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  • ROBERT INDIANA

    Robert Indiana Robert Indiana in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler

  • ANDY WARHOL

    WARHOL 2 Harald Deilmann Künstler Andy Warhol Werk Harald Deilmann Inventar-Nr. AD-0071 Datierung 1980 Format 101 x 101 cm Material Siebdruck auf Leinwand Merkmale Signiert auf der Leinwand umseitig Stanford University / Kantor Arts Center Negatives [Meeting in conference room at 860 Broadway; Portrait photo shoot, Harold Dielman; Union Square Farmers Market] 1980 / 20th C. / North America, U.S.A. / 1 3/8 in. (35 mm) By (primary) Andy Warhol American, 1928–1987 Medium: Black-and-white negatives Credit Line: Gift of The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. Accession Number: 2014.41.357 https://cantorcollection.stanford.edu/objects-1/info/83230 Provenienz 1980 Andy Warhol Factory 1980 Harald Deilmann 2003 Privatsammlung Andreas Deilmann 2016 Deilmann Stiftung Über das Werk Andy Warhol (1928–1987) gilt als Ikone der Pop-Art und als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Werken über Konsumkultur, Massenproduktion und Prominenz revolutionierte er die Kunstwelt. Berühmt wurde er in den 1960er Jahren durch seine Siebdrucke ikonischer Motive wie Campbell’s Suppendosen, Coca-Cola-Flaschen oder Porträts von Marilyn Monroe. Warhols Arbeiten lösten die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz auf und stellten die Frage, wie Kunst im Zeitalter der Medien- und Konsumgesellschaft funktionieren kann. Mit seinem legendären Studio, der „Factory“ in New York, prägte er nicht nur die bildende Kunst, sondern auch die Musik- und Filmszene und wurde zu einer zentralen Figur der amerikanischen Avantgarde. Ein besonderes Werk innerhalb der Sammlung Deilmann ist Warhols Porträt von Harald Deilmann, dem renommierten Architekten und Vater von Andreas Deilmann. Die Entstehungsgeschichte dieses Bildes ist eng mit persönlichen Begegnungen verknüpft: Auf einer Reise nach New York traf Harald Deilmann zufällig seinen Freund, den Galeristen Hans Mayer, der Warhol in Deutschland vertrat. Mayer nahm ihn kurzerhand mit in die Factory, wo Warhol ein Polaroid von Deilmann anfertigte – ohne dass dieser wusste, dass mehr daraus entstehen würde. Einige Zeit später erhielt Harald Deilmann zu seinem Geburtstag die überraschende Nachricht: Hans Mayer hatte Warhol beauftragt, auf Grundlage des Fotos ein Porträt anzufertigen, das er Deilmann schließlich schenkte. Das Werk steht exemplarisch für Warhols künstlerische Praxis, Menschen aus seinem Umfeld in den Rang ikonischer Bildnisse zu erheben – dieselbe Technik, die er auch bei Stars wie Marilyn Monroe oder Mick Jagger nutzte. In der Sammlung Deilmann ist das Porträt ein herausragendes Zeugnis nicht nur von Warhols Bedeutung für die Pop-Art, sondern auch von den engen Verbindungen zwischen Harald Deilmann und wichtigen Vertretern der damaligen Kunstszene. Über das Werk - in kindgerechter Sprache Andy Warhol (1928–1987) war einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er malte und druckte Bilder von Dingen, die jeder kannte – zum Beispiel Suppendosen, Cola-Flaschen oder berühmte Stars wie Marilyn Monroe. Damit wollte er zeigen, dass Kunst nicht nur aus besonderen Dingen bestehen muss, sondern auch aus Sachen, die wir im Alltag sehen. Sein Atelier in New York nannte er die „Factory“ (also „Fabrik“), weil dort viele Menschen zusammenarbeiteten, um Kunst, Filme und Musik zu machen. Ein besonderes Bild in der Sammlung Deilmann ist ein Porträt von Harald Deilmann, einem berühmten Architekten und Vater von Andreas Deilmann, dem Gründer der Sammlung. Die Geschichte dazu klingt fast wie ein kleines Abenteuer: Als Harald Deilmann einmal in New York war, traf er zufällig seinen Freund Hans Mayer. Hans war Warhol's Galerist, also jemand, der Künstler vertritt und ihre Werke zeigt. An diesem Tag nahm Hans ihn mit in Warhols „Factory“. Dort machte Warhol schnell ein Polaroid-Foto von Harald – doch Harald wusste gar nicht, dass daraus noch etwas Großes entstehen würde. Zu Haralds Geburtstag gab es dann die Überraschung: Hans Mayer schenkte ihm ein Porträt, das Andy Warhol aus dem Foto gefertigt hatte! Das Bild ist etwas ganz Besonderes, weil Warhol damit aus einem normalen Foto ein echtes Kunstwerk machte – so wie er es auch mit berühmten Stars tat. In der Sammlung Deilmann zeigt das Porträt nicht nur Warhols besondere Art zu arbeiten, sondern auch die Freundschaft von Harald Deilmann zu wichtigen Vertretern der damaligen Kunstszene. Über das Werk - in einfacher Sprache Andy Warhol war ein berühmter Künstler. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Warhol machte Bilder von Dingen, die viele Menschen kannten: Suppendosen, Cola-Flaschen oder Stars wie Marilyn Monroe. Er wollte zeigen, dass auch einfache Dinge Kunst sein können. Sein Atelier in New York hieß „Factory“. Das ist das englische Wort für "Fabrik". Dort arbeitete er mit vielen Menschen zusammen. Gemeinsam machten sie Kunst, Filme und Musik. In der Sammlung Deilmann gibt es ein besonderes Bild von Andy Warhol: ein Porträt von Harald Deilmann. Harald Deilmann war ein bekannter Architekt und der Vater von Andreas Deilmann. Andreas Deilmann hat die Sammlung Deilmann gegründet. Auf einer Reise nach New York traf er zufällig seinen Freund Hans Mayer. Hans war Galerist und kannte Andy Warhol gut. Er nahm Harald in die „Factory“ mit. Dort machte Warhol ein Polaroid-Foto von Harald. Harald wusste nicht, dass daraus ein Kunstwerk entstehen würde. Zum Geburtstag bekam Harald dann die Überraschung: Hans Mayer schenkte ihm ein Porträt, das Andy Warhol aus dem Foto gemacht hatte. Dieses Porträt zeigt, wie Warhol arbeitete. Er machte aus Fotos von Menschen besondere Kunstwerke. Das tat er nicht nur bei Stars, sondern auch bei Freunden und Bekannten. Andy Warhol Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • KAI SCHIEMENZ

    Kai Schiemenz Schiemenz in der Sammlung DEILMANN Schiemenz‘ Skulpturen bewegen sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur und nehmen den eigenen Herstellungsprozess in den Blick. Durch die Verwendung vertrauter Materialien wie Glas oder auch Aluminium und dem Spiel der Formen auf der Grenze zwischen Authentizität und Künstlichkeit nimmt Schiemenz einen besonderen zeitgenössischen Platz in der Sammlung ein und bereichert die hier präsentierten Bildhauerpositionen der klassischen Moderne und der Nachkriegsgeneration. Anna Deilmann, Kuratorin der Sammlung DEILMANN Kai Schiemenz Kai Schiemenz, geboren 1966 in Erfurt, ist ein deutscher Künstler, der vor allem bildhauerisch arbeitet. Nach einer Ausbildung zum Steinmetz studierte er an der Kunsthochschule Weißensee und der Universität der Künste in Berlin. Beschäftigte er sich in seinen frühen Arbeiten vorrangig mit dem Verhältnis von Raum, Architektur und Mensch und schuf teilweise begehbare Installationen aus Holz und Papier, stellt er seit der jüngeren Vergangenheit vorrangig Skulpturen aus Glas, Keramik, Holz und Aluminium mittleren Formats her. Seine früheren Arbeiten bezogen den Menschen in eine überdimensionierte, konstruierte und theatralische Realität mit ein und stießen einen unmittelbaren Prozess des individuellen und gleichsam kollektiven Raumerlebens an. Seine aktuellen Skulpturen sprechen aus einer bewussten Distanz vielmehr für sich selbst und regen eine bereichernde Auseinandersetzung der Betrachtenden mit ihrer Materialität, ihrem genuinen Entstehungsprozess und ihrer Transformation an. Als Ausgangspunkt für die „gläsernen Steine“ dient Kai Schiemenz ein Entwurf aus Styropor. Anders als das Arbeiten mit Stein, erlaubt das Material eine rasche Bearbeitung, die manchmal in wenigen Minuten vonstattengeht und die sukzessive Herangehensweise der klassischen Bildhauerei konterkariert. Der Entwurf dient einer Glaswerkstatt in Tschechien als Vorlage, die aus dieser Negativformen herstellt und in einem aufwändigen, manuellen Verfahren verschiedenfarbige Gläser produziert, die nach einer umfänglichen Bearbeitung anschließend zusammengefügt werden. Das langwierige Verfahren, das eine teilweise über Wochen andauernde Abkühlungsphase der Glaskörper beinhaltet, bringt oft unvorhersehbare Ergebnisse hervor, die sich in Blasen, Sprüngen und Rissen präsentieren und vom Entwurf abweichen. Das fertige Objekt trägt damit die zufällig entstandenen Spuren seiner Herstellung in sich und verweist mit seiner Materialität auf den manuellen Entstehungsprozess. Zwischen Entwurf und fertigem Objekt liegen somit nicht nur unterschiedlich lange Bearbeitungsphasen, sondern auch eine vom Künstler bewusst kalkulierte Unsicherheit über die Veränderungen seiner Kunst gegenüber dem ursprünglichen Entwurf. Von der Idee zum Material Schiemenz spielt in seiner Kunst mit natürlichen Formen und Materie sowie mit menschlichen Interventionen und Herstellungsprozessen. So wie die begehbaren Skulpturen aus seiner frühen Schaffenszeit das Verhältnis von Mensch und Raum auf den Prüfstand stellten, loten seine Skulpturen das Verhältnis von Mensch und Natur, von Kunst und Kunsthandwerk aus. Der Bezug auf das natürliche und beständige Material Stein und kristalline Formen eröffnet einen Dialog über Dauerhaftigkeit und Veränderung des Materials und die Rolle des Künstlers. Gleichzeitig sind auch die „gläsernen Steine“ in ihrer endgültigen Form nicht unveränderlich. Je nach Lichteinfall und Standort, verändern auch sie sich durch ihre teilweise lichtabsorbierende Transparenz und Farbigkeit im Verlaufe des Tages und üben eine faszinierende Wirkung auf die Betrachtenden aus. Schiemenz plant die Aufstellung und Zusammenstellung seiner Objekte in seinen Ausstellungen sorgsam und durchdacht. Verschiedene Perspektivmöglichkeiten und die variierende Wahrnehmung der verschiedenen Objekte beim Durchschreiten des Raumes aus verschiedenen Richtungen werden von ihm mitberücksichtigt und beeinflussen Distanz und Wahrnehmung der Rezipient: innen. In einer Einzelausstellung im Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig 2021 kombinierte er seine eigenen Objekte mit Sammlungen von Mineralien und Gesteinen verschiedener Sammlerpersönlichkeiten und Institutionen und beleuchtete damit auch das menschliche Verhältnis zum Stein und die damit einhergehenden akribischen Sammlungstätigkeiten, die Zeuge einer langwährenden Faszination des vergänglichen Menschen für die dauerhaften und dennoch veränderlichen Formen der Erde sind. Dauerhaftigkeit und Veränderung Kai Schiemenz‘ Auseinandersetzung mit verschiedenen Materialien beschränkt sich nicht nur auf Objekte aus Glas und Zement. Auch Keramik und Aluminium unterzieht er einer künstlerischen Anverwandlung. Aus verschieden großen Keramikfliesen unterschiedlicher Färbung entstehen abstrakte Bilder aus geometrischen Formen, deren Reiz in der ungewohnten Verwendung vertrauten Materials liegt. Einen ähnlichen Effekt bewirken die grob gespachtelten Platten, die mit einem abschließenden Aluminiumguss (Eloxal) in geometrischen Formen versehen sind. Auch hier ist die metallische Farbe des Aluminiums seltsam vertraut, ziert sie doch in der Regel Alltagsgegenstände wie Taschenlampen und Kugelschreiber. Mit der Verwendung des Aluminiumgusses verwandelt sich eine profan bearbeitete Platte zum Kunstwerk und macht auf den schmalen Grat aufmerksam, der Kunst und Handwerk, Alltag und Kunst, Masse und Unikat, Natur und Mensch voneinander trennt. Objekte und Keramik und Aluminium in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler Einzelausstellungen (Auswahl) •2009: Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg, Deutschland •2012: PayneShurvell London, Großbritannien •2013: Neuer Kunstverein Wuppertal, Deutschland •2016: Städtische Galerie Wolfsburg, Deutschland •2017: Mies van der Rohe Haus, Berlin, Deutschland •2018: AKI Gallery, Taipeh, Taiwan •2021: Grassi Museum für Angewandte Kunst, Leipzig, Deutschland •2022: Orangerie am Schloss Rheda, Wiedenbrück, Deutschland •2024: Galerie EIGEN + ART Berlin, Deutschland; Goethe-Institut Hong Kong, China Gruppenausstellungen (Auswahl) •2013: „on paper“, Galerie EIGEN + ART, Berlin, Deutschland •2016: „WWW-Wasser, Wolken, Wind“, Sammlung Würth, Schwäbisch-Hall, Deutschland; „Wir suchen das Weite“, Staatliche Museen zu Berlin / Kupferstichkabinett, Berlin, Deutschland; „Grün stört. Im Fokus einer Farbe“, Marta Herford, Herford, Deutschland •2019: „Bunte Steine. William Tucker, Kai Schiemenz, Stefan Guggisberg“, Georg Kolbe Museum, Berlin, Deutschland •2022: „Fragile! Alles aus Glas, Grenzbereiche des Skulpturalen“, Kunstmuseum Ahlen, Deutschland Ausstellungen •1999: GASAG Kunstpreis, Berlin •2001 – 2004: Arbeitsstipendium Bildende Kunst der Senatskanzlei des Berliner Senats, Deutschland •2005: Villa Aurora Stipendium, Los Angeles, USA •2006: Arbeitsstipendium der Stadt Madrid, Spanien •2009: MADA residency, Monash University, Melbourne, Australien •2010: New York Stipendium der Senatskanzlei Berlin Kulturelle Angelegenheiten, USA Stipendien und Preise „Gläserne Steine“ nennt Kai Schiemenz seine Objekte aus buntem Glas und verweist damit schon auf die Widersprüchlichkeit, die seine Kunst vereint. Kristallähnliche, aufstrebende Strukturen unterschiedlicher Farben verbunden im Glas erinnern an natürlich gewachsene Formationen. Gleichzeitig ist Glas ein von Menschen in einem aufwändigen Verfahren produziertes Material, das aus natürlichen Materialien künstlich hergestellt wird und mitunter unerwartete Resultate hervorbringt. Eine ähnliche Spannung zeigen Schiemenz‘ Abgüsse von ins Erd- und Steinreich gegrabenen Vertiefungen, die er mit geometrischen Strukturen versieht. Der Abguss verweist auf die abwesende, einzigartige und strukturell sich dennoch wiederholende Natur an einem spezifischen Ort, die gleichsam Vorlage für das neu und zufällig durch menschlichen Eingriff Entstehende ist. Schiemenz‘ Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur und loten ihr Verhältnis auf einer ästhetischen Ebene aus, die erstaunlich faszinierende Kunstwerke hervorbringt und ihren eigenen Entstehungsprozess selbstreferentiell in den Blick nehmen. Zur Auseinandersetzung mit dem Material Glas führte Schiemenz die Auseinandersetzung mit den „utopischen Entwürfen“ des Architekten Bruno Taut. Zwischen Authentizität und Artifizialität

  • NORBERT TADEUSZ

    TADEUSZ 1 Hermaphrodite Künstler Norbert Tadeusz Werk Hermaphrodite Inventar-Nr. AD-0060 Datierung 1983 Format 70,5 x 100 cm Material Bleistift und Aquarell auf Papier Merkmale Links mittig signiert, datiert und bezeichnet / Auflage Unikat Provenienz 1983 Norbert Tadeusz Estate 2018 Galerie Ostendorf 2018 Sammlung Deilmann Norbert Tadeusz Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • xxx Norbert Kricke Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • HENNING STRASSBURGER

    STRASSBURGER Best Stamina Künstler Henning Strassburger Werk Best Stamina Inventar-Nr. AD-0057 Datierung 2016 Format 210 x 300cm Material Öl auf Leinwand Merkmale Provenienz Privatsammlung Andreas Deilmann Henning Strassburger Voriges Werk Alle Werke Nächstes Werk

  • Werner Stötzer Voriges Werk Nächstes Werk Alle Werke

  • HEINZ MACK

    Heinz Mack Mack in der Sammlung DEILMANN Mack bringt das Licht in Form – seine Werke gehen über bloße Skulpturen hinaus und eröffnen neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens. Wir haben ihn in unsere Sammlung aufgenommen, weil seine Kunst wie eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft wirkt: Sie fordert, sie fasziniert und öffnet die Augen für das, was im Verborgenen liegt. Heinz Mack – Atelier Mack - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 Licht, Bewegung und Raum – diese Elemente prägen das Werk von Heinz Mack, einem Pionier der ZERO-Gruppe und einem der führenden Künstler der kinetischen Kunst. 1931 in Lollar geboren, studierte er zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf und fand seinen künstlerischen Weg in der Auseinandersetzung mit Licht und Bewegung. In den späten 1950er Jahren gründete er gemeinsam mit Otto Piene die ZERO-Gruppe, die mit Lichtreliefs und kinetischen Skulpturen eine neue utopistische und puristische Kunst erschuf. Mack setzte sich mit Licht und Raum auf neuartige Weise auseinander und schuf Werke, welche die Grenze zwischen Kunst und Natur verwischten. Besonders in seinen „Gärten der Wüste“, die er in den 1960er Jahren in Afrika installierte, verband er Kunst mit der Natur, indem er Sand, Spiegel und Kuben zu lebendigen Skulpturen machte. Diese Arbeiten gehörten zu den ersten Beispielen von Land Art. Seine Werke, wie der berühmte „Lichtpfeiler“ in Berlin, setzten neue Maßstäbe für die Kunst im öffentlichen Raum. Mack verstand Kunst als ein Mittel, das Unsichtbare sichtbar zu machen, und beeinflusste eine ganze Generation von Künstlern. Heute sind seine Skulpturen und Installationen weltweit in öffentlichen Sammlungen und im urbanen Raum zu finden und zeigen, wie Kunst den Raum transformieren kann. Mit der Transformation von Licht in greifbare Skulpturen überschritt Mack die Grenzen des traditionellen Kunstbegriffs. In seinen Arbeiten wird Licht nicht einfach verwendet, um etwas zu beleuchten oder darzustellen – es rückt selbst ins Zentrum der Gestaltung. Indem er mit Licht als physisches Material arbeitet, veränderte er die Art und Weise der Wahrnehmung von Skulptur und Raum. Macks Werke sind mehr als nur visuelle Erlebnisse; sie fordern den Betrachter dazu auf, das Licht nicht nur zu sehen, sondern auch zu erleben und zu spüren. Besonders seine Lichtreliefs und bewegten Installationen, die in ständiger Interaktion mit ihrer Umgebung stehen, bezeugen, wie er das Unsichtbare in eine sichtbare, formbare Realität verwandelte. Licht wird in seinen Arbeiten zu einer skulpturalen Sprache, die sich je nach Tageszeit und Umgebung verändert, wodurch die Werke zu lebendigen Objekten zu werden scheinen. Licht als Skulptur Mit seinen visionären Projekten in der Sahara und Arktis überschritt Mack die Grenzen konventioneller Kunst, indem er Landschaften nicht nur als Kulisse, sondern als aktiven Teil in sein Werk integrierte. In der Wüste installierte er monumentale Lichtskulpturen und Sandreliefs, die im intensiven Sonnenlicht strahlten und das raue, unendliche Terrain mit einer poetischen, fast metaphysischen Dimension erfüllten. Die Natur wurde für ihn zur Bühne, auf der Kunst nicht nur existierte, sondern auch in einen Dialog mit der unberührten Wildnis trat. In der Arktis fügte Mack der kargen Landschaft prismatische Pyramiden und Eiskristalle hinzu, die mit dem schneebedeckten, weiten Raum verschmolzen und das fragile Gleichgewicht zwischen Kunst und Natur visualisierten. Diese Projekte sind mehr als nur Land Art – sie sind Versuche, das Verhältnis zwischen menschlicher Schöpfung und der natürlichen Welt auf eine tiefgründige, fast spirituelle Weise zu hinterfragen. Mack machte das Unvorstellbare greifbar und die Natur selbst zu einem aktiven, dynamischen Bestandteil seiner künstlerischen Vision. Wüstenpoesie und Land Art Mack betrachtete Licht nicht nur als physisches Medium, sondern als eine symbolische Metapher für die Zeit selbst. In seinen monumentalen Arbeiten verband er Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einer visuellen Erzählung. Mit der Kraft von Licht und Bewegung schuf er Werke, die eine Art Prisma bildeten, welche das fließende, übergangslose Wesen der Zeit reflektierten. Seine Skulpturen, ob in der Wüste oder im urbanen Raum, changieren mit der Tageszeit und verändern sich je nach Lichtverhältnissen, sodass die Kunstwerke ständig im Wandel sind, wie die Zeit selbst. Durch das Wechselspiel von Licht und Schatten stellte Mack eine dynamische, fast spirituelle Verbindung zwischen verschiedenen Zeitebenen her. In seiner Arbeit wurde Licht zur Quelle der Erkenntnis, die nicht nur das Sichtbare offenbart, sondern auch das Unsichtbare. Mack lädt den Betrachter ein, die Zeit durch das Prisma seines künstlerischen Schaffens neu zu erfahren und in ihr eine unaufhörliche Reise zwischen den Zeiten zu entdecken. Prisma der Zeit in der Sammlung Deilmann Künstler der Sammlung Voriger Künstler Alle Künstler Nächster Künstler • 1957 Galerie Schmela, Düsseldorf (mit Peter Royen) • 1965 Kestner-Gesellschaft, Hannover (zusammen mit Otto Piene und Günther Uecker) • 1972 Musée d’art moderne de la Ville de Paris • 1973 Stedelijk van Abbemuseum, Eindhoven • 1977 Kunsthalle, Düsseldorf • 1978 Galerie Unac, Tokio • 1981, 1985 und 1992 Galerie Lauter, Mannheim • 1998 Liechtensteinische Staatliche Kunstsammlung, Vaduz • 2002 Museo Nacional de Cerámica, Valencia • 2006 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2006 Museum für Islamische Kunst im Pergamon-Museum, Berlin • 2009 Ludwig Museum Koblenz • 2009 Stadtmuseum, Hofheim am Taunus • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn • 2011 Retrospektive zum 80. Geburtstag, Samuelis Baumgarte Galerie, Bielefeld • 2011 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2011 Museum Abteiberg, Mönchengladbach • 2012 Museum Ostwall, Dortmund • 2015 Museum Frieder Burda, Baden-Baden • 2015 Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg • • 201414. Architektur-Biennale von Venedig, Isola San Giorgio Maggiore, Venedig • 2019 Musée Théodore Monod d’art africain, Dakar, Senegal • 2019 Galerie Geiger, Konstanz • 2021 Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf • 2021 Museum Ritter, Waldenbuch • 2021 Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal • 2022 59. Biennale di Venezia, Biblioteca Nazionale Marciana, Museo Correr, Venedig • 2023 Osthaus Museum, Hagen • 2023 Galerie Beck & Eggeling, Düsseldorf • 2023 ZKM, Karlsruhe Ausstellungen • 1958 Kunstpreis der Stadt Krefeld • 1963 Premio Marzotto • 1965 1. Prix des arts plastiques der 4. Biennale de Paris • 1970 Ehrende Anerkennung der Jury Allgemeine Programme beim Adolf-Grimme-Preis (zusammen mit Hans Emmerling und Edwin K. Braun) • 1979 1. Preis des internationalen Wettbewerbs Licht 79 der Niederlande • 1987 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen • 1992 Großer Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland • 2004 Großes Bundes-Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland • 2009 Ehrenring der Stadt Mönchengladbach • 2011 Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland • 2012 Kunstpreis der Kulturstiftung Dortmund • 2016 Jan-Wellem-Ring der Stadt Düsseldorf • 2017 Moses Mendelssohn Medaille Auszeichnungen Licht, Bewegung, Geometrie – das sind die Zutaten, die Heinz Mack in seinen monumentalen Skulpturen miteinander verschmelzen lässt. Seine Werke fordern nicht nur den Raum heraus, sondern auch das Verständnis von Kunst und ihrer Verbindung zur Natur und Technik. Macks „Skulptur für den Himmel“ (1976), die sich an der Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr in München erhebt, scheint den Betrachter direkt in den Himmel zu ziehen – eine unaufdringliche, aber unmissverständliche Einladung zur Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit. Ähnlich wirkt die „Wasserplastik“ (1977) in Münster, deren Lamellen sich dem Himmel entgegenzustrecken scheinen und von deren Spitze Wasser in einer gegenläufigen Bewegung herabläuft und mit seinen Reflexionen und Bewegungen eine neue Dimension der Wahrnehmung erzeugt. In der Osnabrücker „Identifikationsplastik“ (1979) geht Mack einen Schritt weiter, indem er die Frage nach dem Selbst aufwirft: Wie identifizieren wir uns mit der Kunst, dem Raum, der Form? Ein Werk, das in seiner klaren Struktur gleichzeitig ein Spiegelbild des Betrachters wird. Ähnlich funktioniert auch „Columne pro Caelo“ (1984) in Köln: Es handelt sich um eine gewaltige Säule, die den Blick zum Himmel öffnet, mit ihrer monolithischen Präsenz und Schwere allerdings gleichzeitig ihr zur Erde strebendes unfassbares Gewicht offenbart. Der „Lichtpfeiler (1983–1987)“ am Berliner Europa-Center ist ein Meisterwerk der Kinetischen Kunst: Er zeigt vertikale Strukturen, die das Licht in den Raum tragen und eine Brücke zwischen Architektur und Kunst schlagen. Die „Große Stele“ (1990) vor dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, entfaltet in ihrer Einfachheit und Präzision eine Monumentalität, die ebenso stil- wie kraftvoll ist und mit der reflektierenden Oberfläche aus Edelstahl in einen facettenreichen Dialog mit der Umgebung tritt. Macks „Formen des Wachsens (1993)“ vor dem Kreisständehaus in Grevenbroich symbolisieren das stetige Streben nach Entwicklung – wie Pflanzen, die aus der Erde wachsen, so schießen diese Skulpturen in den Raum und spielen mit der Idee des organischen Wachstums in einem modernen Kontext. Während die „Lichtstele in der arabischen Wüste“ (1997) das Element Licht mit der weiten Wüste vereint und das Werk in den natürlichen Raum integriert, werden Macks „Sieben Stelen“ (2000) in Essen zu einer stillen Erinnerung an die ewige Verbindung zwischen Mensch und Architektur. Die „Wandgestaltung für die Bertelsmann Kommandantur“ (2003) in Berlin verbindet das Historische mit dem Zeitgenössischen – ein eindringliches Spiel aus Farbe, Licht und Linien. Der „Große Vertikale Rhythmus“ (2008) in Langenfeld, dominiert mit seiner klaren geometrischen Struktur nicht nur den Raum, sondern macht auch den Puls der Stadt fühlbar. Jedes dieser Werke fordert nicht nur den Raum, in dem sie stehen, sondern auch die Zeit heraus. Sie fungieren wie dynamische Markierungen, die Macks Faszination für das Wechselspiel zwischen Kunst, Licht und der Bewegung des Lebens widerspiegeln – ein unermüdlicher Dialog zwischen Statik und Bewegung. Öffentlicher Raum

  • ausstellungen

    & Events Die Sammlung Deilmann bietet regelmäßig wechselnde Ausstellungen und besondere Events, die moderne und zeitgenössische Kunst in inspirierenden Begegnungen erlebbar machen. Vernissagen, Führungen und Sonderveranstaltungen laden dazu ein, die Werke aus neuen Perspektiven zu entdecken und den Dialog zwischen Künstlern, Sammlern und Publikum zu fördern. Ausstellung #2 Mit der Eröffnung der neuen Räume im Deilmannhof startet die Sammlung Deilmann in eine neue Ära. Die Ausstellung #2 präsentiert auf über 200 Quadratmetern 31 Werke nationaler und internationaler Künstler von 1928 bis heute. Im Fokus stehen skulpturale Arbeiten, innovative Materialien und Positionen einer neuen Künstlergeneration. Besucher erwartet ein spannender Dialog zwischen etablierten Namen wie Claes Oldenburg, Günther Uecker und Fritz König sowie neueren Positionen wie Kai Schiemenz und Rosa Barba. Besuchen Sie uns gerne: die Ausstellung ist geöffnet von montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr. Newsletter Email* Ja, ich möchte gerne den Newsletter Absenden

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