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Hesse in der Sammlung DEILMANN

Margareta Hesse verbindet Kunst, Licht und Raum auf außergewöhnliche Weise. Ihre transluziden Werke, wie ‚Transluzide 1/20‘, eröffnen neue Perspektiven auf Materialität und Ästhetik. Besonders beeindruckt hat uns ihre Fähigkeit, Architektur und Kunst nahtlos zu vereinen und so zeitgenössische Fragen zur Wahrnehmung von Licht und Raum zu stellen.

Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann

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Margareta Hesse ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Arbeiten die Grenzen von Licht, Raum und Abstraktion erkunden. Mit einem klaren Fokus auf interdisziplinären Ansätzen verbindet sie Malerei, Skulptur und neue Medien. Ihre Werke sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Technologie und deren ästhetischer wie konzeptioneller Umsetzung in Kunst. Hesse studierte Kunst und Romanistik und erhielt ein Stipendium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Seit 1995 hat sie eine Professur für die Grundlagen der visuellen Künste und Illustration an der Fachhochschule Dortmund inne. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Kunsttheorie, etwa mit ihrer Vorlesung „Stimulus and Linking“ über Laserinstallationen am Royal College of Art in London im Rahmen der internationalen Konferenz „Imagining Imagination“. Ihre Arbeiten sind in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna, die Moritzburg in Halle und das Museum für Kommunikation in Frankfurt. Hesses innovative Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Kunstpreis der Stadt Hamm, der Darmstädter Sezession und der Stadt Göttingen. Ihr Schaffen umfasst eindrucksvolle Lichtinstallationen wie „Swathe of Light I-VI“ (2008-2011), die eine einzigartige Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Kunst darstellen.
Für ihre wegweisende künstlerische Arbeit wurde Margareta Hesse mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, die ihre Bedeutung in der zeitgenössischen Kunstszene unterstreichen: •Kunstpreis für Bildende Kunst des Bezirks Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf (2015): Diese Auszeichnung würdigt herausragende Künstler*innen, die im Bezirk leben und arbeiten. Hesse überzeugte die Jury mit ihrer experimentellen Verwendung transluzider Materialien und ihrer Fähigkeit, Licht- und Farbräume auf faszinierende Weise zu gestalten. Die Verleihung wurde von einer Ausstellung ihrer Werke in der Kommunalen Galerie Berlin begleitet. •Förderpreis der Darmstädter Sezession (1995): Verliehen für ihre innovative Verbindung von Konkreter Kunst und Materialexperimenten, die bereits früh ihre individuelle Handschrift erkennen ließ. •Kunstpreis der Stadt Hamm (2004): Eine Anerkennung ihrer künstlerischen Entwicklung und ihres Einflusses in der regionalen Kunstszene. •Kultur-Förderpreis der Stadt Göttingen (1990): Ein Preis, der ihre frühen künstlerischen Leistungen und ihr außergewöhnliches Potenzial betonte. •Nominierung für den Gabriele Münter-Preis (2017): Diese Nominierung hebt ihre Rolle als Pionierin hervor, insbesondere in der Förderung von Künstlerinnen in der zeitgenössischen Kunst.

Preise & Auszeichnungen

Margareta Hesse hat mit ihrem Werk „Transluzide 1/20“ (2020) einen bedeutenden Beitrag im Bereich der Kunst am Bau geleistet. Das Werk, das für die Glasfassade vor den beiden Aufzügen des Flowers-Hotels in Essen geschaffen wurde, verbindet Architektur und Kunst auf eindrucksvolle Weise. Die transluzide Gestaltung der Fassade greift Hesses charakteristische Ästhetik auf, in der Licht, Farbe und Transparenz eine zentrale Rolle spielen. Die spezielle Materialwahl und Anordnung sorgen für ein dynamisches Wechselspiel, das sich je nach Tageszeit, Lichtverhältnissen und Perspektive verändert. Durch diese Interaktion wird der Raum nicht nur funktional gestaltet, sondern zu einem lebendigen Bestandteil des künstlerischen Ausdrucks. „Transluzide 1/20“ zeigt Hesses Fähigkeit, ihre experimentellen Ansätze aus der Malerei und Lichtkunst in architektonische Kontexte zu übertragen. Das Werk schafft eine Verbindung zwischen Kunst und öffentlichem Raum und unterstreicht ihre Vielseitigkeit als Künstlerin. Mit diesem Projekt trägt Hesse dazu bei, den Bereich Kunst am Bau neu zu denken und ästhetische Innovationen in die gebaute Umgebung einzubringen.

Kunst am Bau

in der Sammlung Deilmann

Künstler der Sammlung

•1996 Nationalgalerie, Sofia, Bulgarien •1999 Kunstverein Gütersloh, Gütersloh (Solo) •1999 Kunstverein Siegen, Siegen (Solo) •1999 Museum Abtei Liesborn, Liesborn (Solo) •1999 - 2002 „Kunst Zürich“, Internationale Messe für Zeitgenössische Kunst und „ART Frankfurt“ mit Galerie Michael Schlieper, Hagen •2001 Osthaus Museum, Hagen •2001 Schlossgalerie, Nordkirchen (Solo) •2001 - 2002 Museum für Kommunikation, Frankfurt und Hamburg •2002 Kunstverein Würzburg (Solo) •2002 Galerie Klaus Braun, Stuttgart (Solo) •2002 Westdeutscher Künstlerbund, Museum Bochum •2003 Lichtburgforum, Berlin (Solo) •2003 Global Art Source, Zürich, Schweiz (Solo) •2004 Museum Kalkar, Kalkar (Solo) •2004 Global Art Source Gallery, Zürich, Schweiz •2004 Kunstverein Lippstadt (Solo) •2005 Epikur Galerie, Wuppertal (Solo) •2006 Cartwright Hall Museum, Bradford, Großbritannien (Solo) •2006 Mondriaanhuis, Amersfoort, Niederlande •2007 Gustav-Lübcke-Museum, Hamm und Städtische Galerie Schloss Strünkede, Herne (Solo) •2008 Kunstzeche „Unser Fritz“, Herne (Solo) •2008 Museum Siegburg (Solo) •2008 Stiftung für Konkrete Kunst, Freiburg (Solo) •2009 Kasematten der Zitadelle Spandau, Berlin (Solo) •2009 Frauenmuseum Bonn •2009 Museum am Ostwall, Dortmund •2010 Mathildenhöhe, Historisches Wasserreservoir (Solo) •2011 Kunstverein Linz am Rhein •2013 Kunstmuseum Ahlen (Solo) •2014 Kunstmuseum Celle •2015 Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2015 Basel ART Center, Leonhard Rüthmüller Galerie, Schweiz (Solo) •2016 Laserinstallation in der Madrasa Bir Lahjar, International Light Art Projects INTERFERENCE in Tunis, Tunesien •2017 Historischer Keller, Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2017 Akademie der Künste, Berlin •2018 International Light Art Biennale „Lichtungen“, Hildesheim •2018 Reservatório da Patriarcal, Lissabon, Portugal (Solo) •2018 Museu Nacional de História Natural e da Ciência, Lissabon, Portugal (Solo) •2020 Floss & Schultz Gallery, Köln (Solo) •2020 „International Light Art Biennale“, Casa del Mantegna, Mantua •2021 „LOST – ARTfestival“, ehemalige Umspannstation, Berlin •2021 Neue Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt •2022 Haus Kunst Mitte, Berlin •2022 Kunstmuseum Gelsenkirchen •2022 Böhmische Brauerei, Berlin •2023 International Centre for Light Art, Unna (Solo) •2023 Centre for Contemporary Art, Berlin (Solo) •2023 Kunstmuseum Ahlen •2024 Marktkirche, Essen (Solo) •2024 Watson Gallery, Hamburg (Solo)

Ausstellungen

Margareta Hesse erschafft mit transluziden Polyesterplatten Werke, die Licht, Farbe und Raum in ein faszinierendes Zusammenspiel bringen. Diese industriellen Materialien, ursprünglich für funktionale Zwecke entwickelt, nutzt sie als künstlerische Bildträger, um neue Dimensionen der Malerei zu erforschen. Durch die Kombination aus transparenten und lichtstreuenden Oberflächen entstehen Arbeiten, die durch räumliche Tiefe und wechselnde Lichtwirkungen beeindrucken. Zwei übereinander montierte Platten erzeugen dabei eine vielschichtige Komposition, die den Betrachter dazu einlädt, das Werk aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden. Mit Schellack, Sprühlack und intensiven Farben erzeugt Hesse leuchtende Kontraste und subtile Übergänge. Je nach Blickwinkel verändert sich die Wahrnehmung: Flächen öffnen oder verschließen sich optisch, Farben wirken harmonisch oder kontrastreich. Diese Dynamik macht das Sehen zu einem aktiven Prozess. Hesses transluzide Werke gehen über die traditionelle Malerei hinaus. Sie verbinden Material, Licht und Raum und schaffen ein neues Verständnis von Bildträgern und Ästhetik, das den Betrachter immer wieder aufs Neue fasziniert.

Material und Konzept

In der Verbindung von Raum, Licht und Material erschafft Hesse Kunst, die sich ständig verändert und den Betrachter aktiv einbezieht. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation und lösen traditionelle Grenzen zwischen diesen Disziplinen auf. Einflussreich für ihr Schaffen sind künstlerische Strömungen wie die Konkrete Kunst und die Lichtkunst. Künstler wie Josef Albers, dessen Untersuchungen zu Farbe und Licht neue Maßstäbe setzten, oder Adolf Luther, der mit reflektierenden Materialien experimentierte, bilden wichtige Bezugspunkte. Dennoch gelingt es Hesse, diese Ansätze weiterzuentwickeln und ihre eigene, unverwechselbare Sprache zu finden. Durch den Einsatz transluzider Materialien wie Polyesterplatten schafft sie Werke, die Transparenz und Dichte, Struktur und Licht in ein dynamisches Wechselspiel setzen. Die Arbeiten reagieren unmittelbar auf Raum und Lichtverhältnisse, wodurch sie sich je nach Perspektive und Umgebung verändern. Diese Eigenschaften machen Hesses Kunst zu einem lebendigen Erlebnis, das Sehen und Wahrnehmen in den Mittelpunkt stellt. Mit ihrem experimentellen Ansatz und der Offenheit für neue Materialien und Technologien erweitert Hesse die Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Sie knüpft an das Erbe großer Pioniere an und setzt gleichzeitig eigene, zukunftsweisende Impulse.

Künstlerische Ansätze

Margareta Hesse

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