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- BORIS DOEMPKE
Boris Doempke Doempke in der Sammlung DEILMANN Boris Doempkes Werk verbindet Tradition und Moderne und ist somit ein bedeutender Teil der Sammlung Deilmann. Durch die Kombination experimenteller Materialien mit klassischen Techniken eröffnet er neue Perspektiven auf Abstraktion und Figuration. Seine Skulpturen und Installationen regen zu tiefgründigen Reflexionen über gesellschaftliche und kulturelle Themen an und treten in einen Dialog mit anderen herausragenden zeitgenössischen Positionen. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Foto: webseite Boris Doempke Boris Doempke (*1955 in Münster) ist ein deutscher Künstler, der für seine Malerei, Rauminstallationen und Kunst-am-Bau-Projekte bekannt ist. Nach seinem Studium in Münster und Berlin war er Mitbegründer der Produzentengalerie „Der Standort – Raum für Installationen“ in Berlin. Doempke arbeitet oft mit Holzleisten und dynamischen Farbkonzepten, die Raum und Form neu definieren. Zu seinen bedeutenden Werken zählt das „Auferstehungskreuz“, das 2017 für das Reformationsjubiläum entstand und später für das Bistum Münster genutzt wurde. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert und sind in verschiedenen Sammlungen vertreten, darunter die Kunsthalle Bremerhaven und das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen. Boris Doempke bewegt sich gekonnt zwischen den Polen der Abstraktion und Figuration. In seinen Arbeiten verschwimmen die Grenzen dieser beiden Dimensionen, wodurch er den Betrachter sowohl intellektuell als auch emotional anspricht. Während die abstrakten Elemente Raum für Interpretation lassen, fügen sich figürliche Anklänge in die Werke ein und erzeugen eine neue Lesart der Realität. Diese Dualität ermöglicht es Doempke, eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Menschlichen, dem Universellen und dem Unbewussten zu schaffen, indem er das Sichtbare und das Unsichtbare miteinander vereint. Abstraktion und Figuration Doempke nutzt den Raum als integralen Bestandteil seiner Werke. Seine Skulpturen und Installationen interagieren mit ihrer Umgebung und verändern den Raum, in dem sie sich befinden. Diese Wechselbeziehung zwischen Werk und Kontext lässt den Betrachter die Kunst nicht nur visuell, sondern auch räumlich erleben. Dabei wird der Kontext – sei es der Ausstellungsraum, der öffentliche Raum oder der historische Hintergrund – zu einem aktiven Teil der Wahrnehmung. Beziehung zwischen Raum und Werk in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •2015: Galerie Mike Karstens, Münster •2018: Kunstverein Bremerhaven, Bremerhaven, Deutschland •2018: Gerhard-Marcks-Haus, Pavillon, Bremen, Deutschland •2024: KunstBüdchen, Ratingen/Lintorf, Deutschland Einzelausstellungen (Auswahl) •2019: Städtische Galerie Bremen, Deutschland •2021: KW Randlage, Worpswede, Deutschland •2022: Galerie Mike Karstens, Münster, Deutschland Gruppenausstellungen (Auswahl) Boris Doempke geht in seiner Kunst immer wieder neue, unerforschte Wege, wenn es um die Wahl und Kombination von Materialien geht. Er nutzt eine bemerkenswerte Vielfalt – von klassischen Materialien wie Holz, Stein und Metall bis hin zu moderneren Kunsttechniken, die oft durch digitale Technologien unterstützt werden. Diese materialtechnische Vielfalt ist nicht nur ein experimentelles Mittel, sondern eine Aussage über die Vielschichtigkeit unserer Wahrnehmung und die Welt, die uns umgibt. Durch die Kombination von traditionellen Materialien und futuristischen, teils industriellen Komponenten erzeugt Doempke eine Spannung zwischen Altem und Neuem, zwischen der „natürlichen“ und der „technischen“ Welt. Seine Formensprache folgt einem organischen Ansatz, der häufig von geometrischen Strukturen durchzogen ist, doch nie ganz von der Materie gelöst ist. Es sind die subtilen und kraftvollen Übergänge von Form zu Form, welche die Werke von Doempke so besonders machen. Der Fluss von weichen, fast flüssigen Formen bis zu den harten, skulpturalen Elementen lässt den Betrachter in einer Art Dialog mit dem Werk treten, bei dem sich die Grenze zwischen Kunstobjekt und realer Welt zunehmend auflöst. In der Symbiose von Material und Form fordert Doempke den Betrachter heraus, sich in den umgebenden Raum des Werkes zu begeben und es mit einer neuen Wahrnehmung zu erleben – ein Prozess, der sowohl emotional als auch intellektuell anregt. Materialität und Form
- FRED THIELER
THIELER 2 Informelle Komposition Künstler Fred Thieler Werk Informelle Komposition Inventar-Nr. AD-0063 Datierung 1973 Format 132 x 288 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Arbeit für die Dokumenta Provenienz 2019 Deilmann Stiftung Über das Werk Das Gemälde von Fred Thieler ist ein eindrucksvolles Beispiel für gegenstandslose Kunst. Auf der Leinwand sind keine klaren Figuren oder Landschaften zu erkennen. Stattdessen bestehen die Formen aus kräftigen Farben, dynamischen Linien und energiegeladenen Kompositionen. Mal wirken sie geordnet, mal chaotisch. Sie öffnen einen Raum für Emotionen und eigene Gedanken. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Maler, sondern auch Widerstandskämpfer. Im Zweiten Weltkrieg stellte er sich mutig gegen das nationalsozialistische Regime: Er rettete seine jüdische Mutter, half Verfolgten und stand in Kontakt mit Mitgliedern der Weißen Rose. Diese Erfahrungen prägten sein Leben und sein Werk. Seine Kunst ist Ausdruck von Freiheit und Haltung – ein stiller, aber eindringlicher Widerstand gegen Unterdrückung. Nach dem Krieg entwickelte Thieler eine eigene abstrakte Bildsprache. Seine Malerei lebt von kräftigen Farben, dynamischen Bewegungen und energischen Kompositionen. Sie spiegelt die Zerrissenheit der Nachkriegszeit wider, aber auch den Mut, Neues zu wagen. Thieler arbeitete expressiv und experimentell. Seine Bilder sind mehr als nur Farbfelder: Sie sind emotionale Landschaften. Jede Linie, jeder Pinselstrich erzählt von Schmerz, Freude, Angst oder Hoffnung. In ihnen verbindet sich persönliche Erfahrung mit allgemeiner Geschichte. Thielers Werk regt dazu an, über Freiheit, Identität und Widerstand nachzudenken – und in der Sprache der abstrakten Kunst Antworten auf das Menschsein zu suchen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Weil das Gemälde von Fred Thieler keine Menschen, Landschaften oder überhaupt etwas konkret erkennbares zeigt, nennt man diese Art der Kunst auch "gegenstandslose Kunst". Stattdessen besteht das Bild aus vielen bunten Farben, Linien und Formen. Mal wirken sie ruhig und geordnet, mal wild und chaotisch. So entsteht ein Bild, das Gefühle weckt und die Fantasie anregt. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer: Für Gerechtigkeit und Freiheit. Während des Zweiten Weltkriegs half er Menschen in Not, rettete seine Mutter und setzte sich gegen Unrecht ein. Diese Erfahrungen haben seine Kunst geprägt. In seinen Bildern kann man sehen, wie wichtig Freiheit und Mut für ihn waren. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art: Er nutzte starke Farben und bewegte Formen, um seinen Gefühlen einen kreativen Ausdruck zu verleihen. Seine Bilder zeigen manchmal die schwierige Zeit nach dem Krieg, aber auch Hoffnung und Mut, Neues zu wagen. Seine Kunst erzählt Geschichten über Freude, Angst, Schmerz oder Hoffnung. Jeder Pinselstrich ist wie ein Stück von Thielers Leben. Die Bilder laden dazu ein, über Freiheit, Mut und das Leben nachzudenken – und darüber, wie man die Welt mit eigenen Augen sehen kann. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Bild von Fred Thieler zeigt keine Menschen, Tiere oder Landschaften. Deshalb nennt man diese Kunst „gegenstandslose Kunst“. Auf der Leinwand sieht man nur Farben, Linien und Formen. Manchmal wirken sie ruhig und ordentlich. Manchmal wild und durcheinander. So kann das Bild Gefühle wecken und die Fantasie anregen. Fred Thieler war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer. Im Zweiten Weltkrieg half er Menschen in Not. Er rettete auch seine Mutter. Diese Erfahrungen haben ihn immer begleitet. Für den Künstler waren Freiheit und Gerechtigkeit sehr wichtig. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art. Er nutzte kräftige Farben und bewegte Formen, um seine Gefühle zu zeigen. Die Bilder erzählen von schweren Zeiten. Sie erzählen aber auch von Hoffnung und Mut. Seine Bilder sprechen über Freude, Angst, Schmerz und Hoffnung. Jeder Pinselstrich erzählt ein Stück von Thielers Leben. Fred Thieler Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- Kunstführung (List) Universität | Sammlung Deilmann
Polymorph Yaacov Agam Polyesterharz und Metallteile Arman Ohne Titel Arman Tableau Clous Bernard Aubertin Uncertain Theme – and therefore Abstract Rosa Barba Der singende Mann Ernst Barlach Willi Baumeister X Warden of the North Lars Beusker Talking to Thunder Julius von Bismarck Bäume ohne Grenzen Julius von Bismarck Römischer Kopf Hede Bühl 76 / Ap3 Rolf Cavael Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Julian Charrière Harald Deilmann James Collins Collage "Taureau" Le Corbusier Twister Boris Doempke Weiblicher Torso sitzend Joachim Dunkel Vincent and Truck in New York Reiner Fetting Tor der Freude Eberhard Fiebig Über den Wolken – Himmel in Gelting Klaus Fußmann Klaus Fußmann Klaus Fußmann Rotes Rund Rupprecht Geiger Kissenbild: Farbraumkissen Gotthard Graubner Ohne Titel I Johannes Grützke Ohne Titel I Johannes Grützke Caroline Johannes Grützke Nike Bernhard Heiliger Transluzide 1/20 Margareta Hesse Love Robert Indiana Victoire de Samothrace Yves Klein ATAAAA Imi Knoebel X Imi Knöbel Raumplastik Norbert Kricke Chi Norbert Kricke X Norbert Kricke Meta Meter Alicja Kwade 2 Bilder Käseberg Modell für Große Flora D, Fritz König Ohne Titel Fritz König Flat top pyramid with colors superimposed Sol LeWitt Two Cubes with Colors Superimposed (red) Sol LeWitt Edith Ella Littwitz Linsenobjekt Adolf Luther X Adolf Luther Ohne Titel Markus Lüpertz Lichtflügel Heinz Mack Cavallo Marino Marini Big Nude No. One, Paris Helmut Newton Ohne Titel Carsten Nicolai Giant Pool Balls Claes Oldenburg Infection Tobias Rehberger Ever After Paradise III Claudia Rogge Seerosen Salomé Big Four Colours Kai Schiemenz Erdrutsch – welche Folgen Bernard Schultze Best Stamina Henning Strassburger Jeder Gedanke ist ein Würfelwurf - Hommage á Mallarme Walter Stöhrer Werra Werner Stötzer Hermaphrodite Norbert Tadeusz Zwei Grazien Norbert Tadeusz Informelle Komposition Fred Thieler Informelle Komposition II Fred Thieler Ohne Titel Wolfgang Troschke Poesie der Destruktion Günther Uecker Der Nagel Günther Uecker Nagelwürfel Günther Uecker Pulli VIII Cornelius Völker Blüten Cornelius Völker Stolen Andy Andy Warhol Harald Deilmann Andy Warhol Grüne Schlange Norbert Wolf
- GÜNTHER UECKER
Günther Uecker Uecker in der Sammlung DEILMANN Günther Uecker markiert mit seinem ikonischen Nagelwürfel den Beginn der Sammlung. Seine Werke, wie die Aschebilder zu Tschernobyl oder die Installation in Buchenwald, verbinden Kunst mit gesellschaftlicher Verantwortung und prägen den Charakter der Sammlung bis heute. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Günther Uecker Günther Uecker ist ein deutscher Künstler, der vor allem für seine ikonischen Nagelbilder bekannt wurde. Nach seinem Studium an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Wismar und der Kunstakademie in Berlin-Weißensee sowie Düsseldorf prägte Uecker die Kunstlandschaft der Nachkriegszeit maßgeblich. 1957 entstanden erstmals seine reliefartigen Nagelbilder, die ihn international bekannt machten. Besonders hervorzuheben ist das Werk White Field (1964), das durch die Anordnung von Nägeln auf Leinwand und den Wechsel von Licht und Schatten die Illusion einer sich bewegenden Oberfläche erzeugt. Uecker war 1961 Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, die sich mit der Verbindung von Licht, Bewegung und optischen Illusionen beschäftigte. In seiner Karriere schuf Uecker nicht nur Gemälde und Objekte, sondern auch Skulpturen aus mit Nägeln gespickten Möbeln wie Klavieren und Stühlen und gestaltete Bühnenbilder sowie Kostüme für Opern. Uecker setzte sich auch intensiv mit kinetischer Kunst auseinander und war ein Pionier in der Integration von Bewegung und Licht in seinen Arbeiten. Seine Werke finden sich in renommierten Sammlungen wie dem Museum of Modern Art in New York und dem Courtauld Institute of Art in London. Als Künstler, der sowohl als Maler, Bildhauer als auch Bühnenbildner tätig war, bleibt Günther Uecker ein zentraler Vertreter der deutschen Nachkriegskunst und ein bedeutender Mitgestalter der ZERO-Bewegung, dessen Werke weiterhin weltweit geschätzt und ausgestellt werden. Uecker überführt die rohe Energie des Chaos in die scheinbar geordnete Welt der Nägel und lässt so die Grenze zwischen Zerstörung und Schöpfung verschwimmen. In seinen Werken entsteht durch jede präzise Nagelreihe eine Erzählung, die die Spannung zwischen materieller Substanz und abstrakter Form thematisiert. Die Technik der Nagelbildhauerei, auf den ersten Blick simpel, wird durch seine meisterhafte Handhabung zu einem kraftvollen Werkzeug, das ästhetische und philosophische Dimensionen miteinander verbindet. In seinen Arbeiten findet ein unaufhörlicher Dialog zwischen Ordnung und Unordnung statt, der den Betrachter dazu anregt, die Bedeutung von Kunst und Material auf völlig neue Weise zu sehen und zu verstehen. Sprache der Struktur Eindrucksvoll nutzt Günther Uecker seine Arbeiten, um sich mit globalen Ereignissen und gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Seine Aschebilder sind ein eindringliches Beispiel dafür, wie er sich künstlerisch mit der Katastrophe von Tschernobyl auseinandersetzte, indem er die Zerstörung und die existenziellen Fragen sichtbar machte, die solche Ereignisse aufwerfen. Ebenso beeindruckt seine Installation in Buchenwald, die nicht nur an die Gräuel der Geschichte erinnert, sondern auch ein stilles Mahnmal für die menschliche Verantwortung gegenüber der Vergangenheit darstellt. Uecker zeigt damit, dass Kunst mehr sein kann als Ästhetik. Sie wird zum Medium für Reflexion, Dialog und Verantwortung in einer komplexen Welt. Kunst als politischer Akt in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler • 1960: Erste Einzelausstellung in der Galerie Schmela, Düsseldorf • 1964: documenta III, Kassel • 1965: Mack, Piene, Uecker. O – ZERO, Kestner-Gesellschaft, Hannover • 1968: 4. documenta, Kassel • 1970: Biennale von Venedig, Venedig • 1972: Günther Uecker, Kestnergesellschaft, Hannover • 1977: documenta 6, Kassel • 1988: Moskau • 1999: Regen-Garten, Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd • 2001: Günther Uecker: Aschebilder und Grafiken, Diözesanmuseum Rottenburg am Neckar • 2005: „Zwanzig Kapitel“, Martin-Gropius-Bau und Neue Nationalgalerie Berlin • 2007: „Das graphische Werk“, Stadtmuseum Hattingen in Blankenstein • 2008: Beteiligung an der Ausstellung Sound of Art im Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg • 2009: Dialog – Lange Stoffbahnen im Chor des Schweriner Doms • 2009: Arbeiten auf Papier, Galerie am Dom, Frankfurt am Main • 2011: Sandmühle, Schirn Kunsthalle Frankfurt • 2011: Sonderausstellung zur Preisverleihung KölnMesse • 2012/13: Enrico Castellani und Günther Uecker, Museum of Modern Art Cà Pesaro, Venedig • 2014/15: Heridas – Conexiones / Injuries – Connections, Museo Nacional de Bellas Artes, Havanna, Kuba • 2015: Uecker, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K20, Düsseldorf • 2016: Günther Uecker, W&K – Wienerroither und Kohlbacher, Palais Schönborn-Batthyány, Wien • 2020: Günther Uecker. Huldigung an Hafez, Kunsthalle Rostock • 2021: UECKER90, Staatliches Museum Schwerin • 2024: Sonderausstellung Lichtbogen, Goethe-Museum, Düsseldorf Ausstellungen • 1989: Wie ein Bauer auf dem Feld (dt./chinesisch), 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Hubert Neuerburg, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag des WDR • 1993: Der geschundene Mensch, 17 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Hubert Neuerburg, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag des Instituts für Auslandsbeziehungen • 1999: Die Bilderwelt des Günther Uecker, 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH im Auftrag des ZDF • 2001: Günther Uecker in Belgrad (dt./frz.), 14 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Patrick Metzger, Produktion: Metrovision-Film GmbH i. A. des WDR in Zusammenarbeit mit ARTE • 2004: Günther Uecker und das Rütli, 15 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film im Auftrag der Lukas Leuenberger Produktion • 2004: Günther Uecker (dt./engl./span./frz.), 44 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH im Auftrag für IN-Goethe • 2005: Günther Uecker – Poesie der Destruktion, 52 Min. (45 Min. – dt./engl./frz.), Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film i. A. des WDR in Zusammenarbeit mit ARTE • 2007: Der geschundene Mensch. Verletzungen/Verbindungen, 28 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film i. A. des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) • 2009: Poesie der Erinnerung, 45 Min., Regie: Michael Kluth, Kamera: Uri Adar, Produktion: Metrovision-Film GmbH • 2014: Der geschundene Mensch, Havanna, 29 Min., Regie: Michael Kluth und Henry Schmahlfeldt, Kamera: Henry Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision-Film i. A. des IfA und Geuer & Geuer ART GmbH • 2013: Verletzung – Verbindung, über Günther Ueckers Ausstellung im TMOCA in Teheran, Iran • 2015: Kraftmensch und Poet – Der Weltkünstler Günther Uecker, 45 Min., Regie: Michael Kluth und Anke Rebbert, Kamera: Adar/Neuerburg/Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision-Film GmbH und WDR • 2016: Günther Uecker – Huldigung an Hafez 2, 40 Min. (Langfassung), 12 Min. (Kurzfassung), Regie: Michael Kluth/Henry Schmahlfeldt, Kamera: H. Schmahlfeldt, Produktion: Metrovision Film, i. A. Kunstverlag Till Breckner, Düsseldorf Filme • 1964: White Field, Tate Gallery of Modern Art • 1959: Struktursäule, Holz, Nägel, bemalt, in der Sammlung Simon Spierer, Hessisches Landesmuseum Darmstadt • 1962: Salon de Lumière, Lichtobjekte • 1964: Haar der Nymphen, 150 × 150 cm • 1967: Nagel in einem Metallkäfig und konzeptionelle Gestaltung des Creamcheese, Neubrückstraße 12, Düsseldorf • Späte 1960er Jahre: Hommage à Paul Scheerbart (Scheerbartwesen), Nägel und weiße Farbe auf Rupfen und Holz, 175 × 176 cm • 1974: Bühnenbildentwürfe für die Beethoven-Oper Fidelio, Bremen • 1977: Wandrelief für das UNO-Gebäude, Genf • 1978: Zum Zeichen der Schrift oder die Sprachlosigkeit – Fotos von Lothar Wolleh • 1979: Bühnenbildentwürfe für Lohengrin, Bayreuth • 1980: Chichicastenang Nagelboot, anlässlich des Katholikentags, Pax Christi Krefeld • 1981: Lichtsäule am Fernmeldeamt 1, Düsseldorf, 26 m hohe Stahlskulptur mit 294 programmierten Leuchten • 1982: Bühnenbildentwürfe für Tristan und Isolde, Stuttgart • 1989: Bühnenbildentwürfe für Die Bassariden von Hans Werner Henze, Staatsoper Stuttgart • 1986: Ausdrucksvolle Aschebilder, als Reaktion auf Tschernobyl • 1999: Andachtsraum im Reichstagsgebäude, Berlin • 1999: Steinmal in Buchenwald – 1. September 1939, Skulptur im Keller der ehemaligen Häftlingskantine • 2000: Installation „Verletzungen-Verbindungen, vierzehn gebrochene Kreuze“, aufgestellt in der Marienkirche zu Lübeck • 2004: Bühnenbildentwurf für Wilhelm Tell, Deutsches Nationaltheater Weimar auf dem Rütli • 2022: Kirchenfenster für den Schweriner Dom, Teile der bereits ab 2017 entworfenen vier neuen Fenster wurden eingesetzt Werke
- Ausstellung #2
November 2024 - Frühjahr 2025 Kontaktieren Sie uns Vorname Nachname* Unternehmen Telefonnummer Email* Ihre Nachricht* Ja, ich möchte den Newsletter abonnieren. Senden Sammlung Deilmann Ausstellungsräume: Rothenburg 14-16 48143 Münster T +49 (0)251 482700 M contact@sammlung-deilmann.com Öffnungszeiten Di-Do 12-16 Uhr Sa 12-16 Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden Bewerte uns auf google, wir würden uns freuen
- MARGARETA HESSE
Margareta Hesse Hesse in der Sammlung DEILMANN Margareta Hesse verbindet Kunst, Licht und Raum auf außergewöhnliche Weise. Ihre transluziden Werke, wie ‚Transluzide 1/20‘, eröffnen neue Perspektiven auf Materialität und Ästhetik. Besonders beeindruckt hat uns ihre Fähigkeit, Architektur und Kunst nahtlos zu vereinen und so zeitgenössische Fragen zur Wahrnehmung von Licht und Raum zu stellen. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Margareta Hesse ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Arbeiten die Grenzen von Licht, Raum und Abstraktion erkunden. Mit einem klaren Fokus auf interdisziplinären Ansätzen verbindet sie Malerei, Skulptur und neue Medien. Ihre Werke sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Technologie und deren ästhetischer wie konzeptioneller Umsetzung in Kunst. Hesse studierte Kunst und Romanistik und erhielt ein Stipendium an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris. Seit 1995 hat sie eine Professur für die Grundlagen der visuellen Künste und Illustration an der Fachhochschule Dortmund inne. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Kunsttheorie, etwa mit ihrer Vorlesung „Stimulus and Linking“ über Laserinstallationen am Royal College of Art in London im Rahmen der internationalen Konferenz „Imagining Imagination“. Ihre Arbeiten sind in renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna, die Moritzburg in Halle und das Museum für Kommunikation in Frankfurt. Hesses innovative Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Kunstpreis der Stadt Hamm, der Darmstädter Sezession und der Stadt Göttingen. Ihr Schaffen umfasst eindrucksvolle Lichtinstallationen wie „Swathe of Light I-VI“ (2008-2011), die eine einzigartige Verbindung von Wissenschaft, Technologie und Kunst darstellen. Für ihre wegweisende künstlerische Arbeit wurde Margareta Hesse mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, die ihre Bedeutung in der zeitgenössischen Kunstszene unterstreichen: •Kunstpreis für Bildende Kunst des Bezirks Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf (2015): Diese Auszeichnung würdigt herausragende Künstler*innen, die im Bezirk leben und arbeiten. Hesse überzeugte die Jury mit ihrer experimentellen Verwendung transluzider Materialien und ihrer Fähigkeit, Licht- und Farbräume auf faszinierende Weise zu gestalten. Die Verleihung wurde von einer Ausstellung ihrer Werke in der Kommunalen Galerie Berlin begleitet. •Förderpreis der Darmstädter Sezession (1995): Verliehen für ihre innovative Verbindung von Konkreter Kunst und Materialexperimenten, die bereits früh ihre individuelle Handschrift erkennen ließ. •Kunstpreis der Stadt Hamm (2004): Eine Anerkennung ihrer künstlerischen Entwicklung und ihres Einflusses in der regionalen Kunstszene. •Kultur-Förderpreis der Stadt Göttingen (1990): Ein Preis, der ihre frühen künstlerischen Leistungen und ihr außergewöhnliches Potenzial betonte. •Nominierung für den Gabriele Münter-Preis (2017): Diese Nominierung hebt ihre Rolle als Pionierin hervor, insbesondere in der Förderung von Künstlerinnen in der zeitgenössischen Kunst. Preise & Auszeichnungen Margareta Hesse hat mit ihrem Werk „Transluzide 1/20“ (2020) einen bedeutenden Beitrag im Bereich der Kunst am Bau geleistet. Das Werk, das für die Glasfassade vor den beiden Aufzügen des Flowers-Hotels in Essen geschaffen wurde, verbindet Architektur und Kunst auf eindrucksvolle Weise. Die transluzide Gestaltung der Fassade greift Hesses charakteristische Ästhetik auf, in der Licht, Farbe und Transparenz eine zentrale Rolle spielen. Die spezielle Materialwahl und Anordnung sorgen für ein dynamisches Wechselspiel, das sich je nach Tageszeit, Lichtverhältnissen und Perspektive verändert. Durch diese Interaktion wird der Raum nicht nur funktional gestaltet, sondern zu einem lebendigen Bestandteil des künstlerischen Ausdrucks. „Transluzide 1/20“ zeigt Hesses Fähigkeit, ihre experimentellen Ansätze aus der Malerei und Lichtkunst in architektonische Kontexte zu übertragen. Das Werk schafft eine Verbindung zwischen Kunst und öffentlichem Raum und unterstreicht ihre Vielseitigkeit als Künstlerin. Mit diesem Projekt trägt Hesse dazu bei, den Bereich Kunst am Bau neu zu denken und ästhetische Innovationen in die gebaute Umgebung einzubringen. Kunst am Bau in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1996 Nationalgalerie, Sofia, Bulgarien •1999 Kunstverein Gütersloh, Gütersloh (Solo) •1999 Kunstverein Siegen, Siegen (Solo) •1999 Museum Abtei Liesborn, Liesborn (Solo) •1999 - 2002 „Kunst Zürich“, Internationale Messe für Zeitgenössische Kunst und „ART Frankfurt“ mit Galerie Michael Schlieper, Hagen •2001 Osthaus Museum, Hagen •2001 Schlossgalerie, Nordkirchen (Solo) •2001 - 2002 Museum für Kommunikation, Frankfurt und Hamburg •2002 Kunstverein Würzburg (Solo) •2002 Galerie Klaus Braun, Stuttgart (Solo) •2002 Westdeutscher Künstlerbund, Museum Bochum •2003 Lichtburgforum, Berlin (Solo) •2003 Global Art Source, Zürich, Schweiz (Solo) •2004 Museum Kalkar, Kalkar (Solo) •2004 Global Art Source Gallery, Zürich, Schweiz •2004 Kunstverein Lippstadt (Solo) •2005 Epikur Galerie, Wuppertal (Solo) •2006 Cartwright Hall Museum, Bradford, Großbritannien (Solo) •2006 Mondriaanhuis, Amersfoort, Niederlande •2007 Gustav-Lübcke-Museum, Hamm und Städtische Galerie Schloss Strünkede, Herne (Solo) •2008 Kunstzeche „Unser Fritz“, Herne (Solo) •2008 Museum Siegburg (Solo) •2008 Stiftung für Konkrete Kunst, Freiburg (Solo) •2009 Kasematten der Zitadelle Spandau, Berlin (Solo) •2009 Frauenmuseum Bonn •2009 Museum am Ostwall, Dortmund •2010 Mathildenhöhe, Historisches Wasserreservoir (Solo) •2011 Kunstverein Linz am Rhein •2013 Kunstmuseum Ahlen (Solo) •2014 Kunstmuseum Celle •2015 Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2015 Basel ART Center, Leonhard Rüthmüller Galerie, Schweiz (Solo) •2016 Laserinstallation in der Madrasa Bir Lahjar, International Light Art Projects INTERFERENCE in Tunis, Tunesien •2017 Historischer Keller, Städtische Galerie, Berlin (Solo) •2017 Akademie der Künste, Berlin •2018 International Light Art Biennale „Lichtungen“, Hildesheim •2018 Reservatório da Patriarcal, Lissabon, Portugal (Solo) •2018 Museu Nacional de História Natural e da Ciência, Lissabon, Portugal (Solo) •2020 Floss & Schultz Gallery, Köln (Solo) •2020 „International Light Art Biennale“, Casa del Mantegna, Mantua •2021 „LOST – ARTfestival“, ehemalige Umspannstation, Berlin •2021 Neue Darmstädter Sezession, Designhaus Darmstadt •2022 Haus Kunst Mitte, Berlin •2022 Kunstmuseum Gelsenkirchen •2022 Böhmische Brauerei, Berlin •2023 International Centre for Light Art, Unna (Solo) •2023 Centre for Contemporary Art, Berlin (Solo) •2023 Kunstmuseum Ahlen •2024 Marktkirche, Essen (Solo) •2024 Watson Gallery, Hamburg (Solo) Ausstellungen Margareta Hesse erschafft mit transluziden Polyesterplatten Werke, die Licht, Farbe und Raum in ein faszinierendes Zusammenspiel bringen. Diese industriellen Materialien, ursprünglich für funktionale Zwecke entwickelt, nutzt sie als künstlerische Bildträger, um neue Dimensionen der Malerei zu erforschen. Durch die Kombination aus transparenten und lichtstreuenden Oberflächen entstehen Arbeiten, die durch räumliche Tiefe und wechselnde Lichtwirkungen beeindrucken. Zwei übereinander montierte Platten erzeugen dabei eine vielschichtige Komposition, die den Betrachter dazu einlädt, das Werk aus verschiedenen Perspektiven zu erkunden. Mit Schellack, Sprühlack und intensiven Farben erzeugt Hesse leuchtende Kontraste und subtile Übergänge. Je nach Blickwinkel verändert sich die Wahrnehmung: Flächen öffnen oder verschließen sich optisch, Farben wirken harmonisch oder kontrastreich. Diese Dynamik macht das Sehen zu einem aktiven Prozess. Hesses transluzide Werke gehen über die traditionelle Malerei hinaus. Sie verbinden Material, Licht und Raum und schaffen ein neues Verständnis von Bildträgern und Ästhetik, das den Betrachter immer wieder aufs Neue fasziniert. Material und Konzept In der Verbindung von Raum, Licht und Material erschafft Hesse Kunst, die sich ständig verändert und den Betrachter aktiv einbezieht. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Installation und lösen traditionelle Grenzen zwischen diesen Disziplinen auf. Einflussreich für ihr Schaffen sind künstlerische Strömungen wie die Konkrete Kunst und die Lichtkunst. Künstler wie Josef Albers, dessen Untersuchungen zu Farbe und Licht neue Maßstäbe setzten, oder Adolf Luther, der mit reflektierenden Materialien experimentierte, bilden wichtige Bezugspunkte. Dennoch gelingt es Hesse, diese Ansätze weiterzuentwickeln und ihre eigene, unverwechselbare Sprache zu finden. Durch den Einsatz transluzider Materialien wie Polyesterplatten schafft sie Werke, die Transparenz und Dichte, Struktur und Licht in ein dynamisches Wechselspiel setzen. Die Arbeiten reagieren unmittelbar auf Raum und Lichtverhältnisse, wodurch sie sich je nach Perspektive und Umgebung verändern. Diese Eigenschaften machen Hesses Kunst zu einem lebendigen Erlebnis, das Sehen und Wahrnehmen in den Mittelpunkt stellt. Mit ihrem experimentellen Ansatz und der Offenheit für neue Materialien und Technologien erweitert Hesse die Möglichkeiten der zeitgenössischen Kunst. Sie knüpft an das Erbe großer Pioniere an und setzt gleichzeitig eigene, zukunftsweisende Impulse. Künstlerische Ansätze
- JULIAN CHARRIÈRE
Julian Charrière Charrière in der sammlung DEILMANN Julian Charrière thematisiert die Spuren menschlicher Eingriffe in die Natur und schafft Werke, die historische, ökologische und philosophische Perspektiven miteinander verknüpfen. Seine Arbeiten untersuchen die Grenzen von Wissenschaft und Kunst und eröffnen neue Sichtweisen auf die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit seiner forschungsbasierten Praxis ergänzt er die Sammlung Deilmann um eine wichtige Position, die zeitgenössische Fragen mit einer eindrücklichen, visuellen Sprache verbindet. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung Deilmann Julian Charrière, 2017 von Josepha Alma Julian Charrière bewegt sich zwischen Kunst, Wissenschaft und Anthropologie, um die Beziehung zwischen Mensch und Natur auf poetische und kritische Weise zu erforschen. Geboren 1987 in Morges, Schweiz, und ausgebildet an der École cantonale d’art du Valais sowie am Institut für Raumexperimente der Universität der Künste in Berlin unter Olafur Eliasson, ließ er sich in Berlin nieder. Seine Arbeiten entstehen oft an außergewöhnlichen Orten wie Gletschern, Vulkanen oder ehemaligen Atomtestgeländen. Werke wie „Metamorphism“, das Elektroschrott mit künstlicher Lava zu geologischen Formationen verschmilzt, oder die Filmarbeit „Towards No Earthly Pole“, welche die Polarregionen neu beleuchtet, sind eindringliche Kommentare zur Zeitlichkeit und Fragilität unseres Planeten und hinterfragen die vorherrschenden Vorstellungen über viele uns unbekannte Regionen. Charrière verbindet philosophische Tiefe mit visueller Intensität und wurde international ausgestellt, etwa im MASI Lugano, im Dallas Museum of Art und in der Berlinischen Galerie. Die Sammlung Deilmann präsentiert eine Arbeit von Charrière, die das menschliche Verhältnis zur Umwelt mit intellektueller Präzision und ästhetischer Kraft hinterfragt. Julian Charrière verbindet in seinem künstlerischen Schaffen die tiefgreifende Erforschung natürlicher Prozesse mit einer kritischen Auseinandersetzung über die Stellung des Menschen in der Zeit. Geologische Formationen, fossile Spuren und die sedimentierten Schichten der Erde dienen ihm dabei als physische Archive, die nicht nur die Vergangenheit bewahren, sondern auch Fragen über die Zukunft aufwerfen. Mit Werken wie „Metamorphism“, bei dem Elektroschrott mit Lava verschmolzen und in urzeitlich anmutende Felsen gegossen wurde, schafft er eine symbolische Rückführung von Technologie zu ihrer natürlichen Ursprungssubstanz. Charrière inszeniert die Zeit als zentrales Material seiner Arbeit. Seine Werke hinterfragen, welche Spuren die Menschheit in der Erdgeschichte hinterlassen wird, und erweitern unser Verständnis von Zeitlichkeit über die Lebensdauer des Individuums hinaus. Diese Perspektive wird durch seine künstlerische Praxis greifbar: Ob es die Belichtung von fotografischem Material mit radioaktiven Elementen ist oder die Darstellung fossiler Strukturen als Symbole für eine mögliche Zukunft – Charrière verknüpft die materielle und metaphorische Bedeutung der Zeit auf einzigartige Weise. Seine künstlerischen Reflexionen laden uns ein, über die Langzeitfolgen menschlichen Handelns nachzudenken und die Verantwortung unserer Spezies im Kontext von Geologie und Ökologie zu betrachten. Natur & Zeit Julian Charrière nutzt seine Kunst, um die komplexe und oft fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt zu hinterfragen. Dabei beleuchtet er insbesondere die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf natürliche Systeme und die Spuren, die diese hinterlassen. Orte wie das Bikini-Atoll oder das Semipalatinsk-Testgelände – Schauplätze nuklearer Experimente – dienen ihm als Ausgangspunkt für eine künstlerische Reflexion über Zerstörung und Transformation. Durch seine Werke entsteht eine eindringliche Visualisierung der Wechselwirkung zwischen menschlicher Technologie und natürlichen Landschaften. Ein zentrales Element seiner Arbeiten ist die Untersuchung von Ressourcen und deren symbolischer Bedeutung. In Projekten wie „Future Fossil Spaces“ thematisiert er die ökologischen und geopolitischen Konflikte um Abbau und Nutzung natürlicher Rohstoffe. Seine Installationen und Fotografien verschmelzen Wissenschaft und Kunst zu einer kritischen Betrachtung der globalen Ressourcenpolitik und regen dazu an, die Verantwortung des Menschen für die Erde neu zu überdenken. Charrière vermittelt durch seine Werke eine starke Botschaft: Die Zukunft unseres Planeten ist untrennbar mit dem Handeln der Menschheit verbunden. Sein künstlerisches Schaffen zeigt die Notwendigkeit auf, den Umgang mit der Umwelt zu überdenken und neue Perspektiven für ein nachhaltiges Zusammenleben zu entwickeln. Mensch & Umwelt Für Julian Charrière ist Zeit nicht nur ein Konzept, sondern ein zentrales Material seiner künstlerischen Arbeit. Seine Werke reflektieren die Vergänglichkeit menschlicher Errungenschaften und ihre Einbettung in den größeren Kontext geologischer und kosmischer Zeitskalen. Durch die Verwendung von Materialien wie fossilen Überresten, geologischen Proben oder künstlich erschaffener Lava stellt Charrière Verbindungen zwischen der Gegenwart und großen Zeiträumen her. Ein herausragendes Beispiel ist sein Projekt „Metamorphism“, in dem er Elektroschrott mit Lava verschmolz und so scheinbar natürliche Felsen schuf. Diese Arbeiten symbolisieren einen Kreislauf, in dem moderne Technologie in ihre geologischen Ursprünge zurückgeführt wird. Charrière setzt damit ein Statement zur Vergänglichkeit der menschlichen Kultur und ihrer Artefakte. Zeit wird in seinen Werken auch als ein aktiver Gestaltungsfaktor sichtbar. Fotografien, die durch nukleare Strahlung beeinflusst wurden, oder Filmprojekte wie „Towards No Earthly Pole“, das an den entlegensten Orten der Erde entstand, verdeutlichen, wie Charrière die zeitliche Dimension nicht nur zu fassen versucht, sondern auch künstlerisch transformiert. Seine Werke laden dazu ein, über die eigene Vergänglichkeit und die bleibenden Spuren des menschlichen Handelns nachzudenken. Zeit & Vergänglichkeit in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •2011, 2013: Dittrich & Schlechtriem, Berlin, Deutschland •2014: Centre Culturel Suisse, Paris, Frankreich •2014: Kunstverein Arnsberg, Deutschland •2014: Rudolph-Scharpf-Galerie, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, Deutschland •2014: Musée cantonal des Beaux-arts de Lausanne, Lausanne, Schweiz •2015: Galerie Bugada & Cargnel, Paris, Frankreich •2016: Mönchehaus Museum Goslar, Goslar, Deutschland •2016: Dittrich & Schlechtriem, Berlin, Deutschland •2016: Sean Kelly Gallery, New York, USA •2016: Sies + Höke Galerie, Düsseldorf, Deutschland •2016: Galerie Tschudi, Zuoz, Schweiz •2016: Parasol Unit Foundation for Contemporary Art, London, Großbritannien •2016: Steve Turner Gallery, Los Angeles, USA •2016: Villa Bernasconi, Grand-Lancy, Schweiz (mit Julius von Bismarck) •2017: Dittrich & Schlechtriem, Berlin, Deutschland •2018: Galerie Tschudi, Zuoz, Switzerland •2018:Ben Brown Fine Arts, Hong Kong, China •2018: Berlinische Galerie, Berlin, Deutschland •2018: Kunsthalle Mainz, Mainz, Deutschland •2018: Dam of Mauvoisin, Musée de Bagnes, Le Châble, Schweiz •2019: SALTS, Basel, Schweiz •2019: MAMbo, Bologna, Italien •2019: Dittrich & Schlechtriem, Berlin, Deutschland •2019: Sies + Höke, Düsseldorf, Deutschland (zusammen mit Julius von Bismarck) •2019: MASI Lugano, Schweiz •2020: Sean Kelly Gallery, New York City, USA •2020: Sies + Höke, Düsseldorf, Deutschland •2020: Aargauer Kunsthaus, Aarau, Schweiz •2021: Dallas Museum of Art, USA •2021: Dittrich & Schlechtriem, Berlin, Deutschland Ausstellungen (Auswahl) •2012: 13. Biennale Architettura, Venedig, Italien •2013: Les Modules du Palais de Tokyo, 12. Biennale de Lyon, Lyon, Frankreich •2014: Neue Nationalgalerie, Berlin, Deutschland •2017: 57. Biennale Arte, Venedig, Italien •2018: Hayward Gallery’s HENI Project Space, Southbank Centre, London, Großbritannien •2019: Biennial of Art, Toronto, Kanada •2020: ZKM - Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Deutschland •2021: 17. Biennale Architettura, Venedig, Italien •2021: Centre Pompidou, Paris, Frankreich Gruppenausstellungen •2014: Manor Kunstpreis, Lausanne Der Manor Kunstpreis gehört zu den renommiertesten Schweizer Kunstpreisen und fördert vielversprechende junge Talente. Für Charrière war dieser Preis ein wichtiger Schritt, um sich in der Kunstszene zu etablieren. •2016: Kaiserringstipendium für junge Kunst, Goslar Vergeben Verein zur Förderung moderner Kunst e.V. des Mönchehaus Museums Goslar ist dieses Stipendium eine Anerkennung für junge Künstler, deren Werk von außergewöhnlicher Qualität ist. •2018: GASAG-Kunstpreis, Berlin Art Week Dieser Preis zeichnet in Berlin arbeitende Nachwuchskünstler*innen aus, deren Arbeiten sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft bewegen. Charrières Projekt „Within Bikini Atoll“, das sich mit Atomtests und deren Auswirkungen auseinandersetzt, verdeutlicht seine Sensibilität für Ökologie und Geschichte. •2018: Prix Mobilière, Bern Dieser Preis würdigt künstlerische Positionen, die visionär und gesellschaftlich relevant sind. Charrières Arbeit überzeugte durch ihre poetische und zugleich kritische Reflexion über Mensch und Umwelt. Preise

