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Cornelius Völker, _Blüten_, 2024, 160 x 240 cm, Öl auf Leinwand _ Sammlung Deilmann

Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium

Re+Aktion – Ein Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Münster


Mit dem Projekt Re+Aktion öffnet die Sammlung Deilmann ihre Ausstellungsräume für junge künstlerische Positionen und lädt Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums Münster dazu ein, sich aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen.


Ausgangspunkt ist die direkte Begegnung mit den Werken der Sammlung: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit einzelnen Arbeiten auseinander, beobachten, analysieren und entwickeln darauf aufbauend eigene künstlerische Reaktionen. So entstehen vielseitige Arbeiten, die bestehende Motive aufgreifen, weiterdenken oder bewusst neue Perspektiven eröffnen.

Re+Aktion versteht sich dabei als offener Denk- und Experimentierraum. Die entstandenen Werke treten in einen Dialog mit den Originalen – mal nah dran, mal als bewusster Gegenentwurf. Genau in diesem Spannungsfeld liegt der Reiz des Projekts: Es geht nicht nur um fertige Ergebnisse, sondern vor allem um den Prozess des Wahrnehmens, Hinterfragens und Weiterentwickelns.

Die Ausstellung macht diese individuellen Zugänge sichtbar und lädt dazu ein, die Vielfalt der entstandenen Arbeiten zu entdecken.

Alessandro


o. T. 

50 x 70 cm

Bleistift & Kohle auf Papier

In meiner Arbeit habe ich bewusst mit symbolischen Elementen gearbeitet. Das Werk „Edith“ bezieht sich auf die biblische Erzählung von Sodom und Gomorra: Lots Frau blickt trotz des Verbots auf die brennende Stadt zurück und erstarrt zur Salzsäule. Diese Szene habe ich zeichnerisch umgesetzt. Auf DIN-A2-Papier habe ich die Komposition zunächst mit Bleistift angelegt und anschließend mit Kohle ausgearbeitet und schattiert. Durch die reduzierte, kontrastreiche Darstellung versuche ich, den Moment des Innehaltens und der Konsequenz sichtbar zu machen.

Philip & Konrad


Die endlose Sucht

40 x 50 x 30 cm

Smartphone, Holz, Textil

Unser Kunstwerk ist inspiriert von Rosa Barbas Arbeit „Uncertain Theme“, in der mechanische Bewegung und Licht zentrale Gestaltungselemente sind. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung ist die alltägliche Gewohnheit des endlosen Scrollens auf Social-Media-Plattformen wie TikTok.


Für unsere Umsetzung haben wir eine Vorrichtung entwickelt, in der ein Smartphone fixiert ist und kontinuierlich Scrollbewegungen in einer Dauerschleife zeigt. Das Gerät wird so zu einer Art Maschine, die das repetitive Wischen automatisiert und sichtbar macht.


Ähnlich wie bei Rosa Barba wird die Technik selbst zum Bestandteil des Kunstwerks. Die gleichförmige Bewegung erzeugt einen beinahe hypnotischen Rhythmus und verweist auf die Monotonie digitaler Nutzung. In der abgedunkelten Box fungiert das leuchtende Display als einzige Lichtquelle und zieht den Blick der Betrachtenden gezielt an.


Unsere Arbeit macht die mechanischen und sich wiederholenden Abläufe hinter der Nutzung sozialer Medien sichtbar und hinterfragt die Selbstverständlichkeit, mit der diese in den Alltag integriert sind.

Brandon


o. T. 

70 x 50 cm

Fotodruck auf Papier

In meiner Arbeit verwende ich echte Zeitungen als künstlerisches Material. Sie fungieren nicht mehr nur als alltägliche Objekte, sondern als Zeitdokumente und Träger politischer Inhalte.
Die Zeitungen werden gestapelt und aneinandergereiht, bis ein Moment der Instabilität entsteht und eine einzelne Zeitung aus dem System herausfällt. Auf dieser ist ein politisches Thema abgebildet – in meinem Fall Donald Trump.
Die Szene halte ich fotografisch fest. Der dunkle Hintergrund lenkt den Fokus auf das Geschehen und schafft eine ruhige, konzentrierte Bildwirkung. Der fallende Teil des Stapels steht sinnbildlich dafür, wie Krisen aus scheinbar stabilen Systemen hervortreten und plötzlich sichtbar werden.

Lotte


o. T. 

12 x 16 x 9 (Figur); 14 x 15 x 13 (Sockel)

Ton, Acryl

Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Werk „Lichtflügel“ von Heinz Mack, dessen kühle, metallische Form mich besonders beeindruckt hat. Mein Ziel war es, ein bewusstes Gegenbild zu schaffen.
Statt einer schützenden Hülle zeige ich einen fragmentierten, nackten Oberkörper aus Ton. Der Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem, organischem Material steht im Zentrum meiner Überlegungen.
Der Körper ruht auf einem mehrschichtigen Sockel aus organischen Formen, der Wachstum und Natürlichkeit symbolisiert. Die ausgearbeiteten Muskeln verweisen auf gesellschaftliche Ideale von Stärke, wirken durch die Unvollständigkeit jedoch zugleich verletzlich.

Nadia & Anna


o. T. 

100 x 47 cm

Spiegel, Federn, Karton, Papier, Acryl

Unser Kunstobjekt zeigt Engelsflügel, die mit zahlreichen Spiegelsteinen besetzt sind. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit den „Lichtflügeln“ von Adolf Luther, der Licht als eigenständiges künstlerisches Material verstand.
Ähnlich wie bei Luther wird Licht auch in unserer Arbeit aktiv einbezogen: Die Spiegelsteine reflektieren das Umgebungslicht und werfen es in den Raum zurück. Dadurch entstehen wechselnde Lichtprojektionen, die das Werk je nach Perspektive verändern.
Der Betrachter wird Teil der Installation, da sich das Erscheinungsbild durch Bewegung und Lichtverhältnisse ständig wandelt.

Juliette & Anni


o. T. 

23 x 32 x 11 cm

Ton, Acryl

Wir haben uns für „Talking to Thunder“ von Julius von Bismarck entschieden, da uns die zunächst unscheinbare, aber inhaltlich vielschichtige Arbeit besonders angesprochen hat.
Der Künstler setzt sich mit Naturgewalten auseinander und macht Blitze mithilfe technischer Mittel sichtbar. Ausgangspunkt war unter anderem eine Rentierherde, die durch einen Blitzeinschlag ums Leben kam.
Unsere Reaktion greift diesen Zusammenhang auf: Wir haben ein Rentier modelliert, dessen Geweih aus Blitzen besteht. Die aufrechte Haltung symbolisiert die Kraft der Natur, die oft unterschätzt wird, während die ungewöhnliche Verbindung die verborgene Geschichte hinter dem Werk sichtbar macht.

Diyar & Mohammed


o. T. 

40 x 41 x 25 cm

Stein, Draht, Federn

In Krickes Werk haben wir Formen erkannt, die uns an Federn erinnerten – insbesondere an die Spuren eines Kampfes zwischen Vögeln. Auch die Schattenwirkung der Skulptur haben wir in unsere Überlegungen einbezogen.
Unsere Arbeit besteht aus schwarzen und weißen Federn, die mit Draht befestigt und geformt wurden. Die schwarzen Federn stehen für Zerstörung und Kampf, während die weißen einen Kontrast bilden und Aspekte von Freiheit und Leichtigkeit aufgreifen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Gewalt und Freiheit.

Agata & Diana


o. T. 

70 x 50 cm

Wolle, Acryl, Metall

Wir haben uns mit dem Werk von Arman auseinandergesetzt, insbesondere mit seinem Umgang mit Alltagsgegenständen und den Themen Konsum und Akkumulation.
Diese Aspekte übertragen wir auf den Überkonsum von Kleidung. Rote Wolle steht dabei symbolisch für textile Materialien. Durch das Anhäufen der Fäden machen wir Überfluss sichtbar.
Die Arbeit überschreitet bewusst die Fläche und greift in den Raum aus, um zu zeigen, dass Konsum kein klares Ende kennt. Unterschiedliche Rottöne nehmen Bezug auf Armans Farbwelt.

Mona


Blüten auf der Wasseroberfläche

70 x 50 cm

Aquarell, Kunststoff

Das Werk zeigt Blüten, die auf einer Wasseroberfläche treiben und sich darin spiegeln. Die Spiegelung ist jedoch irritierend, da sie mehr Blüten zeigt, als tatsächlich vorhanden sind.
So entsteht ein Spiel zwischen Realität und Illusion. Während der Hintergrund in weichen Aquarellverläufen gehalten ist, treten die Blüten plastisch hervor.
Die Arbeit thematisiert Wahrnehmung und die Frage, inwieweit das Gesehene ein Abbild der Realität oder ein Produkt der Vorstellung ist.

Elisabeth & Taiyaba


o. T. 

22 x 17 x 9 cm

Ton, Acryl

Unsere Arbeit setzt sich mit der „Victoire de Samothrace“ von Yves Klein auseinander, die für uns Stärke, Bewegung und Triumph verkörpert.
Wir entwickeln bewusst eine Gegenposition: Statt Sieg und Erhabenheit thematisieren wir Scheitern und Fall. Unsere Figur – ein kniender Teufel mit gebrochenen Flügeln – steht im Kontrast zur aufrechten Göttin.
Der fehlende Kopf verbindet beide Darstellungen und verstärkt die Symbolik. Die Materialwahl (Ton und rote Farbe) unterstreicht Körperlichkeit und Dramatik.

Roman & Henri


o. T. 

21 x 30 cm

Papier, Acryl

Unser Kunstwerk bezieht sich auf das Gemälde „Blüten“ von Cornelius Völker. Besonders inspiriert hat uns die Farbigkeit und die ruhige, reflektierende Wasseroberfläche.
Wir haben das Motiv als Paper Art umgesetzt: Gerollte Papierstreifen bilden die Wasserstruktur, während gefaltete Origami-Blüten eine zweite, plastische Ebene schaffen.
Der entstehende 3D-Effekt verstärkt die Wirkung der Blüten. Inhaltlich stehen sie für Gedanken und Gefühle, die auftauchen und wieder vergehen.

Jule


o. T. 

80 x 100 cm (Spiegel); 80 x 200 cm (Holzbrett)

Glas, Papier, Acryl, Holz

Ich habe mich mit Adolf Luthers „Lichtflügeln“ auseinandergesetzt, insbesondere mit ihrer Offenheit und Unbegrenztheit.
Ausgehend vom Titel entwickelte ich eine Gegenposition: Statt Licht und Ordnung thematisiere ich Schatten und Auflösung. Motten dienen dabei als Symbol, da sie vom Licht angezogen werden.
Die geordnete Spiegelstruktur Luthers wird in meiner Arbeit bewusst gebrochen und fragmentiert.

Janek


o. T. 

50 x 70 cm

Bleistift & Kohle auf Papier

Ich habe mich für den „Römischen Kopf“ entschieden, da mich seine inhaltliche Tiefe beeindruckt hat.
In meiner Arbeit zeige ich eine Person mit einer Maske, die Glücklichkeit suggeriert, während das eigentliche Gesicht Traurigkeit ausdrückt.
Die Zeichnung entstand auf DIN-A2-Papier: Die Figur wurde mit Bleistift ausgearbeitet, der Hintergrund mit Kohle gestaltet. So entsteht ein Kontrast zwischen äußerer Fassade und innerem Zustand.

Takeshi & Leander


Takt der Vernunft 

50 x 70 cm

Acryl auf Leinwand

Die Grundlage unserer Arbeit bildet die Skulptur „Der singende Mann“. Der geöffnete Mund, die gespannte Körperhaltung und die geschlossene Sitzposition lassen eine Figur erkennen, die kraftvoll singt. Der Gesang wirkt emotional und dynamisch, wodurch eine Spannung zwischen äußerer Ruhe und innerer Energie entsteht.
Diese Spannung diente als Ausgangspunkt für unsere Neuinterpretation in einem antiken Kontext. In der Antike spielte Musik eine bedeutende Rolle – auch im Zusammenhang mit Krieg, da sie Gemeinschaft stärkte, Mut vermittelte und Helden verherrlichte.
Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns für Alexander den Großen als Motiv. Seine Persönlichkeit vereinte Bildung, strategische Intelligenz und militärische Stärke. Die Harfe steht in unserer Darstellung sowohl für Kultur und Harmonie als auch für die antreibende Kraft der Musik. Alexanders Gesang kann so als antiker Kriegsgesang verstanden werden.

Paul


Poesie der Hoffnung 

50 x 70 cm

Bleistift auf Papier

Im Zentrum des Bildes steht eine angekettete Figur, aus deren Rücken weitere Gestalten hervorgehen. Zu ihren Füßen breiten sich chaotische, unstrukturierte Muster aus, während sich nach oben hin ein geordnetes, zentriertes System entwickelt, das aus einem Punkt zu entspringen scheint.
Kontraste bilden das zentrale Gestaltungselement: Licht und Schatten, Ordnung und Chaos, Struktur und Auflösung, Gebundenheit und Wille. Trotz ihrer Fesselung strebt die Figur nach Freiheit. Zwischen Chaos und Ordnung bewegt sich ihr Zustand – zugleich tragisch und hoffnungsvoll.

Alina


Schuhstapel 

40 x 50 cm

Acryl auf Leinwand

Ausgangspunkt meiner Arbeit war das Motiv eines Zeitungsstapels, wie er in den Werken von Cornelius Völker erscheint. Besonders beeindruckt hat mich seine farbintensive Darstellung eines eigentlich unscheinbaren Alltagsgegenstands.
Während ich mir zum Original eine ruhige, isolierte Situation vorstellte – eine Person, die allein Zeit mit dem Lesen von Zeitungen verbringt –, wollte ich in meiner Arbeit bewusst das Gegenteil zeigen: gemeinsam verbrachte Zeit mit nahestehenden Menschen.
Die dargestellten Schuhe fungieren dabei als indirekter Hinweis auf Anwesenheit und Begegnung – als Spuren eines sozialen Moments.

Gavin


o. T. 

50 x 70 cm

Buntstift, Bleistift, Papier, Acryl auf Karton

Mein Werk bezieht sich auf ein unbetiteltes Bild von Markus Lüpertz, das eine schwer erkennbare Gesichtssilhouette vor einer strukturierten Hintergrundfläche zeigt. Die Darstellung wirkt, als sei das Gesicht im Bild eingeschlossen.
Diesen Ansatz habe ich aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt: In meiner Arbeit scheint das Gesicht mit Ausdruck von Wut aus dem Bild auszubrechen. Ein Komplementärkontrast verstärkt diese Wirkung – Grün steht für das Gefangensein, Rot für Emotion, Energie und Ausbruch.
Ergänzt wird die Darstellung durch eine Hand, die als Symbol für Handlung und aktive Teilhabe gelesen werden kann – auch im Sinne demokratischer Freiheit.

Selina & Minoo


Freiheit im Wandel 

33 x 17 x 17,5 cm

Ton, Acryl, Draht, Karton

Unser Konzept orientiert sich an Yves Kleins Idee, Kunst aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und neu erfahrbar zu machen. Statt einer historischen Figur zeigen wir den Kreislauf der Natur.
Im Mittelpunkt steht die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Sie verdeutlicht, dass Freiheit ein Prozess ist, der mit Veränderung einhergeht. Der blaue Schmetterling symbolisiert Unendlichkeit und das Überwinden von Grenzen.
Die Arbeit wurde aus Ton modelliert und greift durch das Material bewusst die Tradition klassischer Skulptur auf.

Felix & Felix


o. T. 

12 x 21 cm

Getönte Folie

Unsere Arbeit basiert auf dem Bild „ATAAA“ von Imi Knoebel. Wir haben das Motiv in transparente Streifen zerlegt und diese untereinander angeordnet.
Die Installation ist so konzipiert, dass sie frei im Raum hängt und von Licht durchstrahlt wird. Durch die Überlagerung der transparenten Elemente entstehen neue Farbwirkungen und optische Effekte.
Das Erscheinungsbild verändert sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall. Ziel war es, Farbe, Raum und Transparenz miteinander zu verbinden und das zweidimensionale Bild in eine räumliche Erfahrung zu überführen.

Anna & Frieda


Beauty to Beast 

42 x 69 cm

Acryl auf Karton

Unser Werk „Beauty to Beast“ setzt sich mit der ambivalenten Wahrnehmung von Natur auseinander. Ausgangspunkt war die Arbeit „Talking to Thunder“, in der ein Blitz zunächst ruhig und beinahe friedlich erscheint.
Diesen Eindruck haben wir bewusst umgekehrt: In unserer Darstellung steht der Blitz für Energie, Unkontrollierbarkeit und Zerstörungskraft. Intensive Farben im Zentrum treffen auf einen dunklen Hintergrund und erzeugen einen starken Hell-Dunkel-Kontrast.
Die dynamischen Linien vermitteln Bewegung und Spannung, während das leuchtende Zentrum geballte Energie symbolisiert. Das Werk thematisiert die Nähe von Faszination und Gefahr und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur.

Hannes & Moritz


o. T. 

75 x 110 cm

Acryl auf Karton

Ausgehend von der Form der „grünen Schlange“ entwickelten wir die Idee einer Rennbahn. Die geschwungene Linienführung erinnerte uns an eine Strecke, sodass sich diese Assoziation weiterentwickelte.
Auch der Titel inspirierte uns: „Grüne Schlange“ kann, ähnlich wie bekannte Rennstrecken, als prägnanter Name verstanden werden.
Im Arbeitsprozess haben wir verschiedene Ansätze geprüft und verworfen, bis wir mit der Rennbahn eine überzeugende und eigenständige Umsetzung gefunden haben.

Halaz & Sevda


o. T. 

52,5 x 53,5 (Papier); 40 x 25,5 x 25,5 (Karton)

Acryl, Papier, Ton, Karton

Unsere Arbeit besteht aus zwei eigenständigen Teilen.
Das erste Werk thematisiert Frauenrechte und zeigt einen weiblichen Körper ohne klar definiertes Gesicht. Dadurch entsteht Raum für Identifikation und individuelle Projektion. Die intime Darstellung nimmt Bezug auf das Werk „Zwei Grazien“.
Das zweite Werk besteht aus einer schwarzen Kartonbox, deren Innenraum mit Zeitungsausschnitten gestaltet ist. Mehrere Öffnungen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel. Das zentrale Objekt aus Ton befindet sich im Inneren.
Die bewusste Unperfektion verweist auf die Idee, dass auch Unvollkommenheit eine eigene Form von Ästhetik und Wahrheit besitzen kann.

Leonard & Simon


Sachlichkeit der Konstruktion 

25 x 26 cm

Metall, Holz

Unser Werk versteht sich als Gegenentwurf zu Günther Ueckers „Poesie der Konstruktion“. Während Ueckers Arbeiten von Bewegung und Dynamik geprägt sind, setzen wir auf Ruhe und Struktur.
Die Nägel sind in einer gleichmäßigen, kontrollierten Form angeordnet, wodurch eine ruhigere Wellenbewegung entsteht.
Die handwerkliche Umsetzung stellte eine Herausforderung dar, da Präzision erforderlich war. Kleine Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar, beeinträchtigen jedoch nicht die Gesamtwirkung, sondern unterstreichen den manuellen Prozess.

Dilav & Anna


Im Dazwischen 

70 x 50 cm

Acryl, Karton auf Leinwand

Das Werk zeigt eine Leinwand mit einem vielschichtigen blauen Hintergrund, der durch unterschiedliche Farbnuancen und sichtbare Pinselspuren lebendig wirkt.
Darauf sind plastische Schmetterlinge angeordnet, die sich in Größe und Farbigkeit unterscheiden. Ihre dreidimensionale Gestaltung lässt sie deutlich hervortreten.
So entsteht eine Komposition, die Bewegung, Leichtigkeit und Vielfalt vermittelt.

Wadim & Adam


o. T. 

42 x 30 cm

Fotodruck auf Papier

In unserem Projekt haben wir den Effekt des Siebdrucks digital umgesetzt, um die Möglichkeiten digitaler Gestaltung zu untersuchen.
Ausgangspunkt war ein fotografisches Selbstporträt, dessen Konturen wir digital nachgezeichnet und bewusst verschoben haben. Dadurch entsteht der charakteristische Versatz des Siebdrucks.
Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß und die Ergänzung intensiver Farbflächen entwickelt sich eine klare, plakative Bildsprache. Diese orientiert sich an der Pop Art, insbesondere an den Arbeiten von Andy Warhol.
Unser Ziel war es, analoge Druckästhetik in ein digitales Verfahren zu übertragen.

Sammlung Deilmann – Co-Design-Picto Weiß
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