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  • Ausschreibung | Sammlung Deilmann

    Ausschreibung Diskurse der Malerei Jetzt bewerben AUFRUF ZU POSITIONEN Malerei ist ein Gespräch, das nie aufhört und an dem alle teilhaben sollen! Ein Pinselstrich antwortet dem nächsten, eine Farbe ruft eine Erinnerung wach, ein Motiv erzählt von seiner Entstehung. Mit unserer Ausstellungsreihe "Diskurse der Malerei" möchten wir zeigen, wie viele Wege es gibt, sich malerisch auszudrücken – und wie unterschiedlich Malerei auf ganz persönliche Weise ihren Weg in die Leben der Menschen findet. Die Ausstellungsreihe widmet sich zeitgenössischen malerischen Positionen und versteht Malerei als offenes Feld künstlerischer Auseinandersetzung. In wechselnden Präsentationen treten Werke, Raum und Betrachter:innen in einen fortlaufenden Dialog. Der Ausstellungsraum wird von Juni bis September für Kunststudierende aus Münster geöffnet. Ziel ist es, aktuelle malerische Positionen in einen kuratierten Ausstellungskontext einzubinden und Malerei als Medium, Haltung und Fragestellung sichtbar zu machen. Die Stiftung Die gemeinnützige Deilmann Stiftung engagiert sich in den Bereichen Kunst, Kultur und gesellschaftliche Bildung . Ein zentraler Bestandteil der Stiftungsarbeit ist die Sammlung Deilmann , die sich der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst widmet. Teilnahmeberechtigt sind Studierende , die zum Zeitpunkt der Bewerbung an der Kunstakademie Münster eingeschrieben sind. Zugelassen sind ausschließlich Arbeiten, die der Malerei zuzuordnen sind. Ein erweiterter Malereibegriff ist möglich, sofern dieser im Portfolio nachvollziehbar begründet wird. Pro Bewerbung können bis zu 10 Werke vorgestellt werden. Bewerbung Teilnahmebedingungen Die Bewerbung erfolgt per E-Mail in Form eines Portfolios. Nutze dafür gerne den oben stehenden Button! Bis spätestens zum Tagesende des 24. Mai 2026 kannst du uns deine Bewerbung einreichen. Checkliste zum Portfolio: PDF-Format (max. 20MB) enthält aussagekräftige Fotografien der eingereichten Werke enthält eine kurze Vita & eine Immatrikulationsbescheinigung Zu jedem Werk: Titel; Maße, Material & Technik; Gewicht (falls >10kg) Erläuterungen zur Arbeitsweise oder zu einzelnen Werken sind nicht erforderlich, können dem Portfolio aber beigefügt werden. Portfolio Werkauswahl Die Auswahl der Werke erfolgt durch eine Fachjury bestehend aus: Andreas Deilmann (Vorstandsvorsitzender der Deilmann Stiftung) Anna Deilmann (Kuratoin) Dr. Ludwika Lengert (Kunsthistorikerin) Justin Schwirz (Kulturbeauftragter der Deilmann Stiftung) Je nach Größe und Eignung können mehrere Arbeiten pro Bewerber:in ausgewählt werden. Ausstellungsdauer: Mitte Juni bis Ende September 2026 Versicherungsschutz der Werke über die Deilmann Stiftung Sammeltransport der Werke durch die Deilmann Stiftung Art- und fachgerechte Verpackung der Werke liegt bei den Studierenden. Ein Ausstellungshonorar kann nicht gezahlt werden. Hard Facts Kontakt Kontaktiere uns gerne über contact@sammlungdeilmann.de oder komm direkt bei uns vorbei: Sammlung Deilmann | Deilmannhof | Rothenburg 14 - 16 | 48143 Münster Rechts siehst du einen Grundriss des Ausstellungsraums. Fotos des Ausstellungsraums findest du weiter unten. Jetzt bewerben

  • Startseite | Sammlung Deilmann | Zeitgenössische Kunst | Rothenburg 16, Münster, Germany

    Willkommen in der Sammlung Deilmann im Deilmannhof Münster – erleben Sie moderne und zeitgenössische Kunst in einzigartigen Räumen. Entdecken Sie bedeutende Werke internationaler Künstler, visionäre Kunst-am-Bau-Projekte und spannende Ausstellungen. Informieren Sie sich über Besuchsmöglichkeiten und aktuelle Veranstaltungen. Fortsetzung der Reihe "Diskurse der Malerei" Ausschreibung Weitere Infos Willkommen in der neuen Ausstellung #3 – Diskurse der Malerei. Im Mittelpunkt von #3 steht die Vielfalt der Malerei: die unterschiedlichen Handschriften, Zugänge und Eindrücke, die sie bei jedem von uns hinterlassen kann. Den Auftakt hat der Maler Cornelius Völker übernommen. Nun öffnen wir den Raum für Kunststudierende aus Münster. Bewirb dich bis zum 24. Mai! Cornelius Völker "BLÜTEN" Neuerwerbung Neuerwerbung – jetzt in der Sammlung Deilmann Ihr Besuch in der Sammlung Deilmann Die Sammlung Deilmann Kooperationen Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden News Presse KÜNSTLER DER SAMMLUNG Alle Künstler Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden Bewerte uns auf google, wir würden uns freuen

  • Re+Aktion | Sammlung Deilmann

    Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Re+Aktion Mehr zum Projekt Re+Aktion – Ein Ausstellungsprojekt mit dem Schlaun-Gymnasium Münster Mit dem Projekt Re+Aktion öffnet die Sammlung Deilmann ihre Ausstellungsräume für junge künstlerische Positionen und lädt Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums Münster dazu ein, sich aktiv mit Kunst auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt ist die direkte Begegnung mit den Werken der Sammlung: Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit einzelnen Arbeiten auseinander, beobachten, analysieren und entwickeln darauf aufbauend eigene künstlerische Reaktionen. So entstehen vielseitige Arbeiten, die bestehende Motive aufgreifen, weiterdenken oder bewusst neue Perspektiven eröffnen. Re+Aktion versteht sich dabei als offener Denk- und Experimentierraum. Die entstandenen Werke treten in einen Dialog mit den Originalen – mal nah dran, mal als bewusster Gegenentwurf. Genau in diesem Spannungsfeld liegt der Reiz des Projekts: Es geht nicht nur um fertige Ergebnisse, sondern vor allem um den Prozess des Wahrnehmens, Hinterfragens und Weiterentwickelns. Die Ausstellung macht diese individuellen Zugänge sichtbar und lädt dazu ein, die Vielfalt der entstandenen Arbeiten zu entdecken. Alessandro o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier In meiner Arbeit habe ich bewusst mit symbolischen Elementen gearbeitet. Das Werk „Edith“ bezieht sich auf die biblische Erzählung von Sodom und Gomorra: Lots Frau blickt trotz des Verbots auf die brennende Stadt zurück und erstarrt zur Salzsäule. Diese Szene habe ich zeichnerisch umgesetzt. Auf DIN-A2-Papier habe ich die Komposition zunächst mit Bleistift angelegt und anschließend mit Kohle ausgearbeitet und schattiert. Durch die reduzierte, kontrastreiche Darstellung versuche ich, den Moment des Innehaltens und der Konsequenz sichtbar zu machen. Philip & Konrad Die endlose Sucht 40 x 50 x 30 cm Smartphone, Holz, Textil Unser Kunstwerk ist inspiriert von Rosa Barbas Arbeit „Uncertain Theme“, in der mechanische Bewegung und Licht zentrale Gestaltungselemente sind. Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung ist die alltägliche Gewohnheit des endlosen Scrollens auf Social-Media-Plattformen wie TikTok. Für unsere Umsetzung haben wir eine Vorrichtung entwickelt, in der ein Smartphone fixiert ist und kontinuierlich Scrollbewegungen in einer Dauerschleife zeigt. Das Gerät wird so zu einer Art Maschine, die das repetitive Wischen automatisiert und sichtbar macht. Ähnlich wie bei Rosa Barba wird die Technik selbst zum Bestandteil des Kunstwerks. Die gleichförmige Bewegung erzeugt einen beinahe hypnotischen Rhythmus und verweist auf die Monotonie digitaler Nutzung. In der abgedunkelten Box fungiert das leuchtende Display als einzige Lichtquelle und zieht den Blick der Betrachtenden gezielt an. Unsere Arbeit macht die mechanischen und sich wiederholenden Abläufe hinter der Nutzung sozialer Medien sichtbar und hinterfragt die Selbstverständlichkeit, mit der diese in den Alltag integriert sind. Brandon o. T. 70 x 50 cm Fotodruck auf Papier In meiner Arbeit verwende ich echte Zeitungen als künstlerisches Material. Sie fungieren nicht mehr nur als alltägliche Objekte, sondern als Zeitdokumente und Träger politischer Inhalte. Die Zeitungen werden gestapelt und aneinandergereiht, bis ein Moment der Instabilität entsteht und eine einzelne Zeitung aus dem System herausfällt. Auf dieser ist ein politisches Thema abgebildet – in meinem Fall Donald Trump. Die Szene halte ich fotografisch fest. Der dunkle Hintergrund lenkt den Fokus auf das Geschehen und schafft eine ruhige, konzentrierte Bildwirkung. Der fallende Teil des Stapels steht sinnbildlich dafür, wie Krisen aus scheinbar stabilen Systemen hervortreten und plötzlich sichtbar werden. Lotte o. T. 12 x 16 x 9 (Figur); 14 x 15 x 13 (Sockel) Ton, Acryl Ausgangspunkt meiner Arbeit ist das Werk „Lichtflügel“ von Heinz Mack, dessen kühle, metallische Form mich besonders beeindruckt hat. Mein Ziel war es, ein bewusstes Gegenbild zu schaffen. Statt einer schützenden Hülle zeige ich einen fragmentierten, nackten Oberkörper aus Ton. Der Kontrast zwischen kaltem Metall und warmem, organischem Material steht im Zentrum meiner Überlegungen. Der Körper ruht auf einem mehrschichtigen Sockel aus organischen Formen, der Wachstum und Natürlichkeit symbolisiert. Die ausgearbeiteten Muskeln verweisen auf gesellschaftliche Ideale von Stärke, wirken durch die Unvollständigkeit jedoch zugleich verletzlich. Nadia & Anna o. T. 100 x 47 cm Spiegel, Federn, Karton, Papier, Acryl Unser Kunstobjekt zeigt Engelsflügel, die mit zahlreichen Spiegelsteinen besetzt sind. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit den „Lichtflügeln“ von Adolf Luther, der Licht als eigenständiges künstlerisches Material verstand. Ähnlich wie bei Luther wird Licht auch in unserer Arbeit aktiv einbezogen: Die Spiegelsteine reflektieren das Umgebungslicht und werfen es in den Raum zurück. Dadurch entstehen wechselnde Lichtprojektionen, die das Werk je nach Perspektive verändern. Der Betrachter wird Teil der Installation, da sich das Erscheinungsbild durch Bewegung und Lichtverhältnisse ständig wandelt. Juliette & Anni o. T. 23 x 32 x 11 cm Ton, Acryl Wir haben uns für „Talking to Thunder“ von Julius von Bismarck entschieden, da uns die zunächst unscheinbare, aber inhaltlich vielschichtige Arbeit besonders angesprochen hat. Der Künstler setzt sich mit Naturgewalten auseinander und macht Blitze mithilfe technischer Mittel sichtbar. Ausgangspunkt war unter anderem eine Rentierherde, die durch einen Blitzeinschlag ums Leben kam. Unsere Reaktion greift diesen Zusammenhang auf: Wir haben ein Rentier modelliert, dessen Geweih aus Blitzen besteht. Die aufrechte Haltung symbolisiert die Kraft der Natur, die oft unterschätzt wird, während die ungewöhnliche Verbindung die verborgene Geschichte hinter dem Werk sichtbar macht. Diyar & Mohammed o. T. 40 x 41 x 25 cm Stein, Draht, Federn In Krickes Werk haben wir Formen erkannt, die uns an Federn erinnerten – insbesondere an die Spuren eines Kampfes zwischen Vögeln. Auch die Schattenwirkung der Skulptur haben wir in unsere Überlegungen einbezogen. Unsere Arbeit besteht aus schwarzen und weißen Federn, die mit Draht befestigt und geformt wurden. Die schwarzen Federn stehen für Zerstörung und Kampf, während die weißen einen Kontrast bilden und Aspekte von Freiheit und Leichtigkeit aufgreifen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Gewalt und Freiheit. Agata & Diana o. T. 70 x 50 cm Wolle, Acryl, Metall Wir haben uns mit dem Werk von Arman auseinandergesetzt, insbesondere mit seinem Umgang mit Alltagsgegenständen und den Themen Konsum und Akkumulation. Diese Aspekte übertragen wir auf den Überkonsum von Kleidung. Rote Wolle steht dabei symbolisch für textile Materialien. Durch das Anhäufen der Fäden machen wir Überfluss sichtbar. Die Arbeit überschreitet bewusst die Fläche und greift in den Raum aus, um zu zeigen, dass Konsum kein klares Ende kennt. Unterschiedliche Rottöne nehmen Bezug auf Armans Farbwelt. Mona Blüten auf der Wasseroberfläche 70 x 50 cm Aquarell, Kunststoff Das Werk zeigt Blüten, die auf einer Wasseroberfläche treiben und sich darin spiegeln. Die Spiegelung ist jedoch irritierend, da sie mehr Blüten zeigt, als tatsächlich vorhanden sind. So entsteht ein Spiel zwischen Realität und Illusion. Während der Hintergrund in weichen Aquarellverläufen gehalten ist, treten die Blüten plastisch hervor. Die Arbeit thematisiert Wahrnehmung und die Frage, inwieweit das Gesehene ein Abbild der Realität oder ein Produkt der Vorstellung ist. Elisabeth & Taiyaba o. T. 22 x 17 x 9 cm Ton, Acryl Unsere Arbeit setzt sich mit der „Victoire de Samothrace“ von Yves Klein auseinander, die für uns Stärke, Bewegung und Triumph verkörpert. Wir entwickeln bewusst eine Gegenposition: Statt Sieg und Erhabenheit thematisieren wir Scheitern und Fall. Unsere Figur – ein kniender Teufel mit gebrochenen Flügeln – steht im Kontrast zur aufrechten Göttin. Der fehlende Kopf verbindet beide Darstellungen und verstärkt die Symbolik. Die Materialwahl (Ton und rote Farbe) unterstreicht Körperlichkeit und Dramatik. Roman & Henri o. T. 21 x 30 cm Papier, Acryl Unser Kunstwerk bezieht sich auf das Gemälde „Blüten“ von Cornelius Völker. Besonders inspiriert hat uns die Farbigkeit und die ruhige, reflektierende Wasseroberfläche. Wir haben das Motiv als Paper Art umgesetzt: Gerollte Papierstreifen bilden die Wasserstruktur, während gefaltete Origami-Blüten eine zweite, plastische Ebene schaffen. Der entstehende 3D-Effekt verstärkt die Wirkung der Blüten. Inhaltlich stehen sie für Gedanken und Gefühle, die auftauchen und wieder vergehen. Jule o. T. 80 x 100 cm (Spiegel); 80 x 200 cm (Holzbrett) Glas, Papier, Acryl, Holz Ich habe mich mit Adolf Luthers „Lichtflügeln“ auseinandergesetzt, insbesondere mit ihrer Offenheit und Unbegrenztheit. Ausgehend vom Titel entwickelte ich eine Gegenposition: Statt Licht und Ordnung thematisiere ich Schatten und Auflösung. Motten dienen dabei als Symbol, da sie vom Licht angezogen werden. Die geordnete Spiegelstruktur Luthers wird in meiner Arbeit bewusst gebrochen und fragmentiert. Janek o. T. 50 x 70 cm Bleistift & Kohle auf Papier Ich habe mich für den „Römischen Kopf“ entschieden, da mich seine inhaltliche Tiefe beeindruckt hat. In meiner Arbeit zeige ich eine Person mit einer Maske, die Glücklichkeit suggeriert, während das eigentliche Gesicht Traurigkeit ausdrückt. Die Zeichnung entstand auf DIN-A2-Papier: Die Figur wurde mit Bleistift ausgearbeitet, der Hintergrund mit Kohle gestaltet. So entsteht ein Kontrast zwischen äußerer Fassade und innerem Zustand. Takeshi & Leander Takt der Vernunft 50 x 70 cm Acryl auf Leinwand Die Grundlage unserer Arbeit bildet die Skulptur „Der singende Mann“. Der geöffnete Mund, die gespannte Körperhaltung und die geschlossene Sitzposition lassen eine Figur erkennen, die kraftvoll singt. Der Gesang wirkt emotional und dynamisch, wodurch eine Spannung zwischen äußerer Ruhe und innerer Energie entsteht. Diese Spannung diente als Ausgangspunkt für unsere Neuinterpretation in einem antiken Kontext. In der Antike spielte Musik eine bedeutende Rolle – auch im Zusammenhang mit Krieg, da sie Gemeinschaft stärkte, Mut vermittelte und Helden verherrlichte. Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns für Alexander den Großen als Motiv. Seine Persönlichkeit vereinte Bildung, strategische Intelligenz und militärische Stärke. Die Harfe steht in unserer Darstellung sowohl für Kultur und Harmonie als auch für die antreibende Kraft der Musik. Alexanders Gesang kann so als antiker Kriegsgesang verstanden werden. Paul Poesie der Hoffnung 50 x 70 cm Bleistift auf Papier Im Zentrum des Bildes steht eine angekettete Figur, aus deren Rücken weitere Gestalten hervorgehen. Zu ihren Füßen breiten sich chaotische, unstrukturierte Muster aus, während sich nach oben hin ein geordnetes, zentriertes System entwickelt, das aus einem Punkt zu entspringen scheint. Kontraste bilden das zentrale Gestaltungselement: Licht und Schatten, Ordnung und Chaos, Struktur und Auflösung, Gebundenheit und Wille. Trotz ihrer Fesselung strebt die Figur nach Freiheit. Zwischen Chaos und Ordnung bewegt sich ihr Zustand – zugleich tragisch und hoffnungsvoll. Alina Schuhstapel 40 x 50 cm Acryl auf Leinwand Ausgangspunkt meiner Arbeit war das Motiv eines Zeitungsstapels, wie er in den Werken von Cornelius Völker erscheint. Besonders beeindruckt hat mich seine farbintensive Darstellung eines eigentlich unscheinbaren Alltagsgegenstands. Während ich mir zum Original eine ruhige, isolierte Situation vorstellte – eine Person, die allein Zeit mit dem Lesen von Zeitungen verbringt –, wollte ich in meiner Arbeit bewusst das Gegenteil zeigen: gemeinsam verbrachte Zeit mit nahestehenden Menschen. Die dargestellten Schuhe fungieren dabei als indirekter Hinweis auf Anwesenheit und Begegnung – als Spuren eines sozialen Moments. Gavin o. T. 50 x 70 cm Buntstift, Bleistift, Papier, Acryl auf Karton Mein Werk bezieht sich auf ein unbetiteltes Bild von Markus Lüpertz, das eine schwer erkennbare Gesichtssilhouette vor einer strukturierten Hintergrundfläche zeigt. Die Darstellung wirkt, als sei das Gesicht im Bild eingeschlossen. Diesen Ansatz habe ich aufgegriffen und ins Gegenteil verkehrt: In meiner Arbeit scheint das Gesicht mit Ausdruck von Wut aus dem Bild auszubrechen. Ein Komplementärkontrast verstärkt diese Wirkung – Grün steht für das Gefangensein, Rot für Emotion, Energie und Ausbruch. Ergänzt wird die Darstellung durch eine Hand, die als Symbol für Handlung und aktive Teilhabe gelesen werden kann – auch im Sinne demokratischer Freiheit. Selina & Minoo Freiheit im Wandel 33 x 17 x 17,5 cm Ton, Acryl, Draht, Karton Unser Konzept orientiert sich an Yves Kleins Idee, Kunst aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und neu erfahrbar zu machen. Statt einer historischen Figur zeigen wir den Kreislauf der Natur. Im Mittelpunkt steht die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Sie verdeutlicht, dass Freiheit ein Prozess ist, der mit Veränderung einhergeht. Der blaue Schmetterling symbolisiert Unendlichkeit und das Überwinden von Grenzen. Die Arbeit wurde aus Ton modelliert und greift durch das Material bewusst die Tradition klassischer Skulptur auf. Felix & Felix o. T. 12 x 21 cm Getönte Folie Unsere Arbeit basiert auf dem Bild „ATAAA“ von Imi Knoebel. Wir haben das Motiv in transparente Streifen zerlegt und diese untereinander angeordnet. Die Installation ist so konzipiert, dass sie frei im Raum hängt und von Licht durchstrahlt wird. Durch die Überlagerung der transparenten Elemente entstehen neue Farbwirkungen und optische Effekte. Das Erscheinungsbild verändert sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall. Ziel war es, Farbe, Raum und Transparenz miteinander zu verbinden und das zweidimensionale Bild in eine räumliche Erfahrung zu überführen. Anna & Frieda Beauty to Beast 42 x 69 cm Acryl auf Karton Unser Werk „Beauty to Beast“ setzt sich mit der ambivalenten Wahrnehmung von Natur auseinander. Ausgangspunkt war die Arbeit „Talking to Thunder“, in der ein Blitz zunächst ruhig und beinahe friedlich erscheint. Diesen Eindruck haben wir bewusst umgekehrt: In unserer Darstellung steht der Blitz für Energie, Unkontrollierbarkeit und Zerstörungskraft. Intensive Farben im Zentrum treffen auf einen dunklen Hintergrund und erzeugen einen starken Hell-Dunkel-Kontrast. Die dynamischen Linien vermitteln Bewegung und Spannung, während das leuchtende Zentrum geballte Energie symbolisiert. Das Werk thematisiert die Nähe von Faszination und Gefahr und hinterfragt das Verhältnis des Menschen zur Natur. Hannes & Moritz o. T. 75 x 110 cm Acryl auf Karton Ausgehend von der Form der „grünen Schlange“ entwickelten wir die Idee einer Rennbahn. Die geschwungene Linienführung erinnerte uns an eine Strecke, sodass sich diese Assoziation weiterentwickelte. Auch der Titel inspirierte uns: „Grüne Schlange“ kann, ähnlich wie bekannte Rennstrecken, als prägnanter Name verstanden werden. Im Arbeitsprozess haben wir verschiedene Ansätze geprüft und verworfen, bis wir mit der Rennbahn eine überzeugende und eigenständige Umsetzung gefunden haben. Halaz & Sevda o. T. 52,5 x 53,5 (Papier); 40 x 25,5 x 25,5 (Karton) Acryl, Papier, Ton, Karton Unsere Arbeit besteht aus zwei eigenständigen Teilen. Das erste Werk thematisiert Frauenrechte und zeigt einen weiblichen Körper ohne klar definiertes Gesicht. Dadurch entsteht Raum für Identifikation und individuelle Projektion. Die intime Darstellung nimmt Bezug auf das Werk „Zwei Grazien“. Das zweite Werk besteht aus einer schwarzen Kartonbox, deren Innenraum mit Zeitungsausschnitten gestaltet ist. Mehrere Öffnungen ermöglichen unterschiedliche Blickwinkel. Das zentrale Objekt aus Ton befindet sich im Inneren. Die bewusste Unperfektion verweist auf die Idee, dass auch Unvollkommenheit eine eigene Form von Ästhetik und Wahrheit besitzen kann. Leonard & Simon Sachlichkeit der Konstruktion 25 x 26 cm Metall, Holz Unser Werk versteht sich als Gegenentwurf zu Günther Ueckers „Poesie der Konstruktion“. Während Ueckers Arbeiten von Bewegung und Dynamik geprägt sind, setzen wir auf Ruhe und Struktur. Die Nägel sind in einer gleichmäßigen, kontrollierten Form angeordnet, wodurch eine ruhigere Wellenbewegung entsteht. Die handwerkliche Umsetzung stellte eine Herausforderung dar, da Präzision erforderlich war. Kleine Unregelmäßigkeiten bleiben sichtbar, beeinträchtigen jedoch nicht die Gesamtwirkung, sondern unterstreichen den manuellen Prozess. Dilav & Anna Im Dazwischen 70 x 50 cm Acryl, Karton auf Leinwand Das Werk zeigt eine Leinwand mit einem vielschichtigen blauen Hintergrund, der durch unterschiedliche Farbnuancen und sichtbare Pinselspuren lebendig wirkt. Darauf sind plastische Schmetterlinge angeordnet, die sich in Größe und Farbigkeit unterscheiden. Ihre dreidimensionale Gestaltung lässt sie deutlich hervortreten. So entsteht eine Komposition, die Bewegung, Leichtigkeit und Vielfalt vermittelt. Wadim & Adam o. T. 42 x 30 cm Fotodruck auf Papier In unserem Projekt haben wir den Effekt des Siebdrucks digital umgesetzt, um die Möglichkeiten digitaler Gestaltung zu untersuchen. Ausgangspunkt war ein fotografisches Selbstporträt, dessen Konturen wir digital nachgezeichnet und bewusst verschoben haben. Dadurch entsteht der charakteristische Versatz des Siebdrucks. Durch die Reduktion auf Schwarz-Weiß und die Ergänzung intensiver Farbflächen entwickelt sich eine klare, plakative Bildsprache. Diese orientiert sich an der Pop Art, insbesondere an den Arbeiten von Andy Warhol. Unser Ziel war es, analoge Druckästhetik in ein digitales Verfahren zu übertragen. Neuerwerbung

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News & Presse (26)

  • Vom Ausprobieren zum Ausstellen: RE+AKTION geht in die nächste Runde

    Es gibt Neuigkeiten aus dem Projekt Re+Aktion  – und die können sich (bald) sehen lassen: Alle künstlerischen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler des Schlaun Gymnasiums sind fertiggestellt. Ein großer Schritt! Inzwischen haben die Werke ihren Weg in die Sammlung Deilmann gefunden, wo sie aktuell eingelagert werden. Doch das ist längst nicht das Ende, sondern vielmehr der Übergang in die vielleicht spannendste Phase des Projekts: die Ausstellungsvorbereitung! Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern wird jetzt an einem kuratorischen Konzept gearbeitet. Es geht also nicht nur darum, Kunstwerke „aufzuhängen“, sondern darum, eine Geschichte zu erzählen: Wie sind die Arbeiten entstanden? Welche Gedanken stecken dahinter? Und wie lassen sich die unterschiedlichen Perspektiven miteinander in Beziehung setzen? Geplant ist, das Projekt mit einer feierlichen Vernissage abzuschließen. Ein genaues Datum steht noch nicht fest, wird aber bald folgen. Es lohnt sich also, dran zu bleiben. Mehr als ein Schulprojekt Was Re+Aktion  so besonders macht, zeigt sich vor allem zwischen den einzelnen Projektphasen. Denn hier geht es um weit mehr als nur das Ergebnis. Als öffentliche Kunstsammlung ist es uns ein zentrales Anliegen, Mut zu machen. Mut, sich auf Kunst einzulassen. Und vor allem: Mut, selbst kreativ zu werden und die eigenen Ideen auch zu zeigen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber längst nicht mehr. Wir leben in einer Welt, die stark von Perfektionismus und Außendarstellung geprägt ist. Alles soll „fertig“, „durchdacht“ und möglichst makellos sein. Genau das schafft enorme Hemmschwellen, gerade bei jungen Menschen. Die eigene Kreativität wird schnell hinterfragt oder gar nicht erst zugelassen. Ein Moment aus dem Projekt hat das besonders deutlich gemacht: Einige Schülerinnen und Schüler erkannten bestimmte Werke aus der Sammlung zunächst nicht als „Kunst“ an – schlicht, weil sie sich selbst zutrauen würden, etwas Ähnliches zu erschaffen. Was auf den ersten Blick fast wie ein Kompliment klingt, zeigt bei genauerem Hinsehen ein grundlegendes Problem: Kunst wird oft als etwas verstanden, das über uns steht. Etwas, das nur „besondere“ Menschen erschaffen oder verstehen können. Wenn man es sich selbst zutraut, kann es scheinbar keine „echte“ Kunst sein. Genau hier versuchen wir mit Re+Aktion  anzusetzen. Kunst neu denken Das Projekt hat für uns greifbar gemacht, wie viel Bildungsarbeit noch notwendig ist, um eingefahrene Kunstbegriffe aufzubrechen. Es geht darum, ein neues Selbstverständnis zu entwickeln. Eines, in dem Kunst nicht exklusiv ist, sondern uns allen gehört. Kunst entsteht überall dort, wo Menschen sich trauen, ihre Perspektive sichtbar zu machen. Wir sehen Re+Aktion  als kleinen Schritt in Richtung einer Kulturlandschaft, die genau das nicht nur behauptet, sondern aktiv lebt und fördert. Eine Kulturlandschaft, in der Kunst nicht über uns steht, sondern mit uns wächst. Mit der kommenden Ausstellung wird dieses gemeinsame Arbeiten nun sichtbar und wir sind gespannt, wie die Besucherinnen und Besucher darauf reagieren werden. Eines ist jetzt schon klar: Es geht hier nicht nur um fertige Werke, sondern um einen Prozess, der bewegt.

  • Brücken bauen - zwischen Fächern, Kunst und Schule

    Im Rahmen unserer Kooperation mit dem Schlaun-Gymnasium Münster stand diesmal nicht die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt, sondern das Kollegium selbst! Anlass war eine schulinterne Fortbildung zum Thema „Kulturelle Vernetzung“, bei der die Lehrkräfte die Sammlung Deilmann sowie die dahinterstehende Deilmann Stiftung näher kennenlernen konnten. Im Zentrum des Tages stand die Leitfrage: Wie kann die Zusammenarbeit mit der Sammlung Deilmann dazu beitragen, kulturelle Bildung am Schlaun weiter zu stärken? Lehrkräfte des Schlaun-Gymnasiums beweisen ihr Feingefühl beim modellieren von Miniaturbäumen. Kooperation weiter denken Ziel des Besuchs war es, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sammlung breiter aufzustellen. Bislang bestehen die intensivsten Berührungspunkte naturgemäß mit dem Fach Kunst. Der Fortbildungstag sollte jedoch bewusst auch Lehrkräfte einbinden, deren Fächer auf den ersten Blick weniger offensichtliche Schnittstellen zur Sammlung haben: Darunter Mathematik, Physik, Sport, Chemie, Deutsch oder Geschichte. Einführung und thematische Führung Der Vormittag begann mit einer Vorstellung der Stiftung, ihrer Zielsetzung sowie der angebundenen Kunstsammlung. Im Anschluss folgte eine kuratierte Führung durch unsere Räumlichkeiten, bei der gezielt Werke ausgewählt wurden, die interdisziplinäre Bezüge ermöglichen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei unter anderem das Werk " Edith " von Ella Littwitz sowie " Buried Sunshines Burn " von Julian Charrière: Littwitz Arbeit greift die biblische Figur von Lots Frau auf und verbindet die Erzählung mit gegenwärtigen politischen und religiösen Konflikten, insbesondere im Kontext von Israel und dem Gaza-Streifen. Dadurch eröffnen sich beispielsweise Anknüpfungspunkte zu Religion, Geschichte, Politik und Ethik. Charrières Arbeit hingegen verhandelt klimapolitische Fragestellungen. Zugleich spielt der Entstehungsprozess mit chemischen und naturwissenschaftlichen Verfahren, also ein idealer Zugang für den MINT-Unterricht! Schnell wurde deutlich, wie zeitgenössische Kunst komplexe Themenfelder berührt und als Ausgangspunkt fachübergreifender Diskussionen dienen kann. Praxisphase: Kreativer Workshop Im zweiten Teil der Fortbildung wurden die Lehrkräfte schließlich selbst aktiv. Hierfür wurde ein Workshop konzipiert, der künstlerische Praxis gezielt mit Bezügen zu unterschiedlichen Disziplinen verknüpfte. Ausgangspunkt bildete dabei die Idee, kreative Prozesse nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel verschiedener Fachperspektiven erfahrbar zu machen. So setzten sich die Teilnehmenden unter anderem mit physikalisch-technischen Prinzipien auseinander, indem sie eine selbsttragende Brücke nach dem Konstruktionsprinzip von Leonardo da Vinci entwickelten. Gleichzeitig entstanden kunsthistorische und kulturelle Bezüge durch die Gestaltung von Seerosen aus Origamipapier. Auch ein architektonischer Transfer zur Arbeit der Firmengruppe Deilmann wurde hergestellt, etwa durch den modellhaften Nachbau von Bäumen, wie sie in Planungs- und Visualisierungsprozessen Verwendung finden. Inspirationsquelle für den Workshop war das berühmte Brückenmotiv aus dem Werk des Impressionisten Claude Monet, dessen japanische Brücke von den Lehrkräften in vereinfachter Form gemeinschaftlich interpretiert und nachgebaut wurde. Ideenwerkstatt für zukünftige Zusammenarbeit Während der praktischen Arbeitsphase entwickelte sich ein intensiver Austausch darüber, wie zukünftige Kooperationen konkret gestaltet werden könnten. Zwischen Brückenkonstruktionen, Papierfaltungen und Modellbäumen wurde lebhaft darüber diskutiert, wie konkrete Kooperationen künftig aussehen könnten. Viele Ideen entstanden ganz spontan aus dem Moment heraus und wurden zum Abschluss gemeinsam gesammelt und festgehalten. Besonders häufig fiel der Blick auf Projektwochen und Projekttage, die sich als ideales Format anbieten: Sie schaffen Freiräume abseits des Lehrplans und ermöglichen es, die Sammlung aus ganz unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu erschließen. Inhaltlich reichten die Überlegungen von geschichtsdidaktischen Themen – etwa dem Spannungsfeld zwischen Kunstverboten in Kriegszeiten und der wiedergewonnenen künstlerischen Freiheit in der Nachkriegszeit – bis hin zu sprachlich-literarischen Zugängen im Fach Deutsch, beispielsweise durch Bildbeschreibungen oder kreative Schreibprozesse zu ausgewählten Werken. Auch naturwissenschaftliche Perspektiven wurden eingebracht, etwa im Fach Physik durch die Analyse fotografischer Arbeiten und ihrer technischen Grundlagen. Darüber hinaus entstanden zahlreiche weitere Ansätze, die von Sport bis Chemie reichten und das breite Potenzial einer interdisziplinären Zusammenarbeit eindrucksvoll verdeutlichten. Das Kollegium des Schlaun-Gymnasiums und unser Kulturbeauftragter präsentieren das Workshop-Ergebnis. Fazit Der Fortbildungstag hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Schule und der Sammlung Deilmann steckt, wenn man sie bewusst weiter denkt. Kunst wurde dabei nicht nur als ästhetisches Erlebnis erfahrbar, sondern als verbindendes Element zwischen ganz unterschiedlichen Fächern. Sie eröffnete Gesprächsanlässe, brachte neue Perspektiven ins Spiel und schuf Lernräume, die weit über den klassischen Unterricht hinausreichen. Mit vielen frischen Ideen, neuen Kontakten und spürbarer Aufbruchsstimmung blicken wir nun auf die nächsten gemeinsamen Projekte. Wir freuen uns darauf, die entstandenen Ansätze weiterzuentwickeln und die kulturelle Vernetzung Schritt für Schritt mit Leben zu füllen.

  • Vom ersten Blick zur eigenen Reaktion: Ein Projekt nimmt Form an

    Seit wir mit dem Schlaun Gymnasium zusammenarbeiten, passiert in unserer Sammlung einiges: Mit dem Projekt „Re+Aktion“ laden wir Schülerinnen und Schüler ein, Kunst nicht nur anzuschauen, sondern aktiv zu erleben und dabei ihren ganz eigenen Blick zu entwickeln. Schülerinnen und Schüler des Schlaun-Gymnasiums arbeiten ihre ersten Konzeptideen in der Sammlung Deilmann aus. Beim ersten Besuch ging es noch ziemlich frei zu: Die Schülerinnen und Schüler streiften durch die Räume, ohne dass wir ihnen erklärt hätten, was die Kunstwerke bedeuten oder wie sie entstanden sind. Die Leitfrage war simpel, aber herausfordernd: „Welches Werk ist für euch am meisten und welches am wenigsten Kunst?“ Die Antworten? Spannend und manchmal überraschend: „Für mich ist es keine Kunst, wenn man es einfach nachmachen kann“ oder „Es ist keine Kunst, wenn es langweilig ist.“ Schnell wurde klar, dass viele Kunst vor allem an Schwierigkeit, Technik, Bildlichkeit oder Aussage messen und nicht nur daran, wie sie aussieht. Danach startete die eigentliche Herausforderung: Jede:r suchte sich ein Werk aus und sollte darauf künstlerisch reagieren. Ohne Grenzen, frei nach den eigenen Ideen. Dabei ging es nicht nur um das Gestalten, sondern auch darum, den eigenen Kunstbegriff zu hinterfragen und zu überlegen, wie er sich mit dem „klassischen“ Kunstverständnis verbindet. Beim zweiten Besuch in der Sammlung wurden erste Entwürfe direkt vor den Originalwerken vorgestellt und gemeinsam besprochen. Im Mittelpunkt standen dabei weniger fertige Ergebnisse als vielmehr die zugrunde liegenden Ideen, Herangehensweisen und Fragestellungen. In der gemeinsamen Diskussion reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Konzepte, gaben einander konstruktives Feedback und entwickelten ihre Gedanken weiter. Besonders aufschlussreich war, dass aus dem zunächst unvoreingenommenen Zugang Deutungen entstanden, die nicht zwingend der ursprünglichen Intention der Werke entsprachen, sich jedoch schlüssig aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler erklären ließen. Dadurch eröffneten sich neue Lesarten, die auch den Blick auf die Originalwerke veränderten und erweiterten. Der Austausch beschränkte sich dabei nicht nur auf die Besuche in der Sammlung. Auch wir als Sammlung Deilmann machten uns auf den Weg zum Schlaun Gymnasium und begleiteten die beiden Kurse im Kunstunterricht. Dabei ging es uns nicht allein darum, Impulse für neue Ideen zu geben, sondern die Schülerinnen und Schüler auf ihrem ganz eigenen Weg zum fertigen Kunstwerk zu unterstützen. Gemeinsam wurden künstlerische Konzepte weiterentwickelt, Entscheidungen geschärft und die Reaktionen auf die ausgewählten Werke vertieft. So verlagerte sich die Arbeit bewusst in den schulischen Alltag und machte den kreativen Prozess auch für uns kontinuierlich erlebbar. In den kommenden Unterrichtsstunden werden die Arbeiten nun weiter ausgearbeitet und vervollständigt. Anschließend folgt der nächste Schritt: Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entsteht ein kuratorisches Konzept, das die einzelnen Reaktionen miteinander in Beziehung setzt. Ziel ist es, die entstandenen Werke nicht nur für sich stehen zu lassen, sondern sie in einer gemeinsamen Ausstellung zusammenzuführen: Als sichtbares Ergebnis eines offenen, dialogischen und kreativen Prozesses.

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