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  • BERNHARD HEILIGER

    HEILIGER Nike Künstler Bernhard Heiliger Werk Nike Inventar-Nr. AD-0028 Datierung 1956 Format 62 x 13 x 17 cm Material Bronze Merkmale 62 x 13 x 17 cm (ohne Sockel) Provenienz Andreas Deilmann Privatsammlung Bernhard Heiliger Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • ARMAN

    Arman Arman in der Sammlung DEILMANN Arman bringt mit seinen Werken eine kraftvolle Reflexion über Konsum, Vergänglichkeit und Materialität in die Sammlung. Seine Akkumulationen machen sichtbar, wie alltägliche Objekte in der Masse ihre Einzigartigkeit offenbaren und die Mechanismen der Wegwerfgesellschaft kritisch hinterfragt werden. Diese spannungsreiche Verbindung von Ästhetik und Gesellschaftskritik fügt der Sammlung eine besondere Perspektive hinzu. Arman, 1969 (Foto: Jack de Nijs for Anefo, CC0, via Wikimedia Commons) Arman (1928-2005), geboren als Armand Pierre Fernandez in Nizza, war ein französisch-US-amerikanischer Objektkünstler und Mitbegründer des Nouveau Réalisme. Nachdem er sich seit 1949 zunächst der surrealistischen und abstrakten Malerei gewidmet hatte, wandte er sich ab 1959 der Objektkunst zu und entwickelte prägende Werke wie die Akkumulationen (Ansammlungen gleichartiger Objekte) und Poubelles (Installationen aus Müll), die Konsumkultur und Überfluss thematisieren. Mit der Pariser Ausstellung Le Plein (1960), bei der er eine Galerie mit Müll füllte, erlangte er Berühmtheit. In den folgenden Jahren experimentierte er mit zerstörten und in Polyester oder Beton eingeschlossenen Objekten. Monumentale Werke wie ‚Long Term Parking‘ (1982) in Jouy-en-Josas, eine Skulptur aus 59 eingeschlossenen Autos, und ‚Hope for Peace‘ (1995) in Beirut, ein Denkmal aus Panzern, machten ihn international bekannt. Arman lebte und arbeitete in Frankreich und den USA. Seine Werke hinterfragen die Beziehung zwischen Kunst, Konsum und Vergänglichkeit und gehören zu den bedeutendsten Beiträgen des Nouveau Réalisme. •Nouveau Réalisme. Revolution des Alltäglichen (Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2007): Eine umfassende Analyse der Kunstbewegung Nouveau Réalisme, die Arman mitbegründete, und ihrer Bedeutung im 20. Jahrhundert. ISBN 978-3-7757-2058-8. •Einblicke. Das 20. Jahrhundert in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.: Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit 2000): Dokumentation bedeutender Werke des 20. Jahrhunderts, einschließlich Arbeiten von Arman. ISBN 3-7757-0853-7. •L’Aventure de l’art au XXe siècle von Jean-Louis Ferrier und Yann le Pichon (Editions du Chêne, Paris 1990): Eine reich bebilderte Geschichte der modernen Kunst, die auch Armans Werk beleuchtet. ISBN 2-85108-677-4. •Arman, Portrait d’un sculpteur (Regie: Dominique Rimbault, 1997): Ein 52-minütiger Dokumentarfilm mit Arman und Pierre Restany, der tiefere Einblicke in das Leben und Schaffen des Künstlers bietet. Literatur und Film in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1956: Erste Einzel-Ausstellung von Gemälden und Cachets, Galerie du Haut-Pavé, Paris •1960: Le Plein, Galerie Iris Clert, Paris •1962: The New Realists, Sidney Janis Gallery, New York •1964: Documenta III, Kassel •1968: Biennale in Venedig (Vertreter Frankreichs) •1968: 4. Documenta, Kassel •1982: Retrospektive 1955 - 1982, Parade der Objekte, Sprengel-Museum Hannover und Hessisches Landesmuseum Darmstadt •1998: Retrospektive, Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris •2010–11: Retrospektive, Centre Pompidou, Paris; Museum Tinguely, Basel Ausstellungen •1966: Premio Marzotto – Anerkennung für seinen herausragenden Beitrag zur modernen Kunst. •1972: Ordre national du Mérite – Einer der höchsten französischen Verdienstorden, verliehen für seine Verdienste um die Kunst. •1984: Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres – Verliehen vom französischen Kulturministerium für seinen Einfluss auf die zeitgenössische Kunst. •1989: Ritter (Chevalier) der Ehrenlegion – Die Auszeichnung durch Staatspräsident François Mitterrand würdigte seine Lebensleistung und seinen Beitrag zur Kultur. Auszeichnungen Arman machte Alltagsgegenstände zu Hauptdarstellern seiner Kunst, indem er sie in Masse anhäufte, zerstörte oder in Beton, Harz und Plexiglas verewigte. Seine berühmten Akkumulationen – ob Schreibgeräte, Farbtuben oder Musikinstrumente – enthüllen die subtile Vielfalt und Einzigartigkeit von Objekten, die auf den ersten Blick identisch erscheinen. Mit Werken wie ‚Tamerlan’s memorial‘ (1961), Stiftung Sammlung Cremer im LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster, in dem Puppenköpfe im Plexiglaskasten angehäuft sind, und ‚Le bon caviar‘ (1962), Museum Abteiberg in Mönchengladbach, mit leeren Patronenhülsen, führte er vor Augen, dass auch das Banale eine eigene Geschichte erzählt, wenn es in neuer Konstellation gezeigt wird. Ironie durchzog viele seiner Arbeiten: In den sogenannten Poubelles, Plexiglaskästen mit dem Inhaltvon Papierkörben und Mülleimern, hielt er der Wegwerfgesellschaft einen Spiegel vor. Seine Robot-Portraits, die aus persönlichen Gegenständen berühmter Persönlichkeiten bestehen, machen durch persönliche Hinterlassenschaften benutzter Dinge die Identität einzelner Personen greifbar und werfen die Frage nach der Unverwechselbarkeit eines jeden Menschen aufArman schuf so ein unvergleichliches Archiv des Überflusses, das gleichzeitig Kritik an der und Faszination für die Materialität des Lebens zum Ausdruck bringt. Werk

  • FRED THIELER

    THIELER 2 Informelle Komposition Künstler Fred Thieler Werk Informelle Komposition Inventar-Nr. AD-0063 Datierung 1973 Format 132 x 288 cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Arbeit für die Dokumenta Provenienz 2019 Deilmann Stiftung Über das Werk Das Gemälde von Fred Thieler ist ein eindrucksvolles Beispiel für gegenstandslose Kunst. Auf der Leinwand sind keine klaren Figuren oder Landschaften zu erkennen. Stattdessen bestehen die Formen aus kräftigen Farben, dynamischen Linien und energiegeladenen Kompositionen. Mal wirken sie geordnet, mal chaotisch. Sie öffnen einen Raum für Emotionen und eigene Gedanken. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Maler, sondern auch Widerstandskämpfer. Im Zweiten Weltkrieg stellte er sich mutig gegen das nationalsozialistische Regime: Er rettete seine jüdische Mutter, half Verfolgten und stand in Kontakt mit Mitgliedern der Weißen Rose. Diese Erfahrungen prägten sein Leben und sein Werk. Seine Kunst ist Ausdruck von Freiheit und Haltung – ein stiller, aber eindringlicher Widerstand gegen Unterdrückung. Nach dem Krieg entwickelte Thieler eine eigene abstrakte Bildsprache. Seine Malerei lebt von kräftigen Farben, dynamischen Bewegungen und energischen Kompositionen. Sie spiegelt die Zerrissenheit der Nachkriegszeit wider, aber auch den Mut, Neues zu wagen. Thieler arbeitete expressiv und experimentell. Seine Bilder sind mehr als nur Farbfelder: Sie sind emotionale Landschaften. Jede Linie, jeder Pinselstrich erzählt von Schmerz, Freude, Angst oder Hoffnung. In ihnen verbindet sich persönliche Erfahrung mit allgemeiner Geschichte. Thielers Werk regt dazu an, über Freiheit, Identität und Widerstand nachzudenken – und in der Sprache der abstrakten Kunst Antworten auf das Menschsein zu suchen. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Weil das Gemälde von Fred Thieler keine Menschen, Landschaften oder überhaupt etwas konkret erkennbares zeigt, nennt man diese Art der Kunst auch "gegenstandslose Kunst". Stattdessen besteht das Bild aus vielen bunten Farben, Linien und Formen. Mal wirken sie ruhig und geordnet, mal wild und chaotisch. So entsteht ein Bild, das Gefühle weckt und die Fantasie anregt. Fred Thieler (1916–1999) war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer: Für Gerechtigkeit und Freiheit. Während des Zweiten Weltkriegs half er Menschen in Not, rettete seine Mutter und setzte sich gegen Unrecht ein. Diese Erfahrungen haben seine Kunst geprägt. In seinen Bildern kann man sehen, wie wichtig Freiheit und Mut für ihn waren. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art: Er nutzte starke Farben und bewegte Formen, um seinen Gefühlen einen kreativen Ausdruck zu verleihen. Seine Bilder zeigen manchmal die schwierige Zeit nach dem Krieg, aber auch Hoffnung und Mut, Neues zu wagen. Seine Kunst erzählt Geschichten über Freude, Angst, Schmerz oder Hoffnung. Jeder Pinselstrich ist wie ein Stück von Thielers Leben. Die Bilder laden dazu ein, über Freiheit, Mut und das Leben nachzudenken – und darüber, wie man die Welt mit eigenen Augen sehen kann. Über das Werk - in einfacher Sprache Das Bild von Fred Thieler zeigt keine Menschen, Tiere oder Landschaften. Deshalb nennt man diese Kunst „gegenstandslose Kunst“. Auf der Leinwand sieht man nur Farben, Linien und Formen. Manchmal wirken sie ruhig und ordentlich. Manchmal wild und durcheinander. So kann das Bild Gefühle wecken und die Fantasie anregen. Fred Thieler war nicht nur Künstler, sondern auch Kämpfer. Im Zweiten Weltkrieg half er Menschen in Not. Er rettete auch seine Mutter. Diese Erfahrungen haben ihn immer begleitet. Für den Künstler waren Freiheit und Gerechtigkeit sehr wichtig. Nach dem Krieg malte Thieler auf seine eigene Art. Er nutzte kräftige Farben und bewegte Formen, um seine Gefühle zu zeigen. Die Bilder erzählen von schweren Zeiten. Sie erzählen aber auch von Hoffnung und Mut. Seine Bilder sprechen über Freude, Angst, Schmerz und Hoffnung. Jeder Pinselstrich erzählt ein Stück von Thielers Leben. Fred Thieler Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • xxx Le Corbusier Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • SALOME

    Salomé Salomé in der sammlung DEILMANN Salomé ist bekannt für seine provokanten Werke, die sich mit Identität, Sexualität und gesellschaftlichen Normen auseinandersetzen. Durch seine lebendigen Farben und die Verschmelzung von Malerei, Performance und Musik schafft er Kunst, die eine starke emotionale Wirkung entfaltet und gesellschaftliche Themen in den Fokus rückt. Anna Deilmann, Kuratorin der sammlung DEILMANN Salomé von Henning von Berg, CC BY-SA 2.0 Salomé, geboren als Wolfgang Ludwig Cihlarz in Karlsruhe, wurde in den 1980er Jahren zu einer prägenden Figur der Berliner Kunstszene. Nach einer Ausbildung zum Bauzeichner zog er 1973 nach West-Berlin, wo er an der Universität der Künste Malerei studierte. Während dieser Zeit übernahm er das Pseudonym „Salomé“, das ihm von Gerhard Hoffmann, dem Besitzer des Cafés „Anderes Ufer“, verliehen wurde. Als Mitbegründer der „Galerie am Moritzplatz“ war er ein Schlüsselakteur der „Neuen Wilden“. 1982 feierte er seinen internationalen Durchbruch mit der Teilnahme an der „documenta 7“. Salomé war nicht nur Maler, sondern auch Musiker und Performer In den 1980er Jahren arbeitete er mit Luciano Castelli in der Punkband „Geile Tiere“ zusammen. Neben Porträts von Prominenten fertigte er Skulpturen und Porzellanarbeiten, z. B. in Zusammenarbeit mit Rosenthal, an. Heute lebt und arbeitet Salomé in Berlin. •1976: Seabreazes, von Rainer Fetting & Salomé (Regie) •1976: Geburtstag, von Rainer Fetting •1976: Cornwall Tales, von Rainer Fetting •1976: Die Sonne geht unter, von Rainer Fetting •1977: R. und S. in B., von Rainer Fetting •1978: Die Reinheit des Herzens, von Robert van Ackeren •1980: Die flambierte Frau, von Robert van Ackeren •1980: Alraune, von Christoph Eichhorn •1981: Geile Tiere, von Knut Hofmeister •1999: Verdammt in alle Eitelkeit, von Lothar Lambert •2004: Trailer Arte Culture •2006: Phantomschmerz, von Alexandre Powelz •2006: Das Sichtbare und das Unsichtbare, von Rudolf Thome •2009: Lilith, von Michael Bulgrin Filme in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •1980: Kunststiftung Haus am Waldsee, Berlin •1982: documenta 7, Kassel •1982: Galerie Raab, Berlin •1982: Museum Martin-Gropius-Bau, Berlin •1982: Biennale Venedig, Venedig, Italien •1984: „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“, Messe Düsseldorf, Düsseldorf •1987: „BerlinArt 1961–1987“, Museum of Modern Art, New York, USA •1987: „BerlinArt 1961–1987“, Museum of Modern Art, San Francisco, USA •1988: „Refigured Painting in Contemporary German Art“, Solomon R. Guggenheim Museum, New York, USA •2003/2004: „Obsessive Malerei – Ein Rückblick auf die Neuen Wilden“, Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe •2006: Galerie Deschler, Berlin •2008: Galerie Deschler, Berlin •2008: Kunsthalle Wien, Österreich •2018/19: „Die Erfindung der Neuen Wilden – Malerei und Subkultur um 1980“, Ludwig Forum, Aachen Ausstellungen •Lebt und arbeitet in Berlin •1954: Geboren in Karlsruhe •1974-1980: Studium an der Hochschule der Künste, Berlin •1977: Mitbegründer der Galerie am Moritzplatz, Berlin •1980: Meisterschüler, Hochschule der Künste, Berlin •1981: P. S. 1, New York, Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes •1983: Zusammenarbeit mit der Firma Rosenthal Porzellan, Selb •1986: 1. Preis der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, Bochum; Bühnenbild und Kostüme für »Die Schöne und das Biest«, Theater am Gärtnerplatz, München; Artist Life Member der Art Gallery of Ontario, Toronto, Kanada •2000: »Regenbogen Stele«, Nollendorfplatz, Berlin; »Grosser Seerosenteich«, Foyer des Rheinischen Landestheater Neuss, Dauerausstellung •2003: Ingrid Caven, Lichtbühne, Märzfestspiele, Berlin •2004: Ein Bild für BILD •2006: Gastprofessur Kunstakademie Bad Reichenhall •2008: »PUNK – No One Is Innocent«, Kunsthalle Wien, Österreich •2010: The 80’s Revisited, Sammlung Bischofberger, Kunsthalle Bielefeld, Deutschland •2015: Malerei der 80iger Jahre, Städel Museum, Frankfurt Vita •1977: Pink Tableau, 30 Min. Video •1978: Für meine Schwestern in Österreich, 30 Min. Video •1978: Bodyworks, 30 Min. •1979: Pussycat, 3 Min. Super 8, Color •1979: Rosa-Hellblau, 13 Min. Magnetton •1979: Big Birds, 45 Min. • 1983: Bubbles, 15 Min. •1985: Noa Noa, 15 Min. mit Anne Jud Performances

  • Claes Oldenburg Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • Klaus Fußmann Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • YAACOV AGAM

    Yaacov Agam Agam in der sammlung DEILMANN Yaacov Agam in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler

  • CLAUDIA ROGGE

    Claudia Rogge Rogge in der Sammlung DEILMANN Rogge verwandelt den Körper in ein visuelles System, das zwischen individueller Präsenz und anonymem Muster balanciert. Ihre Arbeiten fordern den Betrachter heraus, die Grenze zwischen Identität und Masse zu hinterfragen und erzählen ihre Geschichte erst bei genauerem Hinsehen. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Claudia Rogge (facebook) Mit einer faszinierenden Herangehensweise an den menschlichen Körper hat Claudia Rogge (geb. 1968) die Fotografie auf eine neue Ebene gehoben. Ihre Arbeiten sind weit mehr als Porträts – sie sind komplexe Auseinandersetzungen mit Raum, Identität und der Wahrnehmung des Körpers in einer modernen Welt. In ihren Fotografien wird der Körper nicht nur als Individuum, sondern als formbares Element in einem größeren visuellen Kontext gezeigt, der an die Grenzen des Surrealen reicht. Besonders in Arbeiten wie „Rapport“ (2005) zeigt Rogge ihre Fähigkeit, den Körper in rigide, oft fast architektonische Posen zu zwängen, wodurch sie eine Spannung erzeugt, die zwischen Ordnung und Chaos, Organischem und Konstruiertem balanciert. Sie setzt den Körper nicht nur als Abbild, sondern als Werkzeug ein, um tiefgründige Fragen über Masse, Identität und den Einfluss der Gesellschaft auf den Einzelnen zu stellen. In der „Rapport“-Installation verstärkt Rogge diesen Ansatz, indem sie durch die Wiederholung einzelner Körper rhythmische Muster und visuelle Dynamiken erzeugt. Ihre Werke hinterfragen die Subjektivität der Wahrnehmung und die verschiedenen Bedeutungen, die der menschliche Körper in einer zunehmend standardisierten Welt tragen kann. Der Einsatz von Plexiglas und die so entstehenden veränderten Perspektiven fördern eine Art der Verfremdung, die den Betrachter dazu einlädt, neue Sichtweisen zu entdecken und gewohnte Wahrnehmungen infrage zu stellen. Rogge spielt meisterhaft mit Licht und Schatten, nicht nur um Formen zu modellieren, sondern auch, um eine tiefere emotionale Intensität zu erzeugen. Ihre Fotografien sind keine statischen Momentaufnahmen, sondern lebendige Erkundungen der menschlichen Existenz und der Art und Weise, wie der Körper in einem komplexen, oft mechanisierten Umfeld seine Bedeutung und Identität bewahrt. In ihren Arbeiten navigiert Claudia Rogge gekonnt zwischen individueller Identität und der anonymen Masse. Sie inszeniert den Körper als Teil eines größeren, visuell organisierten Systems, das den Einzelnen in eine homogenisierte Struktur integriert. Diese Verschmelzung von Masse und Individuum hinterfragt die Wahrnehmung von Identität, indem sie zeigt, wie der Mensch in der Wiederholung und im Kollektiv seine Einzigartigkeit verliert oder neu definiert wird. Masse und Individuum Durch die wiederholte Darstellung des Körpers schafft Rogge eine visuelle Spannung, die den Betrachter gezielt in die Tiefen von Identität und Wahrnehmung führt. Jede Vervielfältigung stellt nicht nur eine ästhetische Technik dar, sondern wird zum Konzept, das Fragen aufwirft: Was passiert mit einem Subjekt, wenn es immer wieder in identischer Form auftaucht? Wo bleibt die Individualität, wenn der Körper nur noch als Teil eines rhythmischen, fast mechanischen Ganzen erscheint? Diese subtile Multiplikation ist nicht nur ein formales Mittel, sondern ein kreativer Akt, der die Grenze zwischen Subjektivität und der Anonymität der Masse verwischt. Wiederholung als Konzept Durch den gezielten Einsatz von Verfremdung und rhythmischer Körperinszenierung eröffnet Rogge eine Welt, die dem direkten Blick entzogen bleibt. Ihre Arbeiten wirken wie versteckte Erzählungen, die sich nur bei genauerer Betrachtung entfalten. Was auf den ersten Blick wie eine rein formale Anordnung erscheint, entwickelt sich bei intensiverem Hinsehen zu einer vielschichtigen Geschichte. Diese subtile Inszenierung regt das Unbewusste des Betrachters an und fordert dazu auf, über das Offensichtliche hinauszusehen – eine Erzählung, die nur im Zwischenraum zwischen Wahrnehmung und Interpretation vollständig greifbar wird. Verborgene Erzählungen in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler •2007: Kunsthalle Konstanz, Deutschland •2009: Museum of Modern Art, Moskau, Russland •2004: Galerie Voss, Düsseldorf, Deutschland •2009: Moscow Contemporary Art Museum, Moskau, Russland •2015: Kunstsammlung Jena, Jena, Deutschland •2015: Galerie Voss, Düsseldorf Einzelausstellungen (Auswahl) •2007: Museum Kunst Palast, Düsseldorf, Deutschland Gruppenausstellungen In Claudia Rogges Arbeiten wird der menschliche Körper zu einer nahezu architektonischen Struktur, die das Zusammenspiel von Körper, Raum und Form herausfordert. Durch präzise Inszenierungen und geometrische Anordnung verwandelt sie den Körper in ein formbares Element innerhalb eines größeren visuellen Systems. Diese Transformation eröffnet neue Dimensionen der Wahrnehmung und fordert den Betrachter dazu auf, den Körper nicht nur als Individuum, sondern als Teil einer durchdachten, strukturierten Komposition zu sehen. Körper als Architektur

  • Sol LeWitt Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

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