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Künstler

Claes Oldenburg

Werk

Giant Pool Balls

Inventar-Nr.

AD-0051

Datierung

1977

Format

Material

Merkmale

Provenienz

Über das Werk

Die "Giant Pool Balls" am Aasee gehören zu den bekanntesten Skulpturen Münsters. Entworfen wurden sie vom schwedisch-amerikanischen Künstler Claes Oldenburg (1929–2022) im Rahmen der ersten Skulptur Projekte Münster 1977. Für die Entwürfe nutzte Oldenburg verschiedene Techniken wie Gouache, Aquarell, Kohle und Bleistift. Unterstützt wurde er dabei von seiner künstlerischen Partnerin Coosje van Bruggen, mit der er viele seiner Werke entwickelte. Oldenburgs Idee war es, die Stadt wie einen überdimensionalen Billardtisch zu denken. Riesige Beton-Kugeln sollten – wie verstreute Billardkugeln – an unterschiedlichen Orten im Stadtraum auftauchen. In Münster wurde dieser Gedanke mit den monumentalen Kugeln am Aasee umgesetzt. Die Reaktionen damals waren gespalten: Viele Bürger waren irritiert, manche lehnten die Kugeln sogar ab. Es kam vor, dass Menschen versuchten, die tonnenschweren Objekte zu lösen und in den See zu rollen. Heute jedoch zählen die Giant Pool Balls zu den Wahrzeichen Münsters und sind ein beliebtes Fotomotiv. Oldenburg verwandelte Gebrauchsgegenstände wie Stecknadeln, Hemdkragen oder Hamburger in gigantische Skulpturen und eröffnete damit eine neue Dimension der Bildhauerei. Besonders bekannt sind seine „Soft Sculptures“ – übergroße, weiche Objekte aus Vinyl oder Pappmaché –, die das Gewöhnliche verfremden und ihm neue Bedeutung verleihen. Was auf den ersten Blick verspielt und humorvoll wirkt, enthält immer auch eine kritische Reflexion über Konsum, Größe und gesellschaftliche Werte. Seine monumentalen Arbeiten, wie die Clothespin in Philadelphia, die Shuttlecocks in Kansas City oder eben die Giant Pool Balls in Münster, zeigen diese Mischung aus Ironie, Monumentalität und subtiler Kritik. Indem Oldenburg Alltagsgegenstände radikal vergrößerte, entzog er ihnen ihre Funktion und stellte sie auf eine ästhetische Ebene. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst und Konsum, zwischen Ernst und Humor. Die Giant Pool Balls sind damit weit mehr als bloße Beton-Kugeln am Aasee: Sie sind ein Sinnbild für Oldenburgs künstlerisches Programm – die Verwandlung des Alltäglichen in Kunst, die uns staunen lässt, zum Lachen bringt und zugleich zum Nachdenken anregt

Über das Werk - in kindgerechter Sprache

Am Aasee in Münster liegen riesige, weiße Kugeln. Sie heißen „Giant Pool Balls“. Erfunden hat sie der Künstler Claes Oldenburg (1929–2022). Er kam aus Schweden und Amerika und hat zusammen mit seiner Frau Coosje van Bruggen viele Kunstwerke gemacht. Oldenburg hatte eine verrückte Idee: Er stellte sich die Stadt Münster wie einen riesengroßen Billardtisch vor. Auf diesem Tisch sollten die Kugeln wie beim Billard verteilt sein. Am Aasee wurden sie dann wirklich gebaut – aus schwerem Beton. Als die Kugeln 1977 aufgestellt wurden, waren viele Menschen überrascht. Manche fanden sie lustig, andere störten sich daran. Einige wollten die schweren Kugeln sogar in den See rollen! Heute aber gehören sie fest zu Münster. Viele Menschen machen Fotos mit ihnen, und die Kugeln sind ein Wahrzeichen der Stadt. Claes Oldenburg mochte es, Alltagsgegenstände riesengroß darzustellen. Er machte zum Beispiel riesige Stecknadeln, Hamburger oder Hemdkragen. Damit wollte er zeigen: Dinge, die wir jeden Tag benutzen, können auch Kunst sein. Die „Giant Pool Balls“ am Aasee sind also nicht nur große Beton-Kugeln. Sie erinnern uns daran, dass man die Welt auch mit anderen Augen sehen kann – und dass Kunst manchmal Spaß macht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.

Über das Werk - in einfacher Sprache

Am Aasee in Münster gibt es große, runde Kugeln aus Beton. Sie heißen „Giant Pool Balls“. Der Künstler Claes Oldenburg hat sie erfunden. Bei seiner Arbeit half ihm seine Partnerin Coosje van Bruggen. Die Idee war: Münster soll wie ein Riesen-Billardtisch aussehen. Auf einem Billardtisch liegen viele Kugeln. So sollten auch in Münster große Kugeln verteilt werden. Am Aasee kann man sie bis heute sehen. Als die Kugeln 1977 aufgestellt wurden, fanden viele Leute das seltsam. Manche mochten sie nicht. Einige Menschen wollten die Kugeln in den See rollen. Heute aber gehören die "Giant Pool Balls" zu Münster dazu. Viele machen Fotos dort. Claes Oldenburg machte oft alltägliche Dinge riesengroß – zum Beispiel Nadeln, Hamburger oder Kleidung. Damit zeigte er: Dinge aus dem Alltag können auch Kunst sein. Die Kugeln am Aasee sind also mehr als nur runde Steine. Sie bringen Spaß, machen neugierig und laden uns ein, die Welt neu zu sehen.

Claes Oldenburg

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