BLÜTEN" Neuerwerbung Neuerwerbung – jetzt in der Sammlung Deilmann Ihr Besuch in der Sammlung Deilmann Die Sammlung Deilmann Kooperationen Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden News Presse KÜNSTLER DER SAMMLUNG Alle Künstler Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden Bewerte uns auf google, wir würden uns freuen

  • Re+Aktion | Sammlung Deilmann

    Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Re+Aktion Mehr zum Projekt Re+Aktion – Ein Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Münster Mit dem Projekt Re+Aktion öffnet die Sammlung Deilmann ihre Ausstellungsräume für junge künstlerische Positionen und lädt Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums Münster dazu ein, sich aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt ist die direkte Begegnung mit den Werken der Sammlung: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit einzelnen Arbeiten auseinander, beobachten, analysieren und entwickeln darauf aufbauend eigene künstlerische Reaktionen. So entstehen vielseitige Arbeiten, die bestehende Motive aufgreifen, weiterdenken oder bewusst neue Perspektiven eröffnen. Re+Aktion versteht sich dabei als offener Denk- und Experimentierraum. Die entstandenen Werke treten in einen Dialog mit den Originalen – mal nah dran, mal als bewusster Gegenentwurf. Genau in diesem Spannungsfeld liegt der Reiz des Projekts: Es geht nicht nur um fertige Ergebnisse, sondern vor allem um den Prozess des Wahrnehmens, Hinterfragens und Weiterentwickelns. Die Ausstellung macht diese individuellen Zugänge sichtbar und lädt dazu ein, die Vielfalt der entstandenen Arbeiten zu entdecken. Alessandro o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier In meiner Arbeit habe ich bewusst mit symbolischen Elementen gearbeitet. Das Werk „Edith“ bezieht sich auf die biblische Erzählung von Sodom und Gomorra: Lots Frau blickt trotz des Verbots auf die brennende Stadt zurück und erstarrt zur Salzsäule. Diese Szene habe ich zeichnerisch umgesetzt. Auf DIN-A2-Papier habe ich die Komposition zunächst mit Bleistift angelegt und anschließend mit Kohle ausgearbeitet und schattiert. Durch die reduzierte, kontrastreiche Darstellung versuche ich, den Moment des Innehaltens und der Konsequenz sichtbar zu machen. Philip & Konrad Die endlose Sucht 40 x 50 x 30 cm Smartphone, Holz, Textil Unser Kunstwerk ist inspiriert von Rosa Barbas Arbeit „Uncertain Theme“, in der mechanische Bewegung und Licht zentrale Gestaltungselemente sind. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung ist die alltägliche Gewohnheit des endlosen Scrollens auf Social-Media-Plattformen wie TikTok. Für unsere Umsetzung haben wir eine Vorrichtung entwickelt, in der ein Smartphone fixiert ist und kontinuierlich Scrollbewegungen in einer Dauerschleife zeigt. Das Gerät wird so zu einer Art Maschine, die das repetitive Wischen automatisiert und sichtbar macht. Ähnlich wie bei Rosa Barba wird die Technik selbst zum Bestandteil des Kunstwerks. Die gleichförmige Bewegung erzeugt einen beinahe hypnotischen Rhythmus und verweist auf die Monotonie digitaler Nutzung. In der abgedunkelten Box fungiert das leuchtende Display als einzige Lichtquelle und zieht den Blick der Betrachtenden gezielt an. Unsere Arbeit macht die mechanischen und sich wiederholenden Abläufe hinter der Nutzung sozialer Medien sichtbar und hinterfragt die Selbstverständlichkeit, mit der diese in den Alltag integriert sind. Brandon o. T. 70 x 50 cm Fotodruck auf Papier In meiner Arbeit verwende ich echte Zeitungen als künstlerisches Material. Sie fungieren nicht mehr nur als alltägliche Objekte, sondern als Zeitdokumente und Träger politischer Inhalte. Die Zeitungen werden gestapelt und aneinandergereiht, bis ein Moment der Instabilität entsteht und eine einzelne Zeitung aus dem System herausfällt. Auf dieser ist ein politisches Thema abgebildet – in meinem Fall Donald Trump. Die Szene halte ich fotografisch fest. Der dunkle Hintergrund lenkt den Fokus auf das Geschehen und schafft eine ruhige, konzentrierte Bildwirkung. Der fallende Teil des Stapels steht sinnbildlich dafür, wie Krisen aus scheinbar stabilen Systemen hervortreten und plötzlich sichtbar werden. Lotte o. T. 12 x 16 x 9 (Figur); 14 x 15 x 13 (Sockel) Ton, Acryl Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Werk „Lichtflügel“ von Heinz Mack, dessen kühle, metallische Form mich besonders beeindruckt hat. Mein Ziel war es, ein bewusstes Gegenbild zu schaffen. Statt einer schützenden Hülle zeige ich einen fragmentierten, nackten Oberkörper aus Ton. Der Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem, organischem Material steht im Zentrum meiner Überlegungen. Der Körper ruht auf einem mehrschichtigen Sockel aus organischen Formen, der Wachstum und Natürlichkeit symbolisiert. Die ausgearbeiteten Muskeln verweisen auf gesellschaftliche Ideale von Stärke, wirken durch die Unvollständigkeit jedoch zugleich verletzlich. Nadia & Anna o. T. 100 x 47 cm Spiegel, Federn, Karton, Papier, Acryl Unser Kunstobjekt zeigt Engelsflügel, die mit zahlreichen Spiegelsteinen besetzt sind. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit den „Lichtflügeln“ von Adolf Luther, der Licht als eigenständiges künstlerisches Material verstand. Ähnlich wie bei Luther wird Licht auch in unserer Arbeit aktiv einbezogen: Die Spiegelsteine reflektieren das Umgebungslicht und werfen es in den Raum zurück. Dadurch entstehen wechselnde Lichtprojektionen, die das Werk je nach Perspektive verändern. Der Betrachter wird Teil der Installation, da sich das Erscheinungsbild durch Bewegung und Lichtverhältnisse ständig wandelt. Juliette & Anni o. T. 23 x 32 x 11 cm Ton, Acryl Wir haben uns für „Talking to Thunder“ von Julius von Bismarck entschieden, da uns die zunächst unscheinbare, aber inhaltlich vielschichtige Arbeit besonders angesprochen hat. Der Künstler setzt sich mit Naturgewalten auseinander und macht Blitze mithilfe technischer Mittel sichtbar. Ausgangspunkt war unter anderem eine Rentierherde, die durch einen Blitzeinschlag ums Leben kam. Unsere Reaktion greift diesen Zusammenhang auf: Wir haben ein Rentier modelliert, dessen Geweih aus Blitzen besteht. Die aufrechte Haltung symbolisiert die Kraft der Natur, die oft unterschätzt wird, während die ungewöhnliche Verbindung die verborgene Geschichte hinter dem Werk sichtbar macht. Diyar & Mohammed o. T. 40 x 41 x 25 cm Stein, Draht, Federn In Krickes Werk haben wir Formen erkannt, die uns an Federn erinnerten – insbesondere an die Spuren eines Kampfes zwischen Vögeln. Auch die Schattenwirkung der Skulptur haben wir in unsere Überlegungen einbezogen. Unsere Arbeit besteht aus schwarzen und weißen Federn, die mit Draht befestigt und geformt wurden. Die schwarzen Federn stehen für Zerstörung und Kampf, während die weißen einen Kontrast bilden und Aspekte von Freiheit und Leichtigkeit aufgreifen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Gewalt und Freiheit. Agata & Diana o. T. 70 x 50 cm Wolle, Acryl, Metall Wir haben uns mit dem Werk von Arman auseinandergesetzt, insbesondere mit seinem Umgang mit Alltagsgegenständen und den Themen Konsum und Akkumulation. Diese Aspekte übertragen wir auf den Überkonsum von Kleidung. Rote Wolle steht dabei symbolisch für textile Materialien. Durch das Anhäufen der Fäden machen wir Überfluss sichtbar. Die Arbeit überschreitet bewusst die Fläche und greift in den Raum aus, um zu zeigen, dass Konsum kein klares Ende kennt. Unterschiedliche Rottöne nehmen Bezug auf Armans Farbwelt. Mona Blüten auf der Wasseroberfläche 70 x 50 cm Aquarell, Kunststoff Das Werk zeigt Blüten, die auf einer Wasseroberfläche treiben und sich darin spiegeln. Die Spiegelung ist jedoch irritierend, da sie mehr Blüten zeigt, als tatsächlich vorhanden sind. So entsteht ein Spiel zwischen Realität und Illusion. Während der Hintergrund in weichen Aquarellverläufen gehalten ist, treten die Blüten plastisch hervor. Die Arbeit thematisiert Wahrnehmung und die Frage, inwieweit das Gesehene ein Abbild der Realität oder ein Produkt der Vorstellung ist. Elisabeth & Taiyaba o. T. 22 x 17 x 9 cm Ton, Acryl Unsere Arbeit setzt sich mit der „Victoire de Samothrace“ von Yves Klein auseinander, die für uns Stärke, Bewegung und Triumph verkörpert. Wir entwickeln bewusst eine Gegenposition: Statt Sieg und Erhabenheit thematisieren wir Scheitern und Fall. Unsere Figur – ein kniender Teufel mit gebrochenen Flügeln – steht im Kontrast zur aufrechten Göttin. Der fehlende Kopf verbindet beide Darstellungen und verstärkt die Symbolik. Die Materialwahl (Ton und rote Farbe) unterstreicht Körperlichkeit und Dramatik. Roman & Henri o. T. 21 x 30 cm Papier, Acryl Unser Kunstwerk bezieht sich auf das Gemälde „Blüten“ von Cornelius Völker. Besonders inspiriert hat uns die Farbigkeit und die ruhige, reflektierende Wasseroberfläche. Wir haben das Motiv als Paper Art umgesetzt: Gerollte Papierstreifen bilden die Wasserstruktur, während gefaltete Origami-Blüten eine zweite, plastische Ebene schaffen. Der entstehende 3D-Effekt verstärkt die Wirkung der Blüten. Inhaltlich stehen sie für Gedanken und Gefühle, die auftauchen und wieder vergehen. Jule o. T. 80 x 100 cm (Spiegel); 80 x 200 cm (Holzbrett) Glas, Papier, Acryl, Holz Ich habe mich mit Adolf Luthers „Lichtflügeln“ auseinandergesetzt, insbesondere mit ihrer Offenheit und Unbegrenztheit. Ausgehend vom Titel entwickelte ich eine Gegenposition: Statt Licht und Ordnung thematisiere ich Schatten und Auflösung. Motten dienen dabei als Symbol, da sie vom Licht angezogen werden. Die geordnete Spiegelstruktur Luthers wird in meiner Arbeit bewusst gebrochen und fragmentiert. Janek o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier Ich habe mich für den „Römischen Kopf“ entschieden, da mich seine inhaltliche Tiefe beeindruckt hat. In meiner Arbeit zeige ich eine Person mit einer Maske, die Glücklichkeit suggeriert, während das eigentliche Gesicht Traurigkeit ausdrückt. Die Zeichnung entstand auf DIN-A2-Papier: Die Figur wurde mit Bleistift ausgearbeitet, der Hintergrund mit Kohle gestaltet. So entsteht ein Kontrast zwischen äußerer Fassade und innerem Zustand. Takeshi & Leander Takt der Vernunft 50 x 70 cm Acryl auf Leinwand Die Grundlage unserer Arbeit bildet die Skulptur „Der singende Mann“. Der geöffnete Mund, die gespannte Körperhaltung und die geschlossene Sitzposition lassen eine Figur erkennen, die kraftvoll singt. Der Gesang wirkt emotional und dynamisch, wodurch eine Spannung zwischen äußerer Ruhe und innerer Energie entsteht. Diese Spannung diente als Ausgangspunkt für unsere Neuinterpretation in einem antiken Kontext. In der Antike spielte Musik eine bedeutende Rolle – auch im Zusammenhang mit Krieg, da sie Gemeinschaft stärkte, Mut vermittelte und Helden verherrlichte. Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns für Alexander den Großen als Motiv. Seine Persönlichkeit vereinte Bildung, strategische Intelligenz und militärische Stärke. Die Harfe steht in unserer Darstellung sowohl für Kultur und Harmonie als auch für die antreibende Kraft der Musik. Alexanders Gesang kann so als antiker Kriegsgesang verstanden werden. Paul Poesie der Hoffnung 50 x 70 cm Bleistift auf Papier Im Zentrum des Bildes steht eine angekettete Figur, aus deren Rücken weitere Gestalten hervorgehen. Zu ihren Füßen breiten sich chaotische, unstrukturierte Muster aus, während sich nach oben hin ein geordnetes, zentriertes System entwickelt, das aus einem Punkt zu entspringen scheint. Kontraste bilden das zentrale Gestaltungselement: Licht und Schatten, Ordnung und Chaos, Struktur und Auflösung, Gebundenheit und Wille. Trotz ihrer Fesselung strebt die Figur nach Freiheit. Zwischen Chaos und Ordnung bewegt sich ihr Zustand – zugleich tragisch und hoffnungsvoll. Alina Schuhstapel 40 x 50 cm Acryl auf Leinwand Ausgangspunkt meiner Arbeit war das Motiv eines Zeitungsstapels, wie er in den Werken von Cornelius Völker erscheint. Besonders beeindruckt hat mich seine farbintensive Darstellung eines eigentlich unscheinbaren Alltagsgegenstands. Während ich mir zum Original eine ruhige, isolierte Situation vorstellte – eine Person, die allein Zeit mit dem Lesen von Zeitungen verbringt –, wollte ich in meiner Arbeit bewusst das Gegenteil zeigen: gemeinsam verbrachte Zeit mit nahestehenden Menschen. Die dargestellten Schuhe fungieren dabei als indirekter Hinweis auf Anwesenheit und Begegnung – als Spuren eines sozialen Moments. Gavin o. T. 50 x 70 cm Buntstift, Bleistift, Papier, Acryl auf Karton Mein Werk bezieht sich auf ein unbetiteltes Bild von Markus Lüpertz, das eine schwer erkennbare Gesichtssilhouette vor einer strukturierten Hintergrundfläche zeigt. Die Darstellung wirkt, als sei das Gesicht im Bild eingeschlossen. Diesen Ansatz habe ich aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt: In meiner Arbeit scheint das Gesicht mit Ausdruck von Wut aus dem Bild auszubrechen. Ein Komplementärkontrast verstärkt diese Wirkung – Grün steht für das Gefangensein, Rot für Emotion, Energie und Ausbruch. Ergänzt wird die Darstellung durch eine Hand, die als Symbol für Handlung und aktive Teilhabe gelesen werden kann – auch im Sinne demokratischer Freiheit. Selina & Minoo Freiheit im Wandel 33 x 17 x 17,5 cm Ton, Acryl, Draht, Karton Unser Konzept orientiert sich an Yves Kleins Idee, Kunst aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und neu erfahrbar zu machen. Statt einer historischen Figur zeigen wir den Kreislauf der Natur. Im Mittelpunkt steht die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Sie verdeutlicht, dass Freiheit ein Prozess ist, der mit Veränderung einhergeht. Der blaue Schmetterling symbolisiert Unendlichkeit und das Überwinden von Grenzen. Die Arbeit wurde aus Ton modelliert und greift durch das Material bewusst die Tradition klassischer Skulptur auf. Felix & Felix o. T. 12 x 21 cm Getönte Folie Unsere Arbeit basiert auf dem Bild „ATAAA“ von Imi Knoebel. Wir haben das Motiv in transparente Streifen zerlegt und diese untereinander angeordnet. Die Installation ist so konzipiert, dass sie frei im Raum hängt und von Licht durchstrahlt wird. Durch die Überlagerung der transparenten Elemente entstehen neue Farbwirkungen und optische Effekte. Das Erscheinungsbild verändert sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall. Ziel war es, Farbe, Raum und Transparenz miteinander zu verbinden und das zweidimensionale Bild in eine räumliche Erfahrung zu überführen. Anna & Frieda Beauty to Beast 42 x 69 cm Acryl auf Karton Unser Werk „Beauty to Beast“ setzt sich mit der ambivalenten Wahrnehmung von Natur auseinander. Ausgangspunkt war die Arbeit „Talking to Thunder“, in der ein Blitz zunächst ruhig und beinahe friedlich erscheint. Diesen Eindruck haben wir bewusst umgekehrt: In unserer Darstellung steht der Blitz für Energie, Unkontrollierbarkeit und Zerstörungskraft. Intensive Farben im Zentrum treffen auf einen dunklen Hintergrund und erzeugen einen starken Hell-Dunkel-Kontrast. Die dynamischen Linien vermitteln Bewegung und Spannung, während das leuchtende Zentrum geballte Energie symbolisiert. Das Werk thematisiert die Nähe von Faszination und Gefahr und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur. Hannes & Moritz o. T. 75 x 110 cm Acryl auf Karton Ausgehend von der Form der „grünen Schlange“ entwickelten wir die Idee einer Rennbahn. Die geschwungene Linienführung erinnerte uns an eine Strecke, sodass sich diese Assoziation weiterentwickelte. Auch der Titel inspirierte uns: „Grüne Schlange“ kann, ähnlich wie bekannte Rennstrecken, als prägnanter Name verstanden werden. Im Arbeitsprozess haben wir verschiedene Ansätze geprüft und verworfen, bis wir mit der Rennbahn eine überzeugende und eigenständige Umsetzung gefunden haben. Halaz & Sevda o. T. 52,5 x 53,5 (Papier); 40 x 25,5 x 25,5 (Karton) Acryl, Papier, Ton, Karton Unsere Arbeit besteht aus zwei eigenständigen Teilen. Das erste Werk thematisiert Frauenrechte und zeigt einen weiblichen Körper ohne klar definiertes Gesicht. Dadurch entsteht Raum für Identifikation und individuelle Projektion. Die intime Darstellung nimmt Bezug auf das Werk „Zwei Grazien“. Das zweite Werk besteht aus einer schwarzen Kartonbox, deren Innenraum mit Zeitungsausschnitten gestaltet ist. Mehrere Öffnungen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel. Das zentrale Objekt aus Ton befindet sich im Inneren. Die bewusste Unperfektion verweist auf die Idee, dass auch Unvollkommenheit eine eigene Form von Ästhetik und Wahrheit besitzen kann. Leonard & Simon Sachlichkeit der Konstruktion 25 x 26 cm Metall, Holz Unser Werk versteht sich als Gegenentwurf zu Günther Ueckers „Poesie der Konstruktion“. Während Ueckers Arbeiten von Bewegung und Dynamik geprägt sind, setzen wir auf Ruhe und Struktur. Die Nägel sind in einer gleichmäßigen, kontrollierten Form angeordnet, wodurch eine ruhigere Wellenbewegung entsteht. Die handwerkliche Umsetzung stellte eine Herausforderung dar, da Präzision erforderlich war. Kleine Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar, beeinträchtigen jedoch nicht die Gesamtwirkung, sondern unterstreichen den manuellen Prozess. Dilav & Anna Im Dazwischen 70 x 50 cm Acryl, Karton auf Leinwand Das Werk zeigt eine Leinwand mit einem vielschichtigen blauen Hintergrund, der durch unterschiedliche Farbnuancen und sichtbare Pinselspuren lebendig wirkt. Darauf sind plastische Schmetterlinge angeordnet, die sich in Größe und Farbigkeit unterscheiden. Ihre dreidimensionale Gestaltung lässt sie deutlich hervortreten. So entsteht eine Komposition, die Bewegung, Leichtigkeit und Vielfalt vermittelt. Wadim & Adam o. T. 42 x 30 cm Fotodruck auf Papier In unserem Projekt haben wir den Effekt des Siebdrucks digital umgesetzt, um die Möglichkeiten digitaler Gestaltung zu untersuchen. Ausgangspunkt war ein fotografisches Selbstporträt, dessen Konturen wir digital nachgezeichnet und bewusst verschoben haben. Dadurch entsteht der charakteristische Versatz des Siebdrucks. Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß und die Ergänzung intensiver Farbflächen entwickelt sich eine klare, plakative Bildsprache. Diese orientiert sich an der Pop Art, insbesondere an den Arbeiten von Andy Warhol. Unser Ziel war es, analoge Druckästhetik in ein digitales Verfahren zu übertragen. Neuerwerbung

  • KLAUS FUSSMANN

    FUSSMANN 2 Künstler Klaus Fußmann Werk Inventar-Nr. AD-0021 Datierung Format Material Merkmale Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Klaus Fußmann Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • FRED THIELER

    THIELER 2 Informelle Komposition Künstler Fred Thieler Werk Informelle Komposition Inventar-Nr. AD-0063 Datierung 1973 Format 132 x 288 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Arbeit für die Dokumenta Provenienz 2019 Deilmann Stiftung Über das Werk Das Gemälde von Fred Thieler ist ein eindrucksvolles Beispiel für gegenstandslose Kunst. Auf der Leinwand sind keine klaren Figuren oder Landschaften zu erkennen. Stattdessen bestehen die Formen aus kräftigen Farben, dynamischen Linien und energiegeladenen Kompositionen. Mal wirken sie geordnet, mal chaotisch. Sie öffnen einen Raum für Emotionen und eigene Gedanken. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Maler, sondern auch Widerstandskämpfer. Im Zweiten Weltkrieg stellte er sich mutig gegen das nationalsozialistische Regime: Er rettete seine jüdische Mutter, half Verfolgten und stand in Kontakt mit Mitgliedern der Weißen Rose. Diese Erfahrungen prägten sein Leben und sein Werk. Seine Kunst ist Ausdruck von Freiheit und Haltung – ein stiller, aber eindringlicher Widerstand gegen Unterdrückung. Nach dem Krieg entwickelte Thieler eine eigene abstrakte Bildsprache. Seine Malerei lebt von kräftigen Farben, dynamischen Bewegungen und energischen Kompositionen. Sie spiegelt die Zerrissenheit der Nachkriegszeit wider, aber auch den Mut, Neues zu wagen. Thieler arbeitete expressiv und experimentell. Seine Bilder sind mehr als nur Farbfelder: Sie sind emotionale Landschaften. Jede Linie, jeder Pinselstrich erzählt von Schmerz, Freude, Angst oder Hoffnung. In ihnen verbindet sich persönliche Erfahrung mit allgemeiner Geschichte. Thielers Werk regt dazu an, über Freiheit, Identität und Widerstand nachzudenken – und in der Sprache der abstrakten Kunst Antworten auf das Menschsein zu suchen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Weil das Gemälde von Fred Thieler keine Menschen, Landschaften oder überhaupt etwas konkret erkennbares zeigt, nennt man diese Art der Kunst auch "gegenstandslose Kunst". Stattdessen besteht das Bild aus vielen bunten Farben, Linien und Formen. Mal wirken sie ruhig und geordnet, mal wild und chaotisch. So entsteht ein Bild, das Gefühle weckt und die Fantasie anregt. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer: Für Gerechtigkeit und Freiheit. Während des Zweiten Weltkriegs half er Menschen in Not, rettete seine Mutter und setzte sich gegen Unrecht ein. Diese Erfahrungen haben seine Kunst geprägt. In seinen Bildern kann man sehen, wie wichtig Freiheit und Mut für ihn waren. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art: Er nutzte starke Farben und bewegte Formen, um seinen Gefühlen einen kreativen Ausdruck zu verleihen. Seine Bilder zeigen manchmal die schwierige Zeit nach dem Krieg, aber auch Hoffnung und Mut, Neues zu wagen. Seine Kunst erzählt Geschichten über Freude, Angst, Schmerz oder Hoffnung. Jeder Pinselstrich ist wie ein Stück von Thielers Leben. Die Bilder laden dazu ein, über Freiheit, Mut und das Leben nachzudenken – und darüber, wie man die Welt mit eigenen Augen sehen kann. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Bild von Fred Thieler zeigt keine Menschen, Tiere oder Landschaften. Deshalb nennt man diese Kunst „gegenstandslose Kunst“. Auf der Leinwand sieht man nur Farben, Linien und Formen. Manchmal wirken sie ruhig und ordentlich. Manchmal wild und durcheinander. So kann das Bild Gefühle wecken und die Fantasie anregen. Fred Thieler war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer. Im Zweiten Weltkrieg half er Menschen in Not. Er rettete auch seine Mutter. Diese Erfahrungen haben ihn immer begleitet. Für den Künstler waren Freiheit und Gerechtigkeit sehr wichtig. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art. Er nutzte kräftige Farben und bewegte Formen, um seine Gefühle zu zeigen. Die Bilder erzählen von schweren Zeiten. Sie erzählen aber auch von Hoffnung und Mut. Seine Bilder sprechen über Freude, Angst, Schmerz und Hoffnung. Jeder Pinselstrich erzählt ein Stück von Thielers Leben. Fred Thieler Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • GÜNTHER UECKER

    UECKER 2 Der Nagel Künstler Günther Uecker Werk Der Nagel Inventar-Nr. AD-0066 Datierung 1989 Format 178 x 8 cam Material Stahl Merkmale Gestempelt "Uecker", Auflage 100 Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Günther Uecker Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • JULIUS VON BISMARCK

    BISMARCK Talking to Thunder Künstler Julius von Bismarck Werk Talking to Thunder Inventar-Nr. AD-0009 Datierung 2017 Format 225 x 150 cm Material Fine-Art-Druck auf Photo Rag Baryta Merkmale - Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Über das Werk Das Werk "Talking to Thunder" von Julius von Bismarck ist eine Fotografie, die den Moment eines Blitzeinschlags in einer tropischen Landschaft festhält. Auffällig ist der Gegensatz zwischen Motiv und Wirkung: Während ein Blitz üblicherweise mit Gefahr, Gewalt und Zerstörung verbunden wird, zeigt das Bild eine stille, fast meditative Atmosphäre – als würde man in eine helle Sonne blicken. Für die Entstehung des Werkes begab sich Julius von Bismarck auf eine tropische Insel. Dort schoss er Raketen in die Luft, um das Klima gezielt zu beeinflussen und Blitze hervorzurufen. Selbst saß er dabei geschützt in einem faradayschen Käfig, der ihn vor den Entladungen abschirmte. So gelang es ihm, das Unberechenbare – den Blitz als Sinnbild unkontrollierbarer Energie – künstlich heraufzubeschwören und in eine künstlerische Form zu übertragen. Mit "Talking to Thunder" setzt von Bismarck die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Natur fort. Die Arbeit wirft Fragen auf: Wie weit darf der Mensch in natürliche Prozesse eingreifen? Ist es möglich, Naturgewalten vollständig zu beherrschen, oder zeigt sich gerade in ihrem Bild die Grenze menschlicher Kontrolle? Der Blitz erscheint hier nicht zerstörerisch, sondern still und erhaben – und führt so vor Augen, wie sehr Wahrnehmung unsere Vorstellung von Wirklichkeit bestimmt. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Das Kunstwerk "Talking to Thunder" (Mit Blitzen sprechen) zeigt ein Foto von einem Blitzeinschlag. Normalerweise denkt man bei einem Blitz an etwas Gefährliches oder Zerstörerisches. Doch auf diesem Bild wirkt der Blitz ganz anders: ruhig, friedlich und fast so, als würde man in die Sonne schauen. Um das Foto zu machen, reiste der Künstler Julius von Bismarck auf eine tropische Insel. Dort schoss er kleine Raketen in den Himmel und veränderte damit für eine kurze Zeit das Klima. Dadurch konnten echte Blitze entstehen. Damit ihm dabei nichts passierte, saß er in einem besonderen Käfig (genannt "faradayscher Käfig"), der ihn vor den Blitzen schützte. Mit diesem Werk möchte Julius von Bismarck zeigen, wie spannend und geheimnisvoll, aber vor allem wie mächtig die Natur ist. Es stellt Fragen wie: Was passiert, wenn wir versuchen die Natur zu kontrollieren? Wird sie uns gehorchen oder uns zeigen, dass wir sie unterschätzen? Der Blitz in diesem Bild wirkt nicht bedrohlich, sondern beeindruckend und schön. Er lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie wir die Natur sehen – und wie sehr unsere Wahrnehmung bestimmt, ob wir etwas als gefährlich oder friedlich empfinden. Über das Werk - in einfacher Sprache Dieses Kunstwerk ist ein Foto von einem Blitz. Eigentlich ist ein Blitz laut. Ein Blitz ist gefährlich. Ein Blitz kann Dinge zerstören. Auf diesem Foto sieht der Blitz anders aus: ruhig, friedlich und fast wie die Sonne. Für das Foto reiste der Künstler Julius von Bismarck auf eine Insel in den Tropen. Er schoss kleine Raketen in den Himmel. Dadurch veränderte sich kurz das Wetter. Echte Blitze entstanden. Julius von Bismarck war aber nicht in Gefahr. Er saß in einem besonderen Käfig. Dieser Käfig schützte ihn vor den Blitzen. Mit seinem Werk zeigt Julius von Bismarck: Die Natur ist sehr stark. Er stellt die Fragen: Können wir die Natur kontrollieren? Oder unterschätzen wir die Natur? Julius von Bismarck Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • AGAM

    AGAM Polymorph Künstler Yaacov Agam Werk Polymorph Inventar-Nr. AD-0001 Datierung - Format 40 x 52 cm Material 3D Bild Merkmale Provenienz 2018 Deilmann Stiftung Yaacov Agam Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • ADOLF LUTHER

    LUTHER 1 Linsenobjekt Künstler Adolf Luther Werk Linsenobjekt Inventar-Nr. AD-0044 Datierung 1976 Format 60 x 15 cm Material 2 konkave Linsen mit Rahmen Merkmale Signiert und datiert Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Adolf Luther Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • ADOLF LUTHER

    LUTHER 2 Lichtfügel Künstler Adolf Luther Werk Lichtfügel Inventar-Nr. AD-0045 Datierung 1973 Format 240 x 100 cm Material Aluminiumblech auf Chrom / Luxkarton in Plexiglasrahmen Merkmale Provenienz 2017 Deilmann Stiftung Über das Werk Das Werk „Lichtflügel“ von Adolph Luther besteht aus einem Plexiglasrahmen, dessen Grundfläche ein Spiegel bildet. Darüber befinden sich drei Einheiten, die wie ein Tryptichon angeordnet sind und selbst wie eigene Rahmen wirken. In diesen Einheiten sind streifenförmige Hohlspiegel eingefasst, die teilweise transparent sind. Dadurch entsteht eine Art Lamellenform, in der sich sowohl das Licht als auch der Betrachter selbst widerspiegelt. Die hohlen Spiegel und die Lamellen führen dazu, dass das Spiegelbild teilweise auf den Kopf gestellt und zerteilt wird. Je nachdem, wie nah man am Werk steht, verändert sich die Reflexion und das Bild wird zu einem dynamischen, sich ständig verändernden Erlebnis. Sowohl in den Hohlspiegeln als auch in der Spiegelfläche an der Rückwand kann man sich selbst und das Licht sehen – aber immer in wechselnden Formen und Fragmenten. Adolph Luther (1912–1990) begann seine berufliche Laufbahn als Jurist, bevor er 1957 die Richterlaufbahn zugunsten der Kunst aufgab. Seine wissenschaftliche Ausbildung in Rechtswissenschaften prägte seinen analytischen und präzisen Zugang zur Kunst. Mit dieser rationalen Herangehensweise und einer Leidenschaft für Licht und Technik entwickelte Luther Werke, die ästhetische Klarheit mit technischer Innovation verbinden. Mit seinen Hohlspiegelobjekten, Lichtinstallationen und später Laserarbeiten hinterfragt er die Wahrnehmung des Betrachters und integriert die Werke aktiv in den Raum. Durch die gezielte Brechung und Spiegelung von Licht entstehen dynamische Effekte, die den Raum selbst verändern und den Betrachter in das Werk einbeziehen. „Lichtflügel“ zeigt Luthers Fähigkeit, Raum, Licht und Reflexion zu einem interaktiven Erlebnis zu verbinden. Die Spiegelobjekte gehen über einfache Reflexion hinaus, indem sie die Umgebung verzerren, den Betrachter einbeziehen und eine kontinuierliche Wechselwirkung zwischen Realität und künstlerischer Wahrnehmung erzeugen. Luthers Arbeiten machen Licht zu einer aktiven, formenden Kraft und lassen den Betrachter die Essenz der Wahrnehmung selbst erleben. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Das Kunstwerk „Lichtflügel“ von Adolph Luther ist wie ein magischer Spiegelkasten. Die Grundfläche besteht aus einem Spiegel, darüber sind drei Rahmen, die wie kleine Fenster angeordnet sind. In diesen Rahmen stecken streifenförmige Hohlspiegel, die teilweise durchsichtig sind. Zusammen sehen sie aus wie Lamellen, also kleine schmale Flächen, die das Licht und den Betrachter spiegeln. Wenn man in die Spiegel schaut, wird das eigene Spiegelbild manchmal auf den Kopf gestellt oder in Stücke zerlegt. Je nachdem, wie nah man an das Werk herangeht, sieht alles anders aus – mal zersplittert, mal wie ein Wirbel aus Licht. Man sieht sich selbst und das Licht auf immer neue, überraschende Weise. Adolph Luther (1912–1990) war zuerst Jurist, also jemand, der mit Gesetzen arbeitet. 1957 entschied er sich aber, Künstler zu werden, weil er sich für Licht und Technik begeisterte. Mit seinen Spiegelobjekten, Lichtinstallationen und später auch Laserarbeiten wollte er zeigen, wie Licht den Raum verändern kann. Mit „Lichtflügel“ lädt er die Betrachter ein, selbst Teil des Kunstwerks zu werden. Die Spiegel verzerren und verändern, was man sieht, und machen das Betrachten zu einem spannenden Erlebnis. So wird Licht zu etwas, das formt, spielt und überrascht, und man merkt: Wie wir die Welt sehen, hängt auch davon ab, wie wir darauf schauen. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Kunstwerk „Lichtflügel“ besteht aus einem Rahmen aus Plexiglas. Darin ist ein flacher Spiegel. Über dem flachen Spiegel sind drei Boxen, die wie eigene Fenster aussehen. In diesen Boxen sind gebogene Spiegel befestigt. Sie sehen aus wie Streifen. Diese Spiegel sind teilweise durchsichtig. Darin spiegelt sich das Licht. Man spiegelt sich auch selbst darin. Die Spiegel stellen das Spiegelbild manchmal auf den Kopf. Manchmal wird das Spiegelbild in Stücke geteilt. Das Spiegelbild verändert sich wenn man nah davor steht. Es verändert sich auch, wenn man weiter weg steht. Das Spiegelbild verändert sich, wenn du dich davor bewegst. Adolph Luther war zuerst Jurist und arbeitete mit Gesetzen. Später entschied er sich, Künstler zu werden. Er liebte Licht, Technik und Experimente. Mit seinen Spiegeln wollte er zeigen, wie Licht und Raum sich verändern können. Bei „Lichtflügel“ wird der Betrachter selbst Teil des Kunstwerks. Die Spiegel verzerren das Bild. Das Schauen ist dadurch spannend und überraschend. So zeigt Luther, dass sehen immer auch eine Erfahrung ist. Adolf Luther Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

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