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  • Alicja Kwade Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • MARKUS LÜPERTZ

    Markus Lüpertz Lüpertz in der Sammlung DEILMANN Mit seiner Fähigkeit, die Schatten der Geschichte ins Hier und Jetzt zu bringen, entfaltet dieser Künstler eine künstlerische Sprache, die alte Symbole in ein modernes, vielstimmiges Gespräch versetzt. Genau diese Energie, das Spannungsfeld zwischen Tradition und Neuerfindung, macht seine Werke für unsere Sammlung unverzichtbar. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Markus Lüpertz ( Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons) Markus Lüpertz gehört zu den herausragenden Künstlern der deutschen Gegenwart. Mit einer kühnen Bildsprache, die oft zwischen Abstraktion und figürlicher Darstellung oszilliert, hat er seit den 1960er Jahren die Kunstwelt geprägt. Lüpertz begann seine Karriere mit „dithyrambischen“ Bildern, die durch kräftige Farben und monumentale Darstellungen eine eigene Ausdruckskraft entfalteten. Später widmete er sich in seinen Arbeiten der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Mythologie, wobei er Symbole der Macht und des Traumas aufgriff und neu interpretierte. Seine berühmten Skulpturen, wie die Figuren des Apoll und Herkules, spiegeln eine archaische Monumentalität wider und verbinden Tradition mit einer dynamischen, modernen Formensprache. Als langjähriger Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie prägte Lüpertz zahlreiche Künstlergenerationen. Heute gilt er als eine der zentralen Figuren der europäischen Kunstszene, dessen Werk zwischen Respekt vor der Tradition und kritischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart schwankt. Ein Künstler, der keine Scheu davor hat, die Kunstwelt herauszufordern und ihre Konventionen zu durchbrechen. Als freigeistiger Provokateur nutzt er seine Position als Lehrer und Mentor, um immer wieder die Grenzen des Erwarteten zu sprengen. In seinen Arbeiten und in seiner Rolle als Rektor zeigt er, dass Kunst mehr ist als das Befolgen vorgegebener Regeln – sie ist ein stetiger Dialog mit dem etablierten System. Provokation ist dabei nicht nur ein Mittel, sondern ein Statement, das ihn als freien Denker und unerschrockenen Akteur in der Kunstszene positioniert. Anstatt sich zu bücken, fordert er die Welt um sich herum heraus, um sie neu zu gestalten. Die Kunst ist seine Bühne, auf der er sich ungeniert selbst inszeniert und mit jeder neuen Arbeit die Vorstellungen von Ästhetik, Moral und Bedeutung infrage stellt. Provokateur Traditionelle Symbole erhalten durch Lüpertz’ Hand eine neue Bedeutung und durchbrechen die Grenzen von Zeit und Geschichte. Mit einer einzigartigen Fähigkeit überführt er das Alte ins Hier und Jetzt, indem er längst etablierte Ikonen und kulturelle Referenzen mit der modernen Perspektive der Gegenwart konfrontiert. So entstehen Werke, die nicht nur in der Geschichte verwurzelt sind, sondern sie auch aktiv neu erzählen – eine meisterhafte Synthese aus historischem Erbe und der unaufhaltsamen Dynamik der Moderne. Dabei schafft Lüpertz Kunst, die sowohl den Blick auf die Vergangenheit schärft als auch den Puls der Gegenwart widerspiegelt, und fordert uns heraus, unsere Wahrnehmung von Tradition und Wandel ständig zu hinterfragen. Zeichen der Zeit Markus Lüpertz’ Werke spalten die Gemüter – und das ist auch gut so. Er hat nie darum gebeten, es allen recht zu machen. Schon in den 1980er Jahren wurde er als „bramarbasierender Bösewicht“ abgestempelt, als „gewiefter Selbstdarsteller“ und „Meister der Schludrigkeit“. Die Kritiker ließen keinen Zweifel daran, dass sie ihn für einen „Konsul der Malerei“ hielten, der viel zu gerne in seinem eigenen Glanz schwelgte. Und dann die Skulpturen! Die Mozart-Statue in Salzburg etwa: von einem Kritiker als „Pornografie“ bezeichnet, während Lüpertz selbst in ihr eine Muse und eine Hommage an die Weiblichkeit Mozarts sah. Kunst oder Provokation? Lüpertz war und ist der lebende Beweis, dass Kunst die Regeln brechen muss, um zu überleben. Die Kritiker waren sich einig, dass er provozierte – aber wie und warum? Durs Grünbein, der sich mit den Skulpturen auseinandersetzte, sah in ihnen eine Art kathartisches Ventil, das die tief sitzenden „Triebhemmungen“ der Gesellschaft herausforderte. Während viele sich an den grotesken, oft verstörenden Formen stießen, erkannte Hans-Joachim Müller hinter der scheinbaren Wucht die feurige Opposition gegen das, was Lüpertz als „kritisches Paradigma“ der 68er-Bewegung verstand. Lüpertz, der Anti-68er, rief aus dem minimalistischen Mainstream heraus: „Erhebt euch und seid wieder wer!“ Und ja, er ließ sich auf den Widerspruch ein, schuf Werke, die sowohl erschreckten als auch faszinieren. So wird aus „provokant“ ein Kunstverständnis, das von Tabus lebt – und von der Frage, wie Kunst wirklich „sehen“ lässt. Kritiken in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1968: Galerie Michael Werner, Köln •1973: Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden, Deutschland •1977: Kunsthalle Bern, Bern, Schweiz •1982: documenta 7, Kassel, Deutschland •1983: Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande •1986: Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, Deutschland – Belebte Formen und kalte Malerei •1989: Abbaye Saint-André, Meymac, Frankreich – Retrospektive der Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen von 1964 bis 1988 •1991: Museo Reina Sofía, Madrid, Spanien – Retrospektive 1963 bis 1990 •1993: Kunstmuseum Bonn, Bonn, Deutschland •1994: Palais Liechtenstein, Wien, Österreich •1996: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Deutschland – Werkschau •1997: Stedelijk Museum, Amsterdam, Niederlande •1999: Zeche Zollverein, Essen, Deutschland – Vanitas •2000: Hannover, Deutschland – Vesper im Rahmen der Ausstellung „Lost Paradise Lost. Kunst und sakraler Raum“ •2002: IVAM Centre Julio González, Valencia, Spanien •2002: Museum Würth, Künzelsau, Deutschland •2009/2010: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Deutschland – Hauptwege und Nebenwege. Eine Retrospektive. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009 •2010: Albertina, Wien, Österreich – Markus Lüpertz. Metamorphosen der Weltgeschichte •2010/2011: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg, Deutschland – Mythos und Metamorphose •2012: Horst-Janssen-Museum, Oldenburg, Deutschland – Sagenhaft: Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken Ausstellungen Archaische Mythen, die in der modernen Welt oft verloren gehen, erhalten bei Lüpertz eine neue, kraftvolle Bedeutung. Mit einer Mischung aus symbolischer Tiefe und monumentaler Präsenz verleiht er diesen alten Erzählungen nicht nur neue Gestalt, sondern macht sie zu einem Spiegel der heutigen Zeit. Durch die Verschmelzung von Tradition und Moderne schafft er Werke, die die Urkraft der Mythologie bewahren und gleichzeitig in der Gegenwart verankert sind – eine intensive Auseinandersetzung, die Geschichte nicht als Vergangenheit, sondern als lebendigen Teil unserer Gegenwart begreift. Mythos und Moderne In Lüpertz’ Werk wird Farbe zum Ausdruck eines Kampfes – ein lebendiger Dialog zwischen Chaos und Kontrolle. Der entfesselte Einsatz von kräftigen, oft kontrastierenden Farben lässt nicht nur Emotionen aufbrechen, sondern spiegelt die inneren Konflikte des Künstlers wider. Dabei wird die Spannung zwischen Abstraktion und Figuration meisterhaft inszeniert: Farbflächen und -formen kämpfen miteinander, doch nie auf einfache Weise. Stattdessen offenbart sich eine dialektische Bewegung, die uns dazu einlädt, zwischen den klaren Strukturen und den wild aufbrausenden Farbgefechten zu navigieren und die sich ständig verändernde Beziehung zwischen dem Dargestellten und dem Undarstellbaren zu ergründen. Farbe als Kampf

  • Kunstführung (List) Universität | Sammlung Deilmann

    Polymorph Yaacov Agam Polyesterharz und Metallteile Arman Ohne Titel Arman Tableau Clous Bernard Aubertin Uncertain Theme – and therefore Abstract Rosa Barba Der singende Mann Ernst Barlach Willi Baumeister X Warden of the North Lars Beusker Talking to Thunder Julius von Bismarck Bäume ohne Grenzen Julius von Bismarck Römischer Kopf Hede Bühl 76 / Ap3 Rolf Cavael Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Julian Charrière Harald Deilmann James Collins Collage "Taureau" Le Corbusier Twister Boris Doempke Weiblicher Torso sitzend Joachim Dunkel Vincent and Truck in New York Reiner Fetting Tor der Freude Eberhard Fiebig Über den Wolken – Himmel in Gelting Klaus Fußmann Klaus Fußmann Klaus Fußmann Rotes Rund Rupprecht Geiger Kissenbild: Farbraumkissen Gotthard Graubner Ohne Titel I Johannes Grützke Ohne Titel I Johannes Grützke Caroline Johannes Grützke Nike Bernhard Heiliger Transluzide 1/20 Margareta Hesse Love Robert Indiana Victoire de Samothrace Yves Klein ATAAAA Imi Knoebel X Imi Knöbel Raumplastik Norbert Kricke Chi Norbert Kricke X Norbert Kricke Meta Meter Alicja Kwade 2 Bilder Käseberg Modell für Große Flora D, Fritz König Ohne Titel Fritz König Flat top pyramid with colors superimposed Sol LeWitt Two Cubes with Colors Superimposed (red) Sol LeWitt Edith Ella Littwitz Linsenobjekt Adolf Luther X Adolf Luther Ohne Titel Markus Lüpertz Lichtflügel Heinz Mack Cavallo Marino Marini Big Nude No. One, Paris Helmut Newton Ohne Titel Carsten Nicolai Giant Pool Balls Claes Oldenburg Infection Tobias Rehberger Ever After Paradise III Claudia Rogge Seerosen Salomé Big Four Colours Kai Schiemenz Erdrutsch – welche Folgen Bernard Schultze Best Stamina Henning Strassburger Jeder Gedanke ist ein Würfelwurf - Hommage á Mallarme Walter Stöhrer Werra Werner Stötzer Hermaphrodite Norbert Tadeusz Zwei Grazien Norbert Tadeusz Informelle Komposition Fred Thieler Informelle Komposition II Fred Thieler Ohne Titel Wolfgang Troschke Poesie der Destruktion Günther Uecker Der Nagel Günther Uecker Nagelwürfel Günther Uecker Pulli VIII Cornelius Völker Blüten Cornelius Völker Stolen Andy Andy Warhol Harald Deilmann Andy Warhol Grüne Schlange Norbert Wolf

  • GÜNTHER UECKER

    Günther Uecker Uecker in der Sammlung DEILMANN Günther Uecker markiert mit seinem ikonischen Nagelwürfel den Beginn der Sammlung. Seine Werke, wie die Aschebilder zu Tschernobyl oder die Installation in Buchenwald, verbinden Kunst mit gesellschaftlicher Verantwortung und prägen den Charakter der Sammlung bis heute. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Günther Uecker Günther Uecker ist ein deutscher Künstler, der vor allem für seine ikonischen Nagelbilder bekannt wurde. Nach seinem Studium an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Wismar und der Kunstakademie in Berlin-Weißensee sowie Düsseldorf prägte Uecker die Kunstlandschaft der Nachkriegszeit maßgeblich. 1957 entstanden erstmals seine reliefartigen Nagelbilder, die ihn international bekannt machten. Besonders hervorzuheben ist das Werk White Field (1964), das durch die Anordnung von Nägeln auf Leinwand und den Wechsel von Licht und Schatten die Illusion einer sich bewegenden Oberfläche erzeugt. Uecker war 1961 Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, die sich mit der Verbindung von Licht, Bewegung und optischen Illusionen beschäftigte. In seiner Karriere schuf Uecker nicht nur Gemälde und Objekte, sondern auch Skulpturen aus mit Nägeln gespickten Möbeln wie Klavieren und Stühlen und gestaltete Bühnenbilder sowie Kostüme für Opern. Uecker setzte sich auch intensiv mit kinetischer Kunst auseinander und war ein Pionier in der Integration von Bewegung und Licht in seinen Arbeiten. Seine Werke finden sich in renommierten Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Courtauld Institute of Art in London. Als Künstler, der sowohl als Maler, Bildhauer als auch Bühnenbildner tätig war, bleibt Günther Uecker ein zentraler Vertreter der deutschen Nachkriegskunst und ein bedeutender Mitgestalter der ZERO-Bewegung, dessen Werke weiterhin weltweit geschätzt und ausgestellt werden. Uecker überführt die rohe Energie des Chaos in die scheinbar geordnete Welt der Nägel und lässt so die Grenze zwischen Zerstörung und Schöpfung verschwimmen. In seinen Werken entsteht durch jede präzise Nagelreihe eine Erzählung, die die Spannung zwischen materieller Substanz und abstrakter Form thematisiert. Die Technik der Nagelbildhauerei, auf den ersten Blick simpel, wird durch seine meisterhafte Handhabung zu einem kraftvollen Werkzeug, das ästhetische und philosophische Dimensionen miteinander verbindet. In seinen Arbeiten findet ein unaufhörlicher Dialog zwischen Ordnung und Unordnung statt, der den Betrachter dazu anregt, die Bedeutung von Kunst und Material auf völlig neue Weise zu sehen und zu verstehen. Sprache der Struktur Eindrucksvoll nutzt Günther Uecker seine Arbeiten, um sich mit globalen Ereignissen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Seine Aschebilder sind ein eindringliches Beispiel dafür, wie er sich künstlerisch mit der Katastrophe von Tschernobyl auseinandersetzte, indem er die Zerstörung und die existenziellen Fragen sichtbar machte, die solche Ereignisse aufwerfen. Ebenso beeindruckt seine Installation in Buchenwald, die nicht nur an die Gräuel der Geschichte erinnert, sondern auch ein stilles Mahnmal für die menschliche Verantwortung gegenüber der Vergangenheit darstellt. Uecker zeigt damit, dass Kunst mehr sein kann als Ästhetik. Sie wird zum Medium für Reflexion, Dialog und Verantwortung in einer komplexen Welt. Kunst als politischer Akt in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler • 1960: Erste Einzelausstellung in der Galerie Schmela, Düsseldorf • 1964: documenta III, Kassel • 1965: Mack, Piene, Uecker. O – ZERO, Kestner-Gesellschaft, Hannover • 1968: 4. documenta, Kassel • 1970: Biennale von Venedig, Venedig • 1972: Günther Uecker, Kestnergesellschaft, Hannover • 1977: documenta 6, Kassel • 1988: Moskau • 1999: Regen-Garten, Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd • 2001: Günther Uecker: Aschebilder und Grafiken, Diözesanmuseum Rottenburg am Neckar • 2005: „Zwanzig Kapitel“, Martin-Gropius-Bau und Neue Nationalgalerie Berlin • 2007: „Das graphische Werk“, Stadtmuseum Hattingen in Blankenstein • 2008: Beteiligung an der Ausstellung Sound of Art im Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg • 2009: Dialog – Lange Stoffbahnen im Chor des Schweriner Doms • 2009: Arbeiten auf Papier, Galerie am Dom, Frankfurt am Main • 2011: Sandmühle, Schirn Kunsthalle Frankfurt • 2011: Sonderausstellung zur Preisverleihung KölnMesse • 2012/13: Enrico Castellani und Günther Uecker, Museum of Modern Art Cà Pesaro, Venedig • 2014/15: Heridas – Conexiones / Injuries – Connections, Museo Nacional de Bellas Artes, Havanna, Kuba • 2015: Uecker, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20, Düsseldorf • 2016: Günther Uecker, W&K – Wienerroither und Kohlbacher, Palais Schönborn-Batthyány, Wien • 2020: Günther Uecker. Huldigung an Hafez, Kunsthalle Rostock • 2021: UECKER90, Staatliches Museum Schwerin • 2024: Sonderausstellung Lichtbogen, Goethe-Museum, Düsseldorf Ausstellungen • 1989: Wie ein Bauer auf dem Feld (dt./chinesisch), 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Hubert Neuerburg, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag des WDR • 1993: Der geschundene Mensch, 17 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Hubert Neuerburg, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen • 1999: Die Bilderwelt des Günther Uecker, 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH im Auftrag des ZDF • 2001: Günther Uecker in Belgrad (dt./frz.), 14 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Patrick Metzger, Produktion: Metrovision-Film GmbH i. A. des WDR in Zusammenarbeit mit ARTE • 2004: Günther Uecker und das Rütli, 15 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag der Lukas Leuenberger Produktion • 2004: Günther Uecker (dt./engl./span./frz.), 44 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH im Auftrag für IN-Goethe • 2005: Günther Uecker – Poesie der Destruktion, 52 Min. (45 Min. – dt./engl./frz.), Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film i. A. des WDR in Zusammenarbeit mit ARTE • 2007: Der geschundene Mensch. Verletzungen/Verbindungen, 28 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film i. A. des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) • 2009: Poesie der Erinnerung, 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH • 2014: Der geschundene Mensch, Havanna, 29 Min., Regie: Michael Kluth und Henry Schmahlfeldt, Kamera: Henry Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision-Film i. A. des IfA und Geuer & Geuer ART GmbH • 2013: Verletzung – Verbindung, über Günther Ueckers Ausstellung im TMOCA in Teheran, Iran • 2015: Kraftmensch und Poet – Der Weltkünstler Günther Uecker, 45 Min., Regie: Michael Kluth und Anke Rebbert, Kamera: Adar/Neuerburg/Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision-Film GmbH und WDR • 2016: Günther Uecker – Huldigung an Hafez 2, 40 Min. (Langfassung), 12 Min. (Kurzfassung), Regie: Michael Kluth/Henry Schmahlfeldt, Kamera: H. Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision Film, i. A. Kunstverlag Till Breckner, Düsseldorf Filme • 1964: White Field, Tate Gallery of Modern Art • 1959: Struktursäule, Holz, Nägel, bemalt, in der Sammlung Simon Spierer, Hessisches Landesmuseum Darmstadt • 1962: Salon de Lumière, Lichtobjekte • 1964: Haar der Nymphen, 150 × 150 cm • 1967: Nagel in einem Metallkäfig und konzeptionelle Gestaltung des Creamcheese, Neubrückstraße 12, Düsseldorf • Späte 1960er Jahre: Hommage à Paul Scheerbart (Scheerbartwesen), Nägel und weiße Farbe auf Rupfen und Holz, 175 × 176 cm • 1974: Bühnenbildentwürfe für die Beethoven-Oper Fidelio, Bremen • 1977: Wandrelief für das UNO-Gebäude, Genf • 1978: Zum Zeichen der Schrift oder die Sprachlosigkeit – Fotos von Lothar Wolleh • 1979: Bühnenbildentwürfe für Lohengrin, Bayreuth • 1980: Chichicastenang Nagelboot, anlässlich des Katholikentags, Pax Christi Krefeld • 1981: Lichtsäule am Fernmeldeamt 1, Düsseldorf, 26 m hohe Stahlskulptur mit 294 programmierten Leuchten • 1982: Bühnenbildentwürfe für Tristan und Isolde, Stuttgart • 1989: Bühnenbildentwürfe für Die Bassariden von Hans Werner Henze, Staatsoper Stuttgart • 1986: Ausdrucksvolle Aschebilder, als Reaktion auf Tschernobyl • 1999: Andachtsraum im Reichstagsgebäude, Berlin • 1999: Steinmal in Buchenwald – 1. September 1939, Skulptur im Keller der ehemaligen Häftlingskantine • 2000: Installation „Verletzungen-Verbindungen, vierzehn gebrochene Kreuze“, aufgestellt in der Marienkirche zu Lübeck • 2004: Bühnenbildentwurf für Wilhelm Tell, Deutsches Nationaltheater Weimar auf dem Rütli • 2022: Kirchenfenster für den Schweriner Dom, Teile der bereits ab 2017 entworfenen vier neuen Fenster wurden eingesetzt Werke

  • Ausstellung #2

    November 2024 - Frühjahr 2025 Kontaktieren Sie uns Vorname Nachname* Unternehmen Telefonnummer Email* Ihre Nachricht* Ja, ich möchte den Newsletter abonnieren. Senden Sammlung Deilmann Ausstellungsräume: Rothenburg 14-16 48143 Münster T +49 (0)251 482700 M contact@sammlung-deilmann.com Öffnungszeiten Di-Do 12-16 Uhr Sa 12-16 Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden Bewerte uns auf google, wir würden uns freuen

  • MARGARETA HESSE

    Margareta Hesse Hesse in der Sammlung DEILMANN Margareta Hesse verbindet Kunst, Licht und Raum auf außergewöhnliche Weise. Ihre transluziden Werke, wie ‚Transluzide 1/20‘, eröffnen neue Perspektiven auf Materialität und Ästhetik. Besonders beeindruckt hat uns ihre Fähigkeit, Architektur und Kunst nahtlos zu vereinen und so zeitgenössische Fragen zur Wahrnehmung von Licht und Raum zu stellen. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Margareta Hesse ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Arbeiten die Grenzen von Licht, Raum und Abstraktion erkunden. Mit einem klaren Fokus auf interdisziplinären Ansätzen verbindet sie Malerei, Skulptur und neue Medien. Ihre Werke sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Technologie und deren ästhetischer wie konzeptioneller Umsetzung in Kunst. Hesse studierte Kunst und Romanistik und erhielt ein Stipendium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Seit 1995 hat sie eine Professur für die Grundlagen der visuellen Künste und Illustration an der Fachhochschule Dortmund inne. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Kunsttheorie, etwa mit ihrer Vorlesung „Stimulus and Linking“ über Laserinstallationen am Royal College of Art in London im Rahmen der internationalen Konferenz „Imagining Imagination“. Ihre Arbeiten sind in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna, die Moritzburg in Halle und das Museum für Kommunikation in Frankfurt. Hesses innovative Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Kunstpreis der Stadt Hamm, der Darmstädter Sezession und der Stadt Göttingen. Ihr Schaffen umfasst eindrucksvolle Lichtinstallationen wie „Swathe of Light I-VI“ (2008-2011), die eine einzigartige Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Kunst darstellen. Für ihre wegweisende künstlerische Arbeit wurde Margareta Hesse mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, die ihre Bedeutung in der zeitgenössischen Kunstszene unterstreichen: •Kunstpreis für Bildende Kunst des Bezirks Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf (2015): Diese Auszeichnung würdigt herausragende Künstler*innen, die im Bezirk leben und arbeiten. Hesse überzeugte die Jury mit ihrer experimentellen Verwendung transluzider Materialien und ihrer Fähigkeit, Licht- und Farbräume auf faszinierende Weise zu gestalten. Die Verleihung wurde von einer Ausstellung ihrer Werke in der Kommunalen Galerie Berlin begleitet. •Förderpreis der Darmstädter Sezession (1995): Verliehen für ihre innovative Verbindung von Konkreter Kunst und Materialexperimenten, die bereits früh ihre individuelle Handschrift erkennen ließ. •Kunstpreis der Stadt Hamm (2004): Eine Anerkennung ihrer künstlerischen Entwicklung und ihres Einflusses in der regionalen Kunstszene. •Kultur-Förderpreis der Stadt Göttingen (1990): Ein Preis, der ihre frühen künstlerischen Leistungen und ihr außergewöhnliches Potenzial betonte. •Nominierung für den Gabriele Münter-Preis (2017): Diese Nominierung hebt ihre Rolle als Pionierin hervor, insbesondere in der Förderung von Künstlerinnen in der zeitgenössischen Kunst. Preise & Auszeichnungen Margareta Hesse hat mit ihrem Werk „Transluzide 1/20“ (2020) einen bedeutenden Beitrag im Bereich der Kunst am Bau geleistet. Das Werk, das für die Glasfassade vor den beiden Aufzügen des Flowers-Hotels in Essen geschaffen wurde, verbindet Architektur und Kunst auf eindrucksvolle Weise. Die transluzide Gestaltung der Fassade greift Hesses charakteristische Ästhetik auf, in der Licht, Farbe und Transparenz eine zentrale Rolle spielen. Die spezielle Materialwahl und Anordnung sorgen für ein dynamisches Wechselspiel, das sich je nach Tageszeit, Lichtverhältnissen und Perspektive verändert. Durch diese Interaktion wird der Raum nicht nur funktional gestaltet, sondern zu einem lebendigen Bestandteil des künstlerischen Ausdrucks. „Transluzide 1/20“ zeigt Hesses Fähigkeit, ihre experimentellen Ansätze aus der Malerei und Lichtkunst in architektonische Kontexte zu übertragen. Das Werk schafft eine Verbindung zwischen Kunst und öffentlichem Raum und unterstreicht ihre Vielseitigkeit als Künstlerin. Mit diesem Projekt trägt Hesse dazu bei, den Bereich Kunst am Bau neu zu denken und ästhetische Innovationen in die gebaute Umgebung einzubringen. Kunst am Bau in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1996 Nationalgalerie, Sofia, Bulgarien •1999 Kunstverein Gütersloh, Gütersloh (Solo) •1999 Kunstverein Siegen, Siegen (Solo) •1999 Museum Abtei Liesborn, Liesborn (Solo) •1999 - 2002 „Kunst Zürich“, Internationale Messe für Zeitgenössische Kunst und „ART Frankfurt“ mit Galerie Michael Schlieper, Hagen •2001 Osthaus Museum, Hagen •2001 Schlossgalerie, Nordkirchen (Solo) •2001 - 2002 Museum für Kommunikation, Frankfurt und Hamburg •2002 Kunstverein Würzburg (Solo) •2002 Galerie Klaus Braun, Stuttgart (Solo) •2002 Westdeutscher Künstlerbund, Museum Bochum •2003 Lichtburgforum, Berlin (Solo) •2003 Global Art Source, Zürich, Schweiz (Solo) •2004 Museum Kalkar, Kalkar (Solo) •2004 Global Art Source Gallery, Zürich, Schweiz •2004 Kunstverein Lippstadt (Solo) •2005 Epikur Galerie, Wuppertal (Solo) •2006 Cartwright Hall Museum, Bradford, Großbritannien (Solo) •2006 Mondriaanhuis, Amersfoort, Niederlande •2007 Gustav-Lübcke-Museum, Hamm und Städtische Galerie Schloss Strünkede, Herne (Solo) •2008 Kunstzeche „Unser Fritz“, Herne (Solo) •2008 Museum Siegburg (Solo) •2008 Stiftung für Konkrete Kunst, Freiburg (Solo) •2009 Kasematten der Zitadelle Spandau, Berlin (Solo) •2009 Frauenmuseum Bonn •2009 Museum am Ostwall, Dortmund •2010 Mathildenhöhe, Historisches Wasserreservoir (Solo) •2011 Kunstverein Linz am Rhein •2013 Kunstmuseum Ahlen (Solo) •2014 Kunstmuseum Celle •2015 Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2015 Basel ART Center, Leonhard Rüthmüller Galerie, Schweiz (Solo) •2016 Laserinstallation in der Madrasa Bir Lahjar, International Light Art Projects INTERFERENCE in Tunis, Tunesien •2017 Historischer Keller, Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2017 Akademie der Künste, Berlin •2018 International Light Art Biennale „Lichtungen“, Hildesheim •2018 Reservatório da Patriarcal, Lissabon, Portugal (Solo) •2018 Museu Nacional de História Natural e da Ciência, Lissabon, Portugal (Solo) •2020 Floss & Schultz Gallery, Köln (Solo) •2020 „International Light Art Biennale“, Casa del Mantegna, Mantua •2021 „LOST – ARTfestival“, ehemalige Umspannstation, Berlin •2021 Neue Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt •2022 Haus Kunst Mitte, Berlin •2022 Kunstmuseum Gelsenkirchen •2022 Böhmische Brauerei, Berlin •2023 International Centre for Light Art, Unna (Solo) •2023 Centre for Contemporary Art, Berlin (Solo) •2023 Kunstmuseum Ahlen •2024 Marktkirche, Essen (Solo) •2024 Watson Gallery, Hamburg (Solo) Ausstellungen Margareta Hesse erschafft mit transluziden Polyesterplatten Werke, die Licht, Farbe und Raum in ein faszinierendes Zusammenspiel bringen. Diese industriellen Materialien, ursprünglich für funktionale Zwecke entwickelt, nutzt sie als künstlerische Bildträger, um neue Dimensionen der Malerei zu erforschen. Durch die Kombination aus transparenten und lichtstreuenden Oberflächen entstehen Arbeiten, die durch räumliche Tiefe und wechselnde Lichtwirkungen beeindrucken. Zwei übereinander montierte Platten erzeugen dabei eine vielschichtige Komposition, die den Betrachter dazu einlädt, das Werk aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden. Mit Schellack, Sprühlack und intensiven Farben erzeugt Hesse leuchtende Kontraste und subtile Übergänge. Je nach Blickwinkel verändert sich die Wahrnehmung: Flächen öffnen oder verschließen sich optisch, Farben wirken harmonisch oder kontrastreich. Diese Dynamik macht das Sehen zu einem aktiven Prozess. Hesses transluzide Werke gehen über die traditionelle Malerei hinaus. Sie verbinden Material, Licht und Raum und schaffen ein neues Verständnis von Bildträgern und Ästhetik, das den Betrachter immer wieder aufs Neue fasziniert. Material und Konzept In der Verbindung von Raum, Licht und Material erschafft Hesse Kunst, die sich ständig verändert und den Betrachter aktiv einbezieht. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation und lösen traditionelle Grenzen zwischen diesen Disziplinen auf. Einflussreich für ihr Schaffen sind künstlerische Strömungen wie die Konkrete Kunst und die Lichtkunst. Künstler wie Josef Albers, dessen Untersuchungen zu Farbe und Licht neue Maßstäbe setzten, oder Adolf Luther, der mit reflektierenden Materialien experimentierte, bilden wichtige Bezugspunkte. Dennoch gelingt es Hesse, diese Ansätze weiterzuentwickeln und ihre eigene, unverwechselbare Sprache zu finden. Durch den Einsatz transluzider Materialien wie Polyesterplatten schafft sie Werke, die Transparenz und Dichte, Struktur und Licht in ein dynamisches Wechselspiel setzen. Die Arbeiten reagieren unmittelbar auf Raum und Lichtverhältnisse, wodurch sie sich je nach Perspektive und Umgebung verändern. Diese Eigenschaften machen Hesses Kunst zu einem lebendigen Erlebnis, das Sehen und Wahrnehmen in den Mittelpunkt stellt. Mit ihrem experimentellen Ansatz und der Offenheit für neue Materialien und Technologien erweitert Hesse die Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Sie knüpft an das Erbe großer Pioniere an und setzt gleichzeitig eigene, zukunftsweisende Impulse. Künstlerische Ansätze

  • Andy Warhol Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • BERNARD AUBERTIN

    Bernard Aubertin Aubertin in der Sammlung DEILMANN Bernard Aubertin steht für die radikale Erneuerung der Kunst. Mit seinen monochromen Werken und dem Einsatz von Feuer als künstlerischem Medium überschreitet er die Grenzen klassischer Malerei und eröffnet neue Dimensionen des Schaffens. Seine Nähe zur ZERO-Bewegung und sein Fokus auf Transformation und Materialität spiegeln die zentrale kuratorische Ausrichtung der Sammlung Deilmann wider: Kunst als dynamischer Prozess und nachhaltige Reflexion. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Bernard Aubertin Bernard Aubertin (1934-2015) war ein visionärer Künstler der ZERO-Bewegung, dessen Werk sich durch die konsequente Erforschung der Farbe Rot auszeichnet. Nach ersten figurativen Arbeiten fand er 1958 zu seinem zentralen Ausdrucksmittel: monochrome rote Tafelbilder mit strukturierten Oberflächen. Ab 1960 entstanden Nagelbilder, Feuerbilder und später komplexe Assemblagen, die Materialität, Zerstörung und Transformation thematisieren. Seine Werke reichen von geometrischen Strukturen bis zu großformatigen Objekten und verbinden Malerei, Skulptur und Konzeptkunst. Aubertin hinterfragte die Grenzen der Kunst und schuf eine Sprache der radikalen Reduktion. Für Bernard Aubertin war Rot nicht nur eine Farbe, sondern ein Lebensprinzip, das seine gesamte künstlerische Arbeit durchzog. Diese intensive Farbe stand für ihn als Symbol für Feuer, Blut und Lebenskraft – ein Ausdruck von Energie, der über das rein Ästhetische hinausgeht. Rot bot Aubertin die Möglichkeit, Emotionen zu wecken und gleichzeitig eine universelle Sprache zu schaffen, die unabhängig von kulturellen oder sprachlichen Grenzen funktioniert. In seinen Werken wie den „Tableaux rouges“ und den „Feuerbildern“ nutzte er Rot, um Räume zu beleben und die Sinne seiner Betrachter zu fordern. Dabei verstand er die Farbe als eine Verbindung zwischen Körper und Geist, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Aubertins Rot war nicht nur ein Farbton, sondern ein Statement: Es sollte den Betrachter zum Nachdenken über die Ursprünge und die Intensität des Lebens anregen. Rot als Lebensprinzip Bernard Aubertin begann seine künstlerische Reise mit monochromen roten Gemälden, doch sein Werk entwickelte sich schnell zu einer radikalen Erforschung von Material und Zerstörung. Er verließ die klassischen Techniken der Malerei, um mit Feuer, Nägeln und anderen unkonventionellen Materialien zu arbeiten. In seinen „Feuerbildern“ verband er die explosive Kraft des Feuers mit der kontrollierten Gestaltung, wobei er die Grenzen zwischen Schöpfung und Zerstörung bewusst auflöste. Mit seinen Nagelbildern schuf er reliefartige Oberflächen, die durch ihre Struktur und Schattenbildung die Wahrnehmung des Betrachters herausforderten. Aubertin verwandelte Kunstwerke in Prozesse – dynamische Manifestationen von Energie und Veränderung. Dieser innovative Ansatz machte ihn zu einem Pionier, der die Tradition der Monochromie neu definierte und die Ästhetik der Avantgarde nachhaltig prägte. Von der Monochromie zur Zerstörung Bernard Aubertin war ein entscheidendes Mitglied der ZERO-Bewegung, die in den 1950er Jahren eine radikale Abkehr von der traditionellen Malerei vollzog. Gemeinsam mit Künstlern wie Yves Klein und Piero Manzoni forderte Aubertin die konventionellen Grenzen der Kunst heraus und suchte nach neuen Wegen, Kunst als unmittelbaren, dynamischen Prozess zu erfassen. ZERO war geprägt von einer Abkehr von der figurativen Darstellung und einem Fokus auf pure Energie, Licht und Materie. Aubertin brachte seine eigene Vision ein, indem er Farbe, Feuer und vor allem die Farbe Rot als elementaren Bestandteil seiner Kunst verwendete, um die physische Präsenz der Werke zu verstärken. Seine „Feuerbilder“ und „Nagelbilder“ sind nicht nur ein Beitrag zur ZERO-Bewegung, sondern auch ein klares Statement für die Zerstörung als Teil des kreativen Prozesses. Aubertins Arbeit innerhalb der ZERO-Bewegung prägte die Kunstgeschichte nachhaltig und verschaffte ihm eine zentrale Stellung in der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Bruch mit der Tradition in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1962: NUL Stedelijk Museum, Amsterdam, Niederlande •1977: documenta 6, Kassel, Deutschland •1993: Retrospektive, Stiftung für konkrete Kunst, Reutlingen, Deutschland •1999: Les coups, Frac Bourgogne, Dijon, Frankreich •2000: Art concret, Espace de l´Art Concret, Mouans-Sartoux, Frankreich •2001: BERNARD AUBERTIN ACTUEL, STIFTUNG FÜR KONKRETE KUNST, REUTLINGEN, DEUTSCHLAND •2003: Seeing Red, Hunter College Art Galleries, New York City, USA •2004: Stets Konkret, Die Hubertus Schoeller Stiftung, Leopold-Hoesch-Museum, Düren, Deutschland •2005: Bernard Aubertin: Die Reise nach Rom, Stiftung für konkrete Kunst, Reutlingen, Deutschland •2005: autour du groupe ZERO, Espace de l´Art Concret, Mouans-Sartoux, Frankreich •2006: ZERO, Museum Kunst Palast, Düsseldorf, Deutschland •2006: TUTTOLIBRI, Galleria Milano, Mailand, Italien •2007: Bildertausch 2, Museum Ritter, Waldenbuch, Deutschland •2009: 75 x Aubertin, Stiftung für konkrete Kunst, Reutlingen, Deutschland •2009: The Death of the Audience, Wiener Secession, Österreich •2013: La nature des choses, Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain, Nizza, Frankreich •2014: ZERO Countdown to Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Museum, New York City, USA •2015: ZERO Let us explore the stars, Stedelijk Museum, Amsterdam, Niederlande •2024: Bernard Aubertin: Rouge et plus, Kunstmuseum Reutlingen, Deutschland Ausstellungen •Stiftung für konkrete Kunst, Reutlingen, Deutschland •Espace de l’Art Concret, Mouans-Sartoux, Frankreich •Frac Bourgogne, Dijon, Frankreich •Karl Ernst Osthaus-Museum, Hagen, Deutschland •Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz, Deutschland •Musée du Château de Montbéliard, Frankreich •Museion, Bozen, Italien •Museu Berardo, Lissabon, Portugal •Museum Liaunig, Neuhaus, Österreich •Norton Museum of Art, West Palm Beach, USA Sammlungen 1.Bernard Aubertin: Das Feuer und das Rot = Le feu et le rouge. Herausgegeben von Beate Reifenscheid, Kerber Verlag, 1998. Eine umfassende Monografie mit Beiträgen von Bernard Aubertin, die seine zentrale Rolle in der Kunstbewegung der ZERO-Gruppe und seine innovativen Ansätze mit Feuer und der Farbe Rot beleuchtet. 2.Zero: Internationale Künstler-Avantgarde der 50er-60er Jahre. Autoren: Jean Hubert Martin, Museum Kunst Palast (Düsseldorf), Musée d’art moderne Saint-Étienne, Hatje Cantz Verlag, 2006. Eine detaillierte Übersicht über die internationale ZERO-Bewegung, ihre Hauptakteure und den Einfluss auf die Avantgarde-Kunst weltweit, einschließlich Aubertins bedeutender Beiträge. 3.Zero. Herausgegeben von Ursula Perucchi-Petri, Kunsthaus Zürich, Verlag Cantz, 1979. Ein frühes, wegweisendes Werk über die ZERO-Bewegung, das Aubertins Position und seine innovativen Ansätze innerhalb dieser Bewegung dokumentiert. Ausgewählte Publikationen

  • SOL LEWITT

    LEWITT 1 Flat top pyramid with colors superimposed Künstler Sol LeWitt Werk Flat top pyramid with colors superimposed Inventar-Nr. AD-0041 Datierung 1988 Format 74 x 238 cm Material Signierte Farbserigraphie Merkmale Auflage 30 Provenienz Deilmann Stiftung Sol LeWitt Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • Hede Bühl Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

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