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- Kunstführung (List) Universität | Sammlung Deilmann
Polymorph Yaacov Agam Polyesterharz und Metallteile Arman Ohne Titel Arman Tableau Clous Bernard Aubertin Uncertain Theme – and therefore Abstract Rosa Barba Der singende Mann Ernst Barlach Willi Baumeister X Warden of the North Lars Beusker Talking to Thunder Julius von Bismarck Bäume ohne Grenzen Julius von Bismarck Römischer Kopf Hede Bühl 76 / Ap3 Rolf Cavael Buried Sunshines Burn, 2V.7JX Julian Charrière Harald Deilmann James Collins Collage "Taureau" Le Corbusier Twister Boris Doempke Weiblicher Torso sitzend Joachim Dunkel Vincent and Truck in New York Reiner Fetting Tor der Freude Eberhard Fiebig Über den Wolken – Himmel in Gelting Klaus Fußmann Klaus Fußmann Klaus Fußmann Rotes Rund Rupprecht Geiger Kissenbild: Farbraumkissen Gotthard Graubner Ohne Titel I Johannes Grützke Ohne Titel I Johannes Grützke Caroline Johannes Grützke Nike Bernhard Heiliger Transluzide 1/20 Margareta Hesse Love Robert Indiana Victoire de Samothrace Yves Klein ATAAAA Imi Knoebel X Imi Knöbel Raumplastik Norbert Kricke Chi Norbert Kricke X Norbert Kricke Meta Meter Alicja Kwade 2 Bilder Käseberg Modell für Große Flora D, Fritz König Ohne Titel Fritz König Flat top pyramid with colors superimposed Sol LeWitt Two Cubes with Colors Superimposed (red) Sol LeWitt Edith Ella Littwitz Linsenobjekt Adolf Luther X Adolf Luther Ohne Titel Markus Lüpertz Lichtflügel Heinz Mack Cavallo Marino Marini Big Nude No. One, Paris Helmut Newton Ohne Titel Carsten Nicolai Giant Pool Balls Claes Oldenburg Infection Tobias Rehberger Ever After Paradise III Claudia Rogge Seerosen Salomé Big Four Colours Kai Schiemenz Erdrutsch – welche Folgen Bernard Schultze Best Stamina Henning Strassburger Jeder Gedanke ist ein Würfelwurf - Hommage á Mallarme Walter Stöhrer Werra Werner Stötzer Hermaphrodite Norbert Tadeusz Zwei Grazien Norbert Tadeusz Informelle Komposition Fred Thieler Informelle Komposition II Fred Thieler Ohne Titel Wolfgang Troschke Poesie der Destruktion Günther Uecker Der Nagel Günther Uecker Nagelwürfel Günther Uecker Pulli VIII Cornelius Völker Blüten Cornelius Völker Stolen Andy Andy Warhol Harald Deilmann Andy Warhol Grüne Schlange Norbert Wolf
- HEINZ MACK
Heinz Mack Mack in der Sammlung DEILMANN Mack bringt das Licht in Form – seine Werke gehen über bloße Skulpturen hinaus und eröffnen neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens. Wir haben ihn in unsere Sammlung aufgenommen, weil seine Kunst wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft wirkt: Sie fordert, sie fasziniert und öffnet die Augen für das, was im Verborgenen liegt. Heinz Mack – Atelier Mack - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Licht, Bewegung und Raum – diese Elemente prägen das Werk von Heinz Mack, einem Pionier der ZERO-Gruppe und einem der führenden Künstler der kinetischen Kunst. 1931 in Lollar geboren, studierte er zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf und fand seinen künstlerischen Weg in der Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung. In den späten 1950er Jahren gründete er gemeinsam mit Otto Piene die ZERO-Gruppe, die mit Lichtreliefs und kinetischen Skulpturen eine neue utopistische und puristische Kunst erschuf. Mack setzte sich mit Licht und Raum auf neuartige Weise auseinander und schuf Werke, welche die Grenze zwischen Kunst und Natur verwischten. Besonders in seinen „Gärten der Wüste“, die er in den 1960er Jahren in Afrika installierte, verband er Kunst mit der Natur, indem er Sand, Spiegel und Kuben zu lebendigen Skulpturen machte. Diese Arbeiten gehörten zu den ersten Beispielen von Land Art. Seine Werke, wie der berühmte „Lichtpfeiler“ in Berlin, setzten neue Maßstäbe für die Kunst im öffentlichen Raum. Mack verstand Kunst als ein Mittel, das Unsichtbare sichtbar zu machen, und beeinflusste eine ganze Generation von Künstlern. Heute sind seine Skulpturen und Installationen weltweit in öffentlichen Sammlungen und im urbanen Raum zu finden und zeigen, wie Kunst den Raum transformieren kann. Mit der Transformation von Licht in greifbare Skulpturen überschritt Mack die Grenzen des traditionellen Kunstbegriffs. In seinen Arbeiten wird Licht nicht einfach verwendet, um etwas zu beleuchten oder darzustellen – es rückt selbst ins Zentrum der Gestaltung. Indem er mit Licht als physisches Material arbeitet, veränderte er die Art und Weise der Wahrnehmung von Skulptur und Raum. Macks Werke sind mehr als nur visuelle Erlebnisse; sie fordern den Betrachter dazu auf, das Licht nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben und zu spüren. Besonders seine Lichtreliefs und bewegten Installationen, die in ständiger Interaktion mit ihrer Umgebung stehen, bezeugen, wie er das Unsichtbare in eine sichtbare, formbare Realität verwandelte. Licht wird in seinen Arbeiten zu einer skulpturalen Sprache, die sich je nach Tageszeit und Umgebung verändert, wodurch die Werke zu lebendigen Objekten zu werden scheinen. Licht als Skulptur Mit seinen visionären Projekten in der Sahara und Arktis überschritt Mack die Grenzen konventioneller Kunst, indem er Landschaften nicht nur als Kulisse, sondern als aktiven Teil in sein Werk integrierte. In der Wüste installierte er monumentale Lichtskulpturen und Sandreliefs, die im intensiven Sonnenlicht strahlten und das raue, unendliche Terrain mit einer poetischen, fast metaphysischen Dimension erfüllten. Die Natur wurde für ihn zur Bühne, auf der Kunst nicht nur existierte, sondern auch in einen Dialog mit der unberührten Wildnis trat. In der Arktis fügte Mack der kargen Landschaft prismatische Pyramiden und Eiskristalle hinzu, die mit dem schneebedeckten, weiten Raum verschmolzen und das fragile Gleichgewicht zwischen Kunst und Natur visualisierten. Diese Projekte sind mehr als nur Land Art – sie sind Versuche, das Verhältnis zwischen menschlicher Schöpfung und der natürlichen Welt auf eine tiefgründige, fast spirituelle Weise zu hinterfragen. Mack machte das Unvorstellbare greifbar und die Natur selbst zu einem aktiven, dynamischen Bestandteil seiner künstlerischen Vision. Wüstenpoesie und Land Art Mack betrachtete Licht nicht nur als physisches Medium, sondern als eine symbolische Metapher für die Zeit selbst. In seinen monumentalen Arbeiten verband er Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer visuellen Erzählung. Mit der Kraft von Licht und Bewegung schuf er Werke, die eine Art Prisma bildeten, welche das fließende, übergangslose Wesen der Zeit reflektierten. Seine Skulpturen, ob in der Wüste oder im urbanen Raum, changieren mit der Tageszeit und verändern sich je nach Lichtverhältnissen, sodass die Kunstwerke ständig im Wandel sind, wie die Zeit selbst. Durch das Wechselspiel von Licht und Schatten stellte Mack eine dynamische, fast spirituelle Verbindung zwischen verschiedenen Zeitebenen her. In seiner Arbeit wurde Licht zur Quelle der Erkenntnis, die nicht nur das Sichtbare offenbart, sondern auch das Unsichtbare. Mack lädt den Betrachter ein, die Zeit durch das Prisma seines künstlerischen Schaffens neu zu erfahren und in ihr eine unaufhörliche Reise zwischen den Zeiten zu entdecken. Prisma der Zeit in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler • 1957 Galerie Schmela, Düsseldorf (mit Peter Royen) • 1965 Kestner-Gesellschaft, Hannover (zusammen mit Otto Piene und Günther Uecker) • 1972 Musée d’art moderne de la Ville de Paris • 1973 Stedelijk van Abbemuseum, Eindhoven • 1977 Kunsthalle, Düsseldorf • 1978 Galerie Unac, Tokio • 1981, 1985 und 1992 Galerie Lauter, Mannheim • 1998 Liechtensteinische Staatliche Kunstsammlung, Vaduz • 2002 Museo Nacional de Cerámica, Valencia • 2006 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2006 Museum für Islamische Kunst im Pergamon-Museum, Berlin • 2009 Ludwig Museum Koblenz • 2009 Stadtmuseum, Hofheim am Taunus • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld • 2011 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2011 Museum Abteiberg, Mönchengladbach • 2012 Museum Ostwall, Dortmund • 2015 Museum Frieder Burda, Baden-Baden • 2015 Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg • • 201414. Architektur-Biennale von Venedig, Isola San Giorgio Maggiore, Venedig • 2019 Musée Théodore Monod d’art africain, Dakar, Senegal • 2019 Galerie Geiger, Konstanz • 2021 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2021 Museum Ritter, Waldenbuch • 2021 Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal • 2022 59. Biennale di Venezia, Biblioteca Nazionale Marciana, Museo Correr, Venedig • 2023 Osthaus Museum, Hagen • 2023 Galerie Beck & Eggeling, Düsseldorf • 2023 ZKM, Karlsruhe Ausstellungen • 1958 Kunstpreis der Stadt Krefeld • 1963 Premio Marzotto • 1965 1. Prix des arts plastiques der 4. Biennale de Paris • 1970 Ehrende Anerkennung der Jury Allgemeine Programme beim Adolf-Grimme-Preis (zusammen mit Hans Emmerling und Edwin K. Braun) • 1979 1. Preis des internationalen Wettbewerbs Licht 79 der Niederlande • 1987 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen • 1992 Großer Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland • 2004 Großes Bundes-Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland • 2009 Ehrenring der Stadt Mönchengladbach • 2011 Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland • 2012 Kunstpreis der Kulturstiftung Dortmund • 2016 Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf • 2017 Moses Mendelssohn Medaille Auszeichnungen Licht, Bewegung, Geometrie – das sind die Zutaten, die Heinz Mack in seinen monumentalen Skulpturen miteinander verschmelzen lässt. Seine Werke fordern nicht nur den Raum heraus, sondern auch das Verständnis von Kunst und ihrer Verbindung zur Natur und Technik. Macks „Skulptur für den Himmel“ (1976), die sich an der Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr in München erhebt, scheint den Betrachter direkt in den Himmel zu ziehen – eine unaufdringliche, aber unmissverständliche Einladung zur Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit. Ähnlich wirkt die „Wasserplastik“ (1977) in Münster, deren Lamellen sich dem Himmel entgegenzustrecken scheinen und von deren Spitze Wasser in einer gegenläufigen Bewegung herabläuft und mit seinen Reflexionen und Bewegungen eine neue Dimension der Wahrnehmung erzeugt. In der Osnabrücker „Identifikationsplastik“ (1979) geht Mack einen Schritt weiter, indem er die Frage nach dem Selbst aufwirft: Wie identifizieren wir uns mit der Kunst, dem Raum, der Form? Ein Werk, das in seiner klaren Struktur gleichzeitig ein Spiegelbild des Betrachters wird. Ähnlich funktioniert auch „Columne pro Caelo“ (1984) in Köln: Es handelt sich um eine gewaltige Säule, die den Blick zum Himmel öffnet, mit ihrer monolithischen Präsenz und Schwere allerdings gleichzeitig ihr zur Erde strebendes unfassbares Gewicht offenbart. Der „Lichtpfeiler (1983–1987)“ am Berliner Europa-Center ist ein Meisterwerk der Kinetischen Kunst: Er zeigt vertikale Strukturen, die das Licht in den Raum tragen und eine Brücke zwischen Architektur und Kunst schlagen. Die „Große Stele“ (1990) vor dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, entfaltet in ihrer Einfachheit und Präzision eine Monumentalität, die ebenso stil- wie kraftvoll ist und mit der reflektierenden Oberfläche aus Edelstahl in einen facettenreichen Dialog mit der Umgebung tritt. Macks „Formen des Wachsens (1993)“ vor dem Kreisständehaus in Grevenbroich symbolisieren das stetige Streben nach Entwicklung – wie Pflanzen, die aus der Erde wachsen, so schießen diese Skulpturen in den Raum und spielen mit der Idee des organischen Wachstums in einem modernen Kontext. Während die „Lichtstele in der arabischen Wüste“ (1997) das Element Licht mit der weiten Wüste vereint und das Werk in den natürlichen Raum integriert, werden Macks „Sieben Stelen“ (2000) in Essen zu einer stillen Erinnerung an die ewige Verbindung zwischen Mensch und Architektur. Die „Wandgestaltung für die Bertelsmann Kommandantur“ (2003) in Berlin verbindet das Historische mit dem Zeitgenössischen – ein eindringliches Spiel aus Farbe, Licht und Linien. Der „Große Vertikale Rhythmus“ (2008) in Langenfeld, dominiert mit seiner klaren geometrischen Struktur nicht nur den Raum, sondern macht auch den Puls der Stadt fühlbar. Jedes dieser Werke fordert nicht nur den Raum, in dem sie stehen, sondern auch die Zeit heraus. Sie fungieren wie dynamische Markierungen, die Macks Faszination für das Wechselspiel zwischen Kunst, Licht und der Bewegung des Lebens widerspiegeln – ein unermüdlicher Dialog zwischen Statik und Bewegung. Öffentlicher Raum
- KAI SCHIEMENZ
SCHIEMENZ Big Four Colours Künstler Kai Schiemenz Werk Big Four Colours Inventar-Nr. AD-0055 Datierung 2015 Format 82 x 33 x 30 cm Material Glas Merkmale Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Über das Werk "Big Four Colours" ist eine Skulptur aus Glas, die an einen riesigen Kristall erinnert. Der Kristall ist in vier unterschiedliche Farben aufgeteilt, die das Licht auf besondere Weise brechen und reflektieren. Durch seine präzise Form und die klar getrennten Farbflächen wirkt die Skulptur gleichzeitig harmonisch und kraftvoll. Der deutsche Künstler Kai Schiemenz (*1966 in Erfurt) arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und Popkultur. In seinen Arbeiten verschmilzt er verschiedene Materialien und Medien – von Zeichnungen über Computergrafik bis hin zu Architekturmodellen – und schafft so Werke, die sowohl ästhetisch faszinieren als auch kulturelle Fragen aufwerfen. In "Big Four Colours" verbindet Schiemenz die Härte und Beständigkeit von Glas mit der Leichtigkeit von Farbe und Licht. Die Skulptur spiegelt die Vergänglichkeit und Veränderung der Zeit wider, während sie gleichzeitig Stabilität und Kraft ausstrahlt. Organische Formen und geometrische Strukturen treffen hier aufeinander, wodurch die Skulptur ein Spannungsfeld zwischen Natur und menschlicher Gestaltungskraft eröffnet. Die Arbeit lädt Betrachter:innen dazu ein, über die Balance zwischen Kontrolle und Freiheit, Struktur und Wildheit nachzudenken. Sie zeigt, wie Kunst die Wahrnehmung von Materie, Raum und Zeit verändern kann – und wie selbst scheinbar starre Materialien wie Glas in Schiemenz’ Händen lebendig und dynamisch wirken. "Big Four Colours" steht für Schiemenz’ Ansatz, Natur, Kultur und Kunst miteinander zu verbinden, und macht sichtbar, wie ästhetische Erfahrung und Reflexion über die Welt ineinandergreifen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache "Big Four Colours" ist eine Skulptur aus Glas, die aussieht wie ein riesiger Kristall. Der Kristall ist in vier verschiedene Farben geteilt, die das Licht besonders schön reflektieren. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel man ihn ansieht, glitzert und leuchtet er anders. Der Künstler Kai Schiemenz arbeitet mit vielen Materialien und Formen und findet immer neue Wege, Kunst spannend zu machen. In "Big Four Colours" zeigt er, dass Glas nicht nur zerbrechlich ist, sonder auch hart und fest sein kann. Dadurch, dass die Skulptur ein bisschen transparent ist und zarte Farben hat, wirkt sie leicht. Die klaren Formen lassen die Skulptur dennoch stark und ruhig wirken. Schiemenz möchte mit seinen Arbeiten zeigen, wie sich Natur und Menschenwelt miteinander verbinden. Die Skulptur regt dazu an, über Farben, Formen und Licht nachzudenken – und zu entdecken, wie etwas Festes wie Glas lebendig wirken kann. "Big Four Colours" lädt dazu ein, genau hinzusehen, die Farben zu bestaunen und sich vorzustellen, wie Licht und Glas zusammenspielen. Es ist ein Kunstwerk, das staunen lässt und zum Nachdenken anregt. Über das Werk - in einfacher Sprache "Big Four Colours" ist eine Skulptur aus Glas. Sie sieht aus wie ein riesiger Kristall. Der Kristall ist in vier Farben geteilt. Wenn Licht darauf fällt, glitzert und leuchtet er. Je nachdem, von wo man ihn anschaut, sieht er anders aus. Der Künstler Kai Schiemenz arbeitet mit vielen Materialien und Formen. Er möchte Kunst spannend und interessant machen. In "Big Four Colours" zeigt er: Glas ist nicht nur zerbrechlich. Es kann auch hart und stark sein. Und mit Licht und Farben, kann es lebendig wirken. Die vier Farben und die klaren Formen lassen die Skulptur stark wirken. Weil sie aber auch etwas durchsichtig ist, wirkt sie leicht. Die Skulptur lädt dazu ein, genau hinzusehen. Wir sollen die Farben bewundern. Wir sollen entdecken, wie Licht und Glas zusammenwirken. "Big Four Colours" ist ein Kunstwerk, das Spaß macht anzuschauen und zum Nachdenken anregt. Kai Schiemenz Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk
- NORBERT KRICKE
KRICKE 1 Raumplastik Künstler Norbert Kricke Werk Raumplastik Inventar-Nr. AD-0034 Datierung 1958 Format 18,2 x 33 x 19,5 cm Material Stahldraht, vernickelt – auf Stahlplinthe Merkmale Provenienz 2022 Ausstellung im Museum Küppersmühle, Duisburg Norbert Kricke "Bewegung in Raum" 1958 Direkt vom Künstler 1958 Geschenk an Harald Deilmann 2003 Sammlung Andreas Deilmann 2016 Deilmann Stiftung Über das Werk Die „Raumplastik“ von Norbert Kricke besteht aus filigranen Edelstahl-Drahtlinien. Diese sind unterschiedlich lang und leicht versetzt angeordnet, wodurch spitze, dynamische Flächen entstehen. Es wirkt, als würden die Linien aus einem gemeinsamen Zentrum entspringen oder dieses mit ihren Spitzen verteidigen. Trotz ihrer geringen Größe vermittelt die Skulptur den Eindruck einer kleinen Explosion von Linien, die den Raum auf überraschende Weise einnimmt. In Krickes Arbeiten wird die Linie zum Ausdruck von Freiheit. Seine Raumplastiken wirken oft schwerelos und setzen Bewegung und Raum in den Mittelpunkt. Die filigranen Stahllinien bringen Dynamik und Leichtigkeit in den Raum – im starken Kontrast zu traditionellen Skulpturen, die Masse und Volumen betonen. Ab Mitte der 1950er Jahre entwickeln sich seine Formen zunehmend gestisch und fast choreografisch. Mit Großprojekten im öffentlichen Raum, wie der Großen Mannesmann in Düsseldorf oder der Space Sculpture in Los Angeles, wollte Kricke die Strenge moderner Architektur aufbrechen und dynamische Kontraste schaffen. Ein lokales Beispiel hierfür ist seine plastische Installation an der Außenfassade des Stadttheaters Münster, die eine Schleife darstellt. Besonders interessant ist der Bezug zur Sammlung Deilmann: Das Stadttheater wurde von Harald Deilmann, dem Vater von Andreas Deilmann (Gründer der Sammlung), erbaut, und zwischen Harald Deilmann und Norbert Kricke bestand eine enge Freundschaft. „Raumplastik“ fasst die Philosophie Krickes in einem kleinen Werk zusammen: Linien, die den Raum durchqueren und neu gestalten, Leichtigkeit, Bewegung und Freiheit in den Vordergrund stellen und den Betrachter dazu einladen, den Raum selbst als Teil des Kunstwerks wahrzunehmen. Krickes Arbeiten bleiben zeitlos – ein Manifest für Bewegung, Raum und Freiheit. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Die „Raumplastik“ von Norbert Kricke besteht aus ganz dünnen Drahtlinien aus Edelstahl. Manche Linien sind lang, andere kurz, und sie stehen ein bisschen versetzt zueinander. So entstehen spitze Flächen, die fast so aussehen, als würden alle Linien aus einem Punkt in der Mitte heraus explodieren – oder als wollten sie diesen Punkt mit ihren spitzen Enden beschützen. Auch wenn die Skulptur nicht groß ist, scheint sie den Raum um sich herum mit Bewegung zu füllen. Norbert Kricke wollte mit seinen Linien vor allem eines zeigen: Freiheit. Die Linien wirken leicht und fliegen fast durch den Raum. Sie bewegen sich wie kleine Tänzer und machen den Raum spannend. Das ist etwas ganz anderes als bei normalen Skulpturen, die meistens schwer und fest wirken. Manche seiner großen Skulpturen stehen draußen in Städten wie Düsseldorf oder Los Angeles und machen die strengen Gebäude drumherum lebendig. Auch in Münster kann man eine seiner Skulpturen am Stadttheater sehen – sie sieht dort wie eine große Schleife aus. „Raumplastik“ zeigt, was Kricke wichtig war: Linien, die durch den Raum fliegen, die ihn verändern und den Betrachter einladen, selbst Teil der Kunst zu werden. Seine Skulpturen wirken immer noch frisch und lebendig – sie erzählen von Bewegung, Leichtigkeit und Freiheit. Über das Werk - in einfacher Sprache Die „Raumplastik“ von Norbert Kricke besteht aus dünnen Drahtlinien aus Metall. Manche Linien sind lang. Manche Linien sind kurz. Sie stehen ein bisschen versetzt zueinander. So entstehen spitze Flächen. Es sieht so aus, als würden alle Linien aus einem Punkt in der Mitte herauskommen. Oder als wollten sie diesen Punkt mit ihren Spitzen beschützen. Die Skulptur ist klein. Trotzdem wirkt sie lebendig. Sie bewegt den Raum um sich herum. Die Linien bedeuten für den Künstler Freiheit. Die Linien wirken leicht. Sie sind fast wie tanzende Figuren. Sie machen den Raum spannend. Das ist anders als bei normalen Skulpturen. Andere Skulpturen sehen oft schwer aus. Sie sind oft massiv und fest. Von Kricke gibt es auch große Skulpturen. Sie stehen draußen in Städten wie Düsseldorf oder Los Angeles. Sie machen die Gebäude um sie herum lebendig. Auch in Münster gibt es eine große Skulptur von Kricke. Die Skulptur kommt aus der Wand am Stadttheater. Sie sieht aus wie eine große Schleife aus Draht. Die „Raumplastik“ zeigt, was Kricke wichtig war: Linien, die den Raum verändern. Linien die Bewegung und Freiheit zeigen. Seine Skulpturen sind bereits alt. Die Linien wirken aber immer noch frisch, lebendig und leicht. Norbert Kricke Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk



