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- CORNELIUS VÖLKER
VÖLKER 2 Blüten Künstler Cornelius Völker Werk Blüten Inventar-Nr. AD-0069 Datierung 2024 Format 160 x 240 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Signiert Provenienz 2025 Galerie Friese 2025 Privatsammlung Andreas Deilmann Über das Werk Wie auf einer Wasseroberfläche scheinen leuchtend rote und helle Blüten und Blätter auf dem großformatigen Gemälde still und besonnen dahinzugleiten. Doch auf der Oberfläche spiegeln sich nicht nur die Blüten selbst: Unter dem Wasser leuchten verschwommene Farbflächen auf, die einen ganzen Blütenregen erahnen lassen und die Erinnerung an ein Blumenstilleben wachrufen. Handelt es sich tatsächlich um eine Reflexion - oder vielmehr um eine Illusion? Oder ist es ein fantastisches Spiel der Farben? Cornelius Völker ist ein Meister im Umgang mit Farbe. Farbe meint bei ihm nicht nur das Medium, mit dem er die gegenständliche Welt darstellt, die in all seinen Werken sein Ausgangspunkt ist. Farbe entwickelt bei ihm ein Eigenleben und wird zum Ausdruck ihrer selbst. So wirkt der weißgelbe Blütenkelch mit seinem pastosen Farbauftrag beinahe haptisch greifbar, während das kleine, grünliche Blatt - mit schwungvollem Pinselstrich gemalt - sich scheinbar auf der Bildoberfläche zusammenrollt. Zugleich suggeriert der ruhige, streifige Pinselduktus des Hintergrunds eine Flächigkeit mit ungeahnten Tiefen , aus der sich die Blüten räumlich erheben. In Cornelius Völkers Gemälden begegnen sich Gegenständlichkeit und Abstraktion und fordern von uns eine Reflexion über das Wesen der Malerei. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Auf dem großen Gemälde sieht es so aus, als würden bunte Blüten und Blätter ruhig auf dem Wasser treiben. Manche Farben scheinen zu leuchten, andere wirken wie Spiegelungen unter der Wasseroberfläche. Man weiß gar nicht genau: Ist das wirklich eine Spiegelung? Oder ist es nur ein Trick? Oder einfach ein fröhliches Spiel der Farben? Der Künstler Cornelius Völker kann ganz besonders gut mit Farben umgehen. Für ihn sind Farben nicht nur dazu da, Dinge so darzustellen, wie sie in echt aussehen. Er lässt die Farben selbst zu kleinen Hauptfiguren werden. Der weißgelbe Blütenkelch sieht zum Beispiel so aus, als könnte man ihn fast anfassen. Und das kleine grüne Blatt wirkt, als würde es sich direkt auf dem Bild zusammenrollen – so schwungvoll ist es gemalt. Im Hintergrund hat der Künstler die Farbe in ruhigen Streifen aufgetragen, sodass die Fläche gleichzeitig flach und tief aussieht. Dadurch scheinen die Blüten ein Stück aus dem Bild herauszutreten. In den Bildern von Cornelius Völker treffen Dinge, die man gut erkennen kann, und Formen, die fast wie Träume wirken, zusammen. Seine Gemälde laden uns ein, darüber nachzudenken, was Malerei alles sein kann. Über das Werk - in einfacher Sprache Dies ist ein Bild von dem Künstler Cornelius Völker. Auf dem Bild sieht man bunte Blüten und Blätter. Die Blüten und Blätter wirken, als würden sie auf Wasser schwimmen. Unter den Blüten sehen Sie weitere Farben. Die Farben sehen aus wie Schatten oder Spiegelungen im Wasser. Man weiß nicht genau: Sind es echte Spiegelungen? Oder sind es nur besondere Farben? Der Künstler entscheidet das nicht genau. Man muss selbst überlegen. Cornelius Völker arbeitet sehr gern mit Farben. Farben sind für ihn sehr wichtig. Die Farben zeigen nicht nur eine Sache. Die Farben haben für ihn ein eigenes Leben. Eine Blüte ist weiß und gelb. Die Farbe ist sehr dick auf dem Bild. Sie sieht so aus, als könnte man sie anfassen. Ein kleines Blatt ist grün. Es sieht aus, als würde es sich einrollen. Der Hintergrund hat ruhige Streifen. Die Streifen wirken gleichzeitig flach und tief. Die Blüten wirken dadurch echter. Cornelius Völker malt oft so. Er malt Dinge, die man gut erkennen kann. Und er mal Dinge, die wie Farbfelder aussehen. Beides in einem Bild. Beides gehört zusammen. Cornelius Völker Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- RUPPRECHT GEIGER
GEIGER Rotes Rund Künstler Rupprecht Geiger Werk Rotes Rund Inventar-Nr. AD-0023 Datierung 1963 Format 146 x 131 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Signiert und datiert verso auf der Leinwand unten links: Geiger 63. Provenienz Van Ham Privatsammlung Andreas Deilmann Rupprecht Geiger Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- BERNARD SCHULTZE
SCHULTZE Erdrutsch – welche Folgen Künstler Bernard Schultze Werk Erdrutsch – welche Folgen Inventar-Nr. AD-0056 Datierung 1981 Format 195 x 141 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale rückseitig unten rechts signiert, datiert Provenienz Galerie Neher 1990 Privatsammlung Andreas Deilmann 2018 Deilmann Stiftung Ausstellungen: Istanbul, Türkei, Museum für Malerei und Bildhauerei, Essen, Galerie Neher, Blickpunkte Deutscher Kunst im 20. Jahrhundert, 1988, Katalog, Seite 150 Essen, Galerie Neher, Moderne mit Tradition, 1989 Über das Werk Das Gemälde „Erdrutsch – welche Folgen“ von Bernard Schultze ist ein abstraktes Ölgemälde, das Gegensätze vereint: kräftige, erdige Farbbereiche treffen auf zarte, fast schwebende Pastelltöne. So entsteht ein spannendes Zusammenspiel von Schwere und Leichtigkeit, von Bedrohung und Hoffnung. Bernard Schultze (1915–2005) war ein Künstler, der Grenzen auflöste – zwischen Natur und Traum, Chaos und Ordnung, Malerei und Skulptur. In seiner Malerei entwarf Schultze eigene Universen. Er ließ Formen und Farben miteinander verschmelzen, sodass Bilder entstanden, die zunächst chaotisch wirken, bei genauerem Hinsehen aber eine feine Ordnung offenbaren. Seine Kunst lebt vom Spiel der Gegensätze: Verschwimmen, verschmelzen, kollidieren – um schließlich eine unerwartete Harmonie zu finden. Mit Werken wie „Erdrutsch – welche Folgen“ wird sichtbar, wie Schultze nicht nur Momente festhielt, sondern den Fluss ständiger Veränderung. Das Bild erzählt von Kräften, die zerstören und zugleich Neues hervorbringen. Es lädt dazu ein, tiefer einzutauchen, eigene Assoziationen zu entwickeln und über die fragile Balance von Natur, Wandel und Menschsein nachzudenken. „Erdrutsch – welche Folgen“ erinnert uns daran, dass auch in schwierigen Momenten immer wieder neue Chancen und Ideen wachsen können. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Das Bild „Erdrutsch – welche Folgen“ von Bernard Schultze sieht ein bisschen so aus, als würden Farben miteinander kämpfen und gleichzeitig miteinander tanzen. Dunkle, erdige Töne treffen auf helle, zarte Farben. Das wirkt mal schwer und ernst, mal leicht und fast fröhlich – wie Tag und Nacht, die sich begegnen. Bernard Schultze war ein Künstler, der mit seiner Fantasie ganz neue Welten gemalt hat. In seinen Bildern mischen sich Formen und Farben so stark, dass man manchmal gar nicht sofort erkennt, was man sieht. Auf den ersten Blick wirkt es chaotisch, auf den zweiten Blick entdeckt man eine geheime Ordnung darin. Das Gemälde zeigt, wie sich Dinge ständig verändern können: Etwas geht kaputt, und gleichzeitig entsteht etwas Neues. So erinnert uns das Bild daran, dass auch in schwierigen Momenten immer wieder neue Chancen und Ideen wachsen können. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Bild „Erdrutsch – welche Folgen“ hat der Künstler Bernard Schultze gemalt. Es ist ein abstraktes Bild. Das heißt: Man sieht keine Menschen, Tiere oder Häuser. Stattdessen sieht man viele Farben und Formen. Im Bild gibt es dunkle, erdige Farben. Sie wirken schwer und ernst. Daneben sind helle, zarte Farben. Sie wirken leicht und freundlich. Zusammen sieht das Bild so aus, als ob Schwere und Leichtigkeit miteinander reden. Bernard Schultze hat gerne mit Gegensätzen gespielt: Chaos und Ordnung, Traum und Natur, Dunkel und Hell. Seine Bilder wirken oft unruhig. Aber wenn man länger hinsieht, merkt man, dass alles doch zusammenpasst. Das Bild zeigt: Dinge können sich verändern. Manchmal geht etwas kaputt. Gleichzeitig entsteht etwas Neues. So erinnert uns das Bild an die Kraft der Natur – und daran, dass Veränderung immer Teil des Lebens ist. Bernard Schultze Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- GÜNTHER UECKER
UECKER 3 Nagelwürfel Künstler Günther Uecker Werk Nagelwürfel Inventar-Nr. AD-0067 Datierung 1970 Format 30 x 30 x 30 cm Material Holzwürfel, Aluminiumblech und Nägel Merkmale Auf einer Seite in Metall geritzt signiert: "Uecker 1970" / Oben Papierschild "Uecker 1970" Provenienz 2015 Deilmann Stiftung Über das Werk Die beiden Werke „Nagelwürfel“ (1970) und das Nagelbild von 1981 zeigen exemplarisch die zentrale Technik von Günther Uecker: die Nagelbildhauerei. Dabei werden Nägel in die Oberfläche eines Objekts – wie Leinwand, Holz oder Möbel – getrieben, sodass Reliefs entstehen, die Licht und Schatten besonders intensiv einfangen. Jede Nagelreihe erzeugt Bewegung, Spannung und eine eigene Dynamik. So entstehen Kunstwerke, die auf den ersten Blick geordnet wirken, bei genauerem Hinsehen jedoch die rohe Energie des Chaos spürbar machen. Der „Nagelwürfel“ ist ein würfelförmiges Objekt, bei dem die Nägel in präzisen Reihen stecken. Durch das Zusammenspiel von Oberfläche, Licht und Schatten wirkt der Würfel lebendig und scheint sich ständig zu verändern. Für die Sammlung Deilmann ist er besonders bedeutsam, denn es ist das erste Kunstwerk, das Andreas Deilmann selbst erworben hat. Das Nagelbild von 1981 war ein Geschenk von Günther Uecker an Harald Deilmann, den Vater von Andreas Deilmann und renommierten Architekten. Das Werk arbeitet nach ähnlichen Prinzipien wie der Würfel, ist jedoch flacher. Hier treten vor allem rhythmische Linien und punktuelle Erhebungen hervor, die Bewegung und Energie besonders deutlich spürbar machen. Uecker verwendet die Nageltechnik nicht nur als ästhetisches Mittel, sondern auch als Werkzeug, um über die Balance von Ordnung und Unordnung, Zerstörung und Schöpfung nachzudenken. Seine Arbeiten eröffnen dem Betrachter einen Dialog zwischen Material und Form, zwischen visueller Wirkung und philosophischer Bedeutung. Die Werke sind Ausdruck einer Kunst, die sich intensiv mit Licht, Bewegung und der körperlichen Präsenz der Oberfläche auseinandersetzt. Beide Arbeiten zeigen, wie Uecker mit scheinbar einfachen Mitteln große Wirkung erzielt. Sie sind ein eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung von ästhetischer Schönheit, Energie und tiefgehender Reflexion über die Welt. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Die beiden Werke „Nagelwürfel“ (1970) und das Nagelbild von 1981 zeigen, wie Günther Uecker mit Nägeln Kunst macht. Er schlägt Nägel in Holz, Leinwand oder andere Flächen, sodass kleine Erhebungen entstehen. Durch das Licht, das auf die Nägel fällt, wirken die Bilder lebendig und verändern sich, je nachdem, aus welchem Winkel man sie anschaut. Jede Nagelreihe kann Bewegung und Spannung zeigen. Der „Nagelwürfel“ sieht aus wie ein Würfel, auf dem die Nägel in genauen Reihen stecken. Das Licht fällt auf die Nägel und erzeugt ein spannendes Spiel aus hellen und dunklen Stellen. Der „Nagelwürfel“ ist besonders: Es war das erste Kunstwerk, das Harald Deilmann selbst gekauft hat. Damit begann er seine eigene Sammlung. Das Nagelbild von 1981 hingegen war ein Geschenk von Günther Uecker an Harald Deilmann, der viele Freundschaften zu Künstlern pflegte, so auch zu Uecker. Das Nagelbild von 1981 ist flacher, aber hier sieht man besonders gut Linien und Muster, die den Eindruck von Bewegung und Energie verstärken. Uecker benutzt die Nägel nicht nur, um schöne Bilder zu machen. Er zeigt damit auch, wie Ordnung und Chaos zusammenpassen und wie aus etwas Wildem etwas Neues entstehen kann. Wer die Werke anschaut, kann darüber nachdenken, wie Formen, Licht und Material zusammenwirken. Mit seinen Nägeln schafft Uecker Kunstwerke, die einfach aussehen, aber viel Wirkung haben. Sie zeigen, dass man mit einfachen Mitteln spannende Bilder machen kann, die gleichzeitig Energie, Schönheit und Gedanken über die Welt ausdrücken. Über das Werk - in einfacher Sprache Die beiden Werke „Nagelwürfel“ und das Nagelbild zeigen, wie Günther Uecker mit Nägeln Kunst macht. Er schlägt die Nägel in Holz, Leinwand oder andere Flächen. So entstehen kleine Erhebungen. Das Licht fällt auf die Nägel und wirft Schatten. Dadurch wirken die Bilder lebendig. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel man sie anschaut, sehen sie anders aus. Die Reihen der Nägel können Bewegung und Spannung zeigen. Der „Nagelwürfel“ sieht aus wie ein Würfel mit Stacheln. Die Nägel stecken in genauen Reihen. Durch das Licht entstehen helle und dunkle Stellen. Der Nagelwürfel ist das erste Kunstwerk, dass Andreas Deilmann gekauft hat. Andreas Deilmann hat mit diesem Kunstwerk die Sammlung Deilmann gegründet. Das Nagelbild war ein Geschenk von Günther Uecker an Harald Deilmann. Harald Deilmann war der Vater von Andreas Deilmann. Viele seiner Freunde waren Künstler. Auch mit Günther Uecker war er befreundet. Das Nagelbild von 1981 ist flacher als der Würfel. Man sieht hier Linien und Muster. Sie machen den Eindruck, dass die Nägel sich bewegen. Uecker benutzt die Nägel nicht nur, um schöne Bilder zu machen. Er zeigt auch, wie Ordnung und Chaos zusammenpassen. Seine Kunst zeigt, wie aus etwas Wildem Neues entstehen kann. Ueckers Kunstwerke sehen einfach aus, bewirken aber viel. Sie zeigen, dass man mit einfachen Mitteln spannende Bilder schaffen kann. Seine Werke drücken Energie, Schönheit und Ideen über die Welt aus. Günther Uecker Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- ANDY WARHOL
Andy Warhol Warhol in der sammlung DEILMANN Andy Warhols Arbeiten zeigen, wie Kunst zur Reflexion über Konsum und Massenproduktion wird. Mit seinem spielerischen Umgang mit Siebdruck und Popkultur bringt er eine subversive und zugleich provokante Perspektive in die Sammlung ein. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Andy Warhol Andy Warhol (1928–1987) gilt als Ikone der Pop-Art und revolutionierte die Kunstwelt mit seiner Beschäftigung mit Massenproduktion, Konsumkultur und Prominenz. Nach einem Studium am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh zog er nach New York, wo er als Illustrator arbeitete, bevor er in den 1960er Jahren mit Siebdrucktechniken und ikonischen Motiven wie Campbell’s Suppendosen, Coca-Cola-Flaschen und Porträts von Marilyn Monroe weltberühmt wurde. Warhols Arbeiten hinterfragen die Grenze zwischen Kunst und Kommerz und setzten neue Maßstäbe für zeitgenössische Kunst. Neben seiner bildenden Kunst war Warhol ein Pionier in der Film- und Musikszene, betrieb das Studio „The Factory“ und wurde durch seine enge Zusammenarbeit mit Künstlern, Musikern und Schauspielern zum zentralen Akteur der New Yorker Avantgarde. Seine Werke spiegeln den Zeitgeist einer sich immer stärker medialisierenden Welt wider. Warhol starb 1987 in New York. Andy Warhols Werke erzielen auf dem Kunstmarkt bis heute Rekordpreise und unterstreichen seine herausragende Stellung in der Kunstwelt. Hier sind einige der bemerkenswertesten Erfolge: •Teuerstes Werk Shot Sage Blue Marilyn (1964), eines seiner ikonischen Porträts von Marilyn Monroe, wurde im Mai 2022 bei Christie’s für 195 Millionen US-Dollar verkauft. Es ist eines der teuersten Kunstwerke der Moderne und das teuerste Werk eines amerikanischen Künstlers. •Frühere Rekorde Silver Car Crash (Double Disaster) (1963), ein Werk aus seiner Death and Disaster-Serie, erzielte 2013 bei Sotheby’s 105,4 Millionen US-Dollar und war damals ein Rekord für Warhol. •Beliebteste Serie Die Campbell’s Soup Cans zählen zu Warhols bekanntesten Werken. Eine vollständige Serie von 32 Leinwänden befindet sich heute im Museum of Modern Art (MoMA) in New York, wo sie zu den beliebtesten Exponaten gehört. •Museumsausstellungen Warhols Werke sind weltweit in den renommiertesten Museen vertreten, darunter das Andy Warhol Museum in Pittsburgh, das größte Museum der Welt, das einer Einzelperson gewidmet ist. •Kulturelle Reichweite Warhols Zitat „In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes“ ist eines der bekanntesten Kunstzitate und prägt die Popkultur bis heute. Rekorde •Lob und Anerkennung Warhols bahnbrechender Einsatz von Massenmedien und Konsumgütern als Kunst wurde von postmodernen Kritikern gefeiert. Sie sahen in ihm einen Künstler, der die Beziehung zwischen Kunst, Kommerz und Gesellschaft neu definierte. Seine Werke wurden als tiefgründige Reflexionen über die moderne Kultur gelobt, die Konsum und Berühmtheit zugleich feiern und hinterfragen. •Kritische Stimmen Zeitgenössische Kritiker wie Clement Greenberg und Harold Rosenberg warfen Warhol vor, die Kunst zu trivialisieren und sich der Kulturindustrie zu unterwerfen. Klaus Honnef bemerkte, dass Warhol nichts Neues erfunden habe außer der Kunstfigur Andy Warhol selbst. •Ambivalente Interpretationen Dieter Buchhart wies auf die bis heute ungelöste Frage hin, ob Warhols Arbeiten die Konsumgesellschaft affirmativ oder ironisch-kritisch behandeln. Für Philip Ursprung war Warhol ein „Business Artist“, der das Bild eines Künstlers prägte, der „permanent zu Diensten steht“ – eine Herausforderung für die traditionelle Vorstellung des autonomen Künstlers. •Gesellschaftliche Relevanz Kritiker aus der Gegenkultur, wie die Beatniks und Vertreter der Studentenbewegung, sahen in Warhols Werk eine subversive Kritik an der Überflussgesellschaft. Seine Arbeiten wurden als ironische Auseinandersetzung mit den Stars des Showgeschäfts interpretiert. Warhols Werk bleibt aufgrund seiner Ambivalenz spannend: Zwischen Kritik, Verehrung und Kontroverse fordert es Betrachter und Kritiker gleichermaßen heraus, sich mit der Beziehung von Kunst, Gesellschaft und Kommerz auseinanderzusetzen. Kritiken Andy Warhols Einfluss auf die Kunstwelt ist unbestreitbar und reicht weit über die Pop-Art hinaus. Seine innovative Nutzung von Massenmedien und Konsumkultur als künstlerische Themen prägt nachfolgende Künstlergenerationen bis heute. •Aufhebung von Grenzen Warhol eliminierte die traditionellen Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur. Diese Öffnung inspirierte Künstler wie Jeff Koons, Damien Hirst und Takashi Murakami, die ebenfalls mit Konsum, Berühmtheit und kulturellen Symbolen arbeiten. •Kunst und Kommerz Warhols Selbstinszenierung als „Business Artist“ machte den wirtschaftlichen Aspekt der Kunstproduktion zum integralen Bestandteil seiner Werke. Dieses Konzept beeinflusste Künstler, die heute gezielt ihre Marke und Marktpräsenz nutzen, wie Banksy oder Ai Weiwei. •Experimentelle Mediennutzung Sein interdisziplinärer Ansatz, von Malerei über Film bis hin zu Musik, eröffnete neue Wege für multimediale Kunstformen und Performance. Künstlerkollektive und Medienkünstler setzen Warhols Ideen in interaktiven und digitalen Kontexten fort. •Gesellschaftlicher Kommentar Warhols Arbeiten hinterfragen Konsum, Medien und Berühmtheit. Diese kritische Haltung gegenüber der modernen Gesellschaft hat sich in der zeitgenössischen Kunst als zentrales Thema etabliert. •Institutionelles Erbe Mit der Gründung des Andy Warhol Museums in Pittsburgh wird sein Werk für kommende Generationen bewahrt und zugänglich gemacht. Es bleibt ein zentraler Ort, um Warhols bahnbrechenden Beitrag zur Kunst und Kultur zu erkunden. Warhols Vermächtnis liegt nicht nur in seinen Werken, sondern in seiner Fähigkeit, Kunst und Leben miteinander zu verschmelzen. Sein Einfluss ist in der zeitgenössischen Kunst allgegenwärtig und bleibt ein entscheidender Bezugspunkt für die Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit. Vermächtnis in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler Andy Warhols Werke polarisieren und faszinieren bis heute. In der Kunstwelt etablierte er sich als Symbol der Pop-Art und als Künstler, der konsequent die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz aufhob. Seine Motive, wie die Campbell’s Suppendosen oder Porträts von Marilyn Monroe, wurden nicht nur zu Ikonen der modernen Kunst, sondern auch zu Spiegelbildern einer konsumgetriebenen Gesellschaft. Während Kritiker wie Clement Greenberg und Harold Rosenberg Warhols Arbeiten als oberflächlich und Teil der Kulturindustrie abtaten, feierte die postmoderne Kunstkritik seine Bejahung der Konsumkultur und die Gleichstellung trivialer und autonomer Kunst. Die gegenkulturelle Bewegung der 1960er Jahre, darunter Beatniks und Studenten, sah in seinen Werken eine ironische Kritik an der Überflussgesellschaft und den Stars der Unterhaltungsindustrie. Warhols Selbstbezeichnung als „Business Artist“ wurde ambivalent aufgenommen: Einerseits als Kritik an der Kunst als Ware, andererseits als vollständige Identifikation mit der Konsumgesellschaft. Diese Ambivalenz macht ihn zu einer der prägendsten und umstrittensten Persönlichkeiten der Kunst des 20. Jahrhunderts. Seine Werke sind ein zeitloser Kommentar auf die Beziehung zwischen Kunst, Kommerz und Identität. Wahrnehmung & Bedeutung •Campbell’s Soup Cans (1962) Diese Serie von 32 Leinwänden, die verschiedene Sorten von Campbell’s Suppen zeigt, symbolisiert Warhols Faszination für Konsumprodukte und Massenproduktion. Die Wiederholung des Motivs hebt die alltägliche Suppendose in den Status eines Kunstwerks und regt zur Reflexion über die Verbindung von Kunst und Kommerz an. •Marilyn Diptych (1962) Das ikonische Werk zeigt 50 Porträts von Marilyn Monroe, basierend auf einem Pressefoto aus dem Film Niagara. Die linke Seite ist in lebendigen Farben gehalten, die rechte verblasst monochrom, was Vergänglichkeit und die Mechanisierung von Berühmtheit thematisiert. Es ist sowohl eine Feier als auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kult um Stars. •Silver Car Crash (Double Disaster) (1963) Diese großformatige Leinwand aus der Death and Disaster-Serie zeigt ein verdoppeltes Bild eines Autounfalls, überlagert von silbernem Siebdruck. Das Werk reflektiert Warhols Faszination für Katastrophenbilder und deren mediale Verbreitung, wobei die ästhetische Distanzierung eine beunruhigende Spannung schafft. Hauptwerke •Malerei und Siebdruck Warhols bekannteste Werke entstanden in diesen beiden Disziplinen. Mithilfe der Siebdrucktechnik vervielfältigte er ikonische Motive wie Campbell’s Suppendosen oder Marilyn Monroe-Porträts, um die Mechanisierung der Kunstproduktion und den Einfluss der Massenmedien zu thematisieren. Seine farbintensiven und wiederholten Motive machten ihn zur zentralen Figur der Pop-Art. •Film Warhol schuf avantgardistische Filme, die häufig von einer radikalen Reduktion und einem dokumentarischen Stil geprägt waren. Werke wie Sleep (1963) oder Empire (1964) experimentierten mit Zeit, Monotonie und der Beobachtung des Alltäglichen. Chelsea Girls (1966) bot einen intimen Einblick in das Leben der New Yorker Kunstszene. •Performance und „The Factory“ Sein Atelier „The Factory“ war nicht nur Produktionsstätte, sondern auch Bühne für Performances und Treffpunkt für Künstler, Musiker und Schauspieler. Dort verschwammen die Grenzen zwischen Kunstproduktion, sozialem Experiment und öffentlicher Inszenierung. •Musik und Medien Warhol war auch in der Musikszene aktiv. Er war Manager und Produzent der Band The Velvet Underground und gestaltete das berühmte Bananen-Cover ihres Debütalbums. Zudem erkundete er die Möglichkeiten neuer Medien durch Fernsehsendungen wie Andy Warhol’s TV und Andy Warhol’s Fifteen Minutes. Mediale Vielfalt
- JULIUS VON BISMARCK
Julius von Bismarck Von Bismarck in der sammlung DEILMANN Julius von Bismarck fasziniert durch seine Fähigkeit, wissenschaftliche Präzision und künstlerische Imagination zu verbinden. Seine Arbeiten öffnen uns die Augen für die unsichtbaren Mechanismen, die unsere Welt prägen, und werfen zugleich drängende Fragen zur Rolle des Menschen in der Natur auf. Mit seiner unverwechselbaren Handschrift bereichert er die Sammlung Deilmann um eine kritische und poetische Dimension. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Julius von Bismarck in seiner drehbaren Scheibe „Egocentric System“ auf der Art Basel Unlimited 2015 Julius von Bismarck (*1983) vereint in seiner künstlerischen Praxis eine einzigartige Verbindung von bildender Kunst, wissenschaftlicher Forschung und philosophischer Reflexion. Aufgewachsen in Riad, Saudi-Arabien, prägten kulturelle Kontraste und geografische Vielfalt früh seine Sicht auf die Welt. Nach Studien an der Universität der Künste in Berlin und am Hunter College in New York schloss er 2013 als Meisterschüler von Ólafur Elíasson am Institut für Raumexperimente ab. Diese Zeit markierte den Beginn seines radikalen Zugriffs auf Themen wie Wahrnehmung, Realität und die Konstruktion von Umwelt. Sein Werk, das von Land Art über Installationen bis hin zu ortsspezifischen Performances reicht, zeigt eine unermüdliche Neugier auf die Mechanismen, die unser Verständnis von Welt formen. Seine Arbeiten sind keine bloßen Beobachtungen – sie intervenieren, irritieren und schaffen neue Realitäten. Mit dem Projekt Image Fulgurator, das 2008 den Prix Ars Electronica gewann, verdeutlichte von Bismarck etwa, wie fragile Grenzen zwischen Kontrolle, Zufall und Manipulation sein können. Ein unscheinbares Gerät projizierte Botschaften in den Moment der Fotografie und hinterließ Spuren, die nur auf den Bildern sichtbar wurden. Kooperationen wie Some pigeons are more equal than others mit Julian Charrière zeigen seinen spielerischen, aber auch kritisch-subversiven Umgang mit urbanen Räumen. Indem Tauben mit Airbrush-Technik eingefärbt wurden, rückte das Werk den Eingriff des Menschen in natürliche Prozesse ins Zentrum der Betrachtung. Mit seinem Artist-in-Residence-Aufenthalt am CERN, der Europäischen Organisation für Nuklearforschung, eröffnete von Bismarck 2012 eine neue Dimension in seiner Arbeit. Hier setzte er sich intensiv mit physikalischen Grundprinzipien auseinander und transformierte wissenschaftliche Erkenntnisse in sinnlich erfahrbare Kunstwerke. In all seinen Projekten bleibt er seinem Anliegen treu, nicht nur Fragen zu stellen, sondern auch alternative Perspektiven auf Mensch, Natur und Technik zu eröffnen. Julius von Bismarck verbindet Kunst und Technologie auf innovative Weise, indem er wissenschaftliche Methoden und technische Entwicklungen in seine Werke integriert. Seine bahnbrechende Arbeit Image Fulgurator, die Bilder durch Lichtprojektionen manipuliert, demonstriert sein Interesse an der Wahrnehmung und Konstruktion von Realität durch Technologie. Diese Herangehensweise zieht sich durch viele seiner Arbeiten, in denen er technische Präzision nutzt, um ästhetische und konzeptuelle Fragestellungen zu erkunden. Von Bismarcks Schaffen zeigt, wie technische Innovationen nicht nur Mittel zum Zweck, sondern integraler Bestandteil des künstlerischen Prozesses sein können. Technologie & Kunst Die Beziehung zwischen Mensch und Natur steht im Mittelpunkt von Julius von Bismarcks Arbeiten. Mit einer starken Affinität zur Land Art interpretiert er die Landschaft neu und greift in natürliche Prozesse ein, um den Einfluss menschlicher Aktivität sichtbar zu machen. Installationen wie Egocentric System, bei der ein künstlicher Sturm inszeniert wurde, reflektieren die Dynamik von Naturgewalten und deren menschliche Wahrnehmung. Seine Werke laden dazu ein, ökologische Themen zu hinterfragen und unseren Platz in der Natur kritisch zu überdenken. Natur & Intervention Julius von Bismarck versteht Kunst als eine Möglichkeit, die Wahrnehmung der Realität zu hinterfragen und neu zu definieren. Seine Werke eröffnen Räume, in denen die Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeit erlebbar wird. Er beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie unsere Sinne Realität formen und wie künstliche Eingriffe dieses Verständnis erschüttern können. Dabei nutzt er Installationen, Performances und medienübergreifende Experimente, um den Betrachter aus gewohnten Denk- und Wahrnehmungsmustern zu lösen. Projekte wie Image Fulgurator, bei dem Bilder in Fotografien integriert werden, ohne dass sie für das bloße Auge sichtbar sind, oder seine Performance mit farbigen Tauben, machen eindringlich klar, wie manipulierbar und gleichzeitig fragil unser Bild von der Welt ist. Von Bismarck lädt dazu ein, die Mechanismen hinter dem, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, zu erkunden – eine Reise, die oft ebenso verstörend wie erhellend ist. Wahrnehmung & Realität in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •2017: Julius von Bismarck, Städtische Galerie der Stadt Wolfsburg, Wolfsburg, Deutschland •2016: Julius von Bismarck – Works, Galerie Marlborough Contemporary, New York City, USA •2018: Julius von Bismarck. A Racehorse for Christmas, Kunstpalais Erlangen, Erlangen, Deutschland •2019: Julius von Bismarck – Die Mimik der Tethys, Palais de Tokyo, Paris, Frankreich •2020/2021: Julius von Bismarck – Feuer mit Feuer, Bundeskunsthalle, Bonn, Deutschland •2023: Julius von Bismarck – When Platitudes Become Form, Berlinische Galerie, Berlin, Deutschland Einzelausstellungen •2012: Some Pigeons Are More Equal Than Others, 13. Architektur-Biennale, Venedig, Italien •2014: Common Ground, 13th International Architecture Exhibition, La Biennale di Venezia, Venedig, Italien •2015: Entfesselte Natur – Das Bild der Katastrophe seit 1600, Hamburger Kunsthalle, Frankfurt/Main, Deutschland •2015: 8th Momentum Nordic Biennial of Contemporary Art, Norwegen •2016: +ultra. Gestaltung schafft Wissen, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Deutschland •2017: The Antarctic Biennale, Antarktis •2017: Festival of Future Nows, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin, Deutschland •2019: The Drowned World, Ontario Place Cinesphere, Toronto Biennial of Art, Toronto, Kanada •2020: Critical Zones, ZKM - Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Deutschland •2021: STUDIO BERLIN, Berghain, Berlin, Deutschland Gruppenausstellungen •2008: Prix Ars Electronica für das Projekt „Image Fulgurator“ •2012: Artist in Residence am CERN (Europäische Organisation für Nuklearforschung), Genf •2015: Förderpreis des Kunstvereins Hamburg •2016: Künstlerstipendium der Stiftung Kunstfonds •2019: Nominierung für den Deutschen Kunstpreis Auszeichnungen
- NORBERT TADEUSZ
Norbert Tadeusz Tadeusz in der Sammlung DEILMANN Widersprüchlich und kraftvoll zugleich, fordert Tadeusz die Betrachtenden heraus, die Spannung zwischen Zerbrechlichkeit und Stärke in seinen Figuren zu erleben. Seine Werke verbinden rohe Energie mit einer tiefen emotionalen Resonanz, welche die Komplexität des Menschlichen auf eindrucksvolle Weise widerspiegelt. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Norbert Tadeusz von Oliver Mark, Düsseldorf 1995 Mit kräftigen Pinselstrichen und einem scharfen Blick auf die menschliche Existenz nutzte Norbert Tadeusz (1940-2011) die Leinwand als Bühne für intensive Dramen. Als Sohn eines polnischen Bergmanns in Dortmund geboren, fand er an der Kunstakademie Düsseldorf seine künstlerische Stimme, besonders geprägt durch seine Zeit als Meisterschüler von Beuys. Tadeusz’ Werke sind explosive Ausdrucksformen, die den Betrachter fesseln. Die Komplexität seiner Kompositionen und die überwältigende Farbkraft erzeugen eine dynamische und raumfüllende Wirkung. In den 1970ern prägte eine Reise nach Italien seine Malerei, in der er Alltagskultur in einem neuen Licht darstellte. Tadeusz war auch als Lehrer und Förderer bedeutend, prägte Generationen von Künstlern und setzte sich für eine Kunst ein, die den Dialog zwischen Raum und Natur suchte. Seine Werke bleiben nicht nur in Ausstellungen lebendig, sondern hinterlassen bleibende Spuren. Unmittelbar entfaltet sich in Tadeusz’ Gemälden eine emotionale Resonanz, die durch seine kraftvolle Farbpalette transportiert wird. Farbe wird bei ihm mehr als nur ein visuelles Mittel – sie wird zur Stimme der Gefühle. In seinen Werken sind die Figuren nicht nur durch ihre Form und Gestik geprägt, sondern auch durch die Intensität der Farben, die ihre inneren Zustände widerspiegeln. Mal erdrückend, mal sanft, aber stets zutiefst emotional, zieht die Farbwahl die Betrachtenden in die psychologische Tiefe der dargestellten Szenen. Es ist, als würde die Farbe die Seele der Figuren direkt ansprechen und so eine Sprache des Gefühls sprechen, die über das Sichtbare hinausgeht. Farbe – Stimme der Emotion Physisch wahrnehmen und doch das Unsichtbare erahnen – Tadeusz’ Werke bewegen sich zwischen der greifbaren Realität und einer abstrakten, emotionalen Dimension. Mit einer gekonnten Mischung aus realistischen Figuren und fließenden, abstrahierten Formen, erzeugt er eine neue visuelle Sprache, die sowohl das Sichtbare als auch das Unsichtbare miteinander verwebt. Die Betrachtenden werden in eine Welt entführt, in der die klaren Linien der Figur mit der Weichheit der abstrakten Formen verschmelzen und so neue Perspektiven auf die menschliche Erfahrung eröffnen. Abstraktion und Realismus in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1984: „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst“, Düsseldorf •seit 1992: Tadeusz Pavillon, Museumsinsel Hombroich, Neuss •2004: Villa Wessel, Iserlohn •2008: Norbert Tadeusz, Ausstellung im Pumpwerk Evinger Bach •2008: Galerie Beyer, Dresden •2010: Ausstellung in der Galerie Noah, Augsburg •2010: „Time After Time. Norbert Tadeusz zum 70.“, Mönchehaus Museum Goslar •2010: „bodenlos!“, Kunsthalle Darmstadt •2011: „So weit das Auge reicht…“, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf •2012–2013: „Nighthawks“, Jablonka Galerie, Böhm Chapel, Hürth-Kalscheuren •2013: „Cavalli“, Galerie Utermann, Dortmund •2013: „Skulpturen, Zeichnungen und Aquarelle 1960–80“, Galerie Fred Jahn, München •2013: „Die Wirklichkeit ist wie sie ist“, Kunstverein Ulm •2015: „Gemälde 1978–2002“, Kunstsammlung Chemnitz •2015: „Materie und Gedächtnis“, Sammlung Hurrle, Durbach •2015: „STUDIO, Works by Norbert Tadeusz“, ESMoA und LACMA, Los Angeles •2015: Galerie Bernheimer, München • 2016: „MEAT“, Faurschou Foundation, Peking und Hong Kong, China •2016: „Ole!“, Galerie Beck & Eggeling, Düsseldorf •2017: „Hummelglück“, Galerie Beck & Eggeling, Düsseldorf • 2018: „Tadeusz.Figur“, Galerie Beck & Eggeling, Wien •2019: „Malerei und Zeichnung aus 30 Jahren“, Galerie Noah, Augsburg •2019/20: Norbert Tadeusz, Museum Kunstpalast, Düsseldorf •2020: Galerie Jahn und Jahn, München •2020: LWL Museum für Kunst und Kultur, Münster •2020: „Christian Lemmerz & Norbert Tadeusz“, Horsens Art Museum, Horsens, Dänemark Ausstellungen •1971: Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie •1978: Kunstpreis der Künstler, Düsseldorf •1983: Villa-Romana-Preis Auszeichnungen Tadeusz’ Malerei ist eine kraftvolle Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper, die weit über die bloße Darstellung hinausgeht. In seinen Bildern wird der Körper nicht idealisiert, sondern in einer rohen, fast archaischen Form eingefangen. Jede Linie und jeder Pinselstrich zieht die Betrachtendenin eine Welt, in der die physische Präsenz der Figuren nahezu greifbar wird. Diese brutale, ungeschönte Darstellung vermittelt eine urtümliche Intensität, die den Betrachter nicht unberührt lässt. Tadeusz entzieht den Körper dem klassischen Schönheitsideal und konfrontiert uns mit der realen, kraftvollen Energie des Menschlichen. Brutale Schönheit der Figur
- NORBERT TADEUSZ
TADEUSZ 2 Zwei Grazien Künstler Norbert Tadeusz Werk Zwei Grazien Inventar-Nr. AD-0061 Datierung 1983 Format 156 x 225 cm Material Ölkreide und Aquarell auf Transparentpapier Merkmale - Signatur unten rechts, Florenz - 7cm Rahmen Provenienz Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf Privatsammlung Andreas Deilmann 2018 Deilmann Stiftung Über das Werk In dem wandfüllenden Werk von Norbert Tadeusz sind zwei gesichtslose Aktfiguren in einem angeschnittenen Interieur zu sehen. Während eine Figur in einer geöffneten Tür steht, beugt sich die andere nach vorn, um ein Textil auf dem Boden auszubreiten. Ein Fenster, zwei Stühle, ein blauer Korb bereichern die Szenerie, deren Handlung zwischen stiller, farblich harmonischer Belanglosigkeit und unheilvoller Rätselhaftigkeit changiert. Für Norbert Tadeusz, einen der wichtigsten figurativen Maler seiner Generation, war der weibliche Akt während seiner gesamte Schaffenszeit wegweisend. Inspiriert von Edward Hopper und Francis Bacon drapierte er seine Figuren in bühnenartigen Interieurs, die Gleichwertigkeit von Mensch und Raum in seinen Bildern berührt existenzielle Fragen. Tadeusz fand seine Inspirationen im alltäglichen Leben, das er in unzähligen Skizzen festhielt. Kein Wunder also, dass auch die Zeichnung in seinem Œuvre eine zentrale Rolle spielt. Bei dem Werk „Zwei Grazien“, das 1983 vermutlich während eines Aufenthalts als Preisträger in der Villa Romana in Florenz entstand, handelt es sich um eine Zeichnung mit Wachskreide auf Pergament. Das durchscheinende Papier entfaltet im Licht eine besondere Wirkung. Nähert man sich dem Werk, erkennt man feine Löcher entlang der Konturen, die wahrscheinlich aus einem Übertragungsverfahren der Zeichnung stammen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Auf dem großen Bild von Norbert Tadeusz sieht man zwei Personen ohne Gesicht. Sie sind fast nackt und stehen in einem Raum. Eine Person steht in einer offenen Tür. Die andere beugt sich nach vorne, um ein Tuch auf dem Boden auszubreiten. Im Raum gibt es ein Fenster, zwei Stühle und einen blauen Korb. Alles wirkt gleichzeitig ruhig und harmonisch, aber auch ein bisschen geheimnisvoll. Man weiß nicht genau, was als Nächstes passiert. Für Norbert Tadeusz war der weibliche Akt ein sehr wichtiges Thema in seinem ganzen Leben als Künstler. Er ließ sich von den Malern Edward Hopper und Francis Bacon inspirieren. Seine Figuren stehen oft in Räumen wie auf einer Bühne. Dabei wirkt der Mensch genauso wichtig wie der Raum um ihn herum. Tadeusz holte seine Ideen aus dem Alltag und machte viele Skizzen von dem, was er sah. Deshalb spielen Zeichnungen in seinem Werk eine große Rolle. Das Werk „Zwei Grazien“ entstand 1983, wahrscheinlich während eines Aufenthalts in der Villa Romana in Florenz. Es ist eine Zeichnung mit Wachskreide auf Pergament. Das Papier ist ein wenig durchsichtig und sieht im Licht besonders schön aus. Wenn man genau hinschaut, kann man kleine Löcher entlang der Linien entdecken. Sie stammen wahrscheinlich von einem Übertragungsverfahren, das Tadeusz beim Zeichnen benutzte. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Bild heißt „Zwei Grazien“. Es ist von dem Künstler Norbert Tadeusz. Auf dem Bild sieht man zwei Menschen ohne Gesicht. Sie sind nackt. Eine Person steht in einer offenen Tür. Die andere Person beugt sich nach vorne. Sie breitet ein Tuch auf dem Boden aus. Im Raum gibt es ein Fenster, zwei Stühle und einen blauen Korb. Das Bild wirkt ruhig. Es wirkt aber auch ein bisschen geheimnisvoll. Für Norbert Tadeusz war der weibliche Akt ein wichtiges Thema. "Akt" bedeutet nackte Körper. Er ließ sich von Edward Hopper und Francis Bacon inspirieren. Die Figuren stehen oft in Räumen. Die Räume sehen aus wie eine Bühne. Die Menschen und der Raum sind in seinen Bildern gleich wichtig. Tadeusz hat seine Ideen aus dem Alltag geholt. Er hat viele Skizzen gemacht. Darum sind Zeichnungen in seinem Werk sehr wichtig. Das Bild hat Tadeusz wahrscheinlich in der Villa Romana in Florenz gemalt. Die Villa Romana ist ein Haus für Künstler in Italien. Das Bild ist eine Zeichnung mit Wachskreide auf Pergament. Das Papier ist durchscheinend und sieht im Licht besonders schön aus. Wenn man genau hinschaut, sieht man kleine Löcher entlang der Linien. Diese Löcher kommen von einer besonderen Technik. Mit der Technik kann der Künstler eine Zeichung leichter größer nachzeichnen. Norbert Tadeusz Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk





