Zu Gast im Studio von Julius von Bismarck – und eine Neuerwerbung für die Sammlung Deilmann
Am Samstag, den 12. September, waren Andreas Deilmann und seine Nichte Anna Deilmann zu Gast im Studio von Julius von Bismarck in Berlin. Gemeinsam mit Sabine Langen-Crasemann, Vorständin der Langen Foundation, hatte der Künstler zu einem Mittagessen eingeladen. Mit dabei waren verschiedene kunstinteressierte Gäste aus dem Umfeld der Langen Foundation und des Künstlers.

Die Langen Foundation ist auf der ehemaligen NATO-Raketenstation Hombroich bei Neuss beheimatet. Das von Tadao Ando entworfene Ausstellungshaus wurde 2004 eröffnet und beherbergt die Sammlung von Marianne und Viktor Langen. Neben Werken der japanischen Kunst und der westlichen Moderne sind dort regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zu sehen. Besonders ist dabei nicht zuletzt das Zusammenspiel von Kunst, Architektur und der umgebenden Landschaft.
Auch beim gemeinsamen Mittagessen standen aktuelle künstlerische Vorhaben im Mittelpunkt. Gesprochen wurde unter anderem über eine Zusammenarbeit der Sammlung Deilmann mit der Stiftung im Rahmen der Skulptur Projekte Münster 2027. Die Gespräche boten dabei einen spannenden Einblick in kommende Projekte und zugleich die Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen Akteuren der Kunstwelt auszutauschen.
Von Julius von Bismarck zu Gregor Hildebrandt
Nach dem Mittagessen führte der Weg weiter zur WENTRUP Gallery. Dort besuchten Andreas und Anna Deilmann die aktuelle Einzelausstellung von Gregor Hildebrandt.

Für Jan Wentrup ist Münster kein unbekannter Ort. Der gebürtige Münsteraner kennt auch die Räume der Sammlung Deilmann bereits seit vielen Jahren – allerdings aus einer ganz anderen Zeit und Perspektive. Für Klaus Steinrötter hatte er dort seinerzeit kurzfristig gearbeitet und dabei Erfahrungen im Galeriewesen gesammelt. Heute führt er seine eigene Galerie in Berlin.
Der Besuch bei WENTRUP bot somit nicht nur die Möglichkeit, Hildebrandts aktuelle Arbeiten kennenzulernen, sondern brachte auch ein Stück Münsteraner Kunstgeschichte mit dem Berliner Galeriebetrieb zusammen.
„Taufboden“ für die Sammlung Deilmann
Besonders erfreulich: Der Galeriebesuch blieb nicht ohne Folgen für die Sammlung. Mit „Taufboden“ von Gregor Hildebrandt konnte eine Arbeit aus dem Jahr 2026 für die Sammlung Deilmann erworben werden.

Das Werk misst 186 × 142 cm und besteht aus Langspielplatten. Mit seiner Aufnahme in die Sammlung kommt eine weitere zeitgenössische Position hinzu, die nun zunächst ihren Platz im Sammlungsbestand findet.
Wann „Taufboden“ erstmals in Münster zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Sobald sich eine passende Gelegenheit und ein stimmiger Ausstellungskontext ergeben, soll die Arbeit jedoch auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.
So hat ein Wochenende in Berlin gleich mehrere interessante Perspektiven eröffnet: Auf kommende Ausstellungsprojekte, auf neue und alte Kontakte in der Kunstwelt – und schließlich auch auf ein neues Werk für die Sammlung Deilmann.



